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Zukunftsfit um die Welt

Die Kärntner Exportbetriebe haben selbst in Krisenzeiten bewiesen: Sie sind eine der stabilsten Säulen der Wirtschaft. Etwa 2500 exportierende Betriebe schließen an das Vorkrisenniveau an. Ein Grund dafür ist auch die Exportoffensive von Land und Kammer.

Setzen sich weiter für die heimischen Exporteure ein: Landesrat Sebastian Schuschnig, WK-Präsident Jürgen Mandl und WK-Direktor Meinrad Höfferer
© WKK/Studiohorst

Was suchen Kärntens Unternehmerinnen und Unternehmer in Celje, Barcelona, Venedig oder Albanien? „Sie suchen Input, Know-how und Kontakte. Finden werden sie garantiert potenzielle Geschäftspartnerinnen und –partner sowie einen exklusiven Einblick in wirtschaftsrelevante Zukunftsthemen“, erklärt Meinrad Höfferer, Direktor der Wirtschaftskammer Kärnten, die Intention der bevorstehenden Wirtschaftsmissionen und Programmpunkte im Rahmen der Exportoffensive. „Unser Programm auf den Wirtschaftsmissionen ist straff organisiert und lässt nicht viel Raum für Sightseeing und Co, aber dafür sind wir auch nicht dort. Wir bieten eine Reise mit firmenspezifischen Gesprächsterminen“, führt Höfferer aus. Das Angebot für die teilnehmenden Unternehmen zeigt, dass Kärnten in der Intensität und Qualität österreichweit eine Vorreiterrolle einnimmt: Individuelle B2B-Gespräche mit lokalen Unternehmen geben den Firmen die Gelegenheit, ihre Produkte und Leistungen zu präsentieren und mögliche Kooperationspartnerinnen oder -partner sowie Kundinnen und Kunden zu finden.

Steigerung von 16.9 Prozent

Die oben genannten Destinationen sind aber nur ein kleiner Baustein, der mit dem vom Land Kärnten und der Wirtschaftskammer Kärnten ausgeschüttetem Geld finanziert wird. „Kärnten ist und bleibt ein Export-Bundesland“, unterstreicht Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten. Im ersten Halbjahr 2021 ist es den rund 2500 in der Außenwirtschaft tätigen Unternehmen in Kärnten gelungen, sich mit Steigerungsraten von 16,9 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2020 dem Leistungsniveau vor der Corona-Pandemie wieder anzunähern. Weil die Importe noch stärker gestiegen sind, ist der Exportüberschuss auf 271 Millionen Euro zurückgegangen, Kärnten ist damit aber dennoch weiterhin eines von fünf Bundesländern mit positiver Außenhandelsbilanz. Mandl: „Eine außergewöhnliche Leistung der Exportwirtschaft, nach dermaßen schwierigen Zeiten eine solche Aufholjagd hinzulegen. Das beweist, wie richtig unsere Strategie der Ausweitung und Diversifizierung unserer Exportmärkte war.“ Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig ergänzt: „Um den Export als größten Wertschöpfungsbringer weiter zu stärken, haben Land und Kammer bereits 2017 die Exportoffensive auf die Beine gestellt und seitdem aufgrund des großen Zuspruchs stets verlängert. Das Ziel ist klar die Erschließung neuer Märkte sowie die Vertiefung bestehender Exportbeziehungen.“

Rückblick und Ausblick
Wie viel mit der Förderung selbst in Zeiten einer Pandemie für Kärntner Exporteure getan werden kann, zeigt eine Auflistung der Tätigkeiten der Außenwirtschaftsabteilung der Wirtschaftskammer Kärnten:

  • Jänner 21: Klimahouse Bozen
  • Februar 21: Österreich-Wochen mit Kärnten-Schwerpunkt bei Galeria Kaufhof
  • Juni 21: Wirtschaftsmission Slowenien & Start-up-Reise Slowenien
  • September 21: Köln-Kärntner-Wirtschaftsdialog
  • Oktober 21: Wirtschaftsmission Serbien, INCOTERMS, Ecomondo
  • November 21: Productronica München
  • Dezember 21: Außenwirtschaftsguide
  • April 22: Internationale Industriemesse Celje
  • Mai 22: Swissbau Basel, Klimahouse 2022 in Bozen, Delegationsreise zu den Adriahäfen Koper und Triest
  • Juni 22: Köln – Kärntner Wirtschaftsdialog
  • Juli 22: Alpen-Adria-B2B Kooperationsbörse 2022 – Venedig, IHM München Internationale Handwerksmesse, Jahresempfang der österreichischen Wirtschaft in Bayern mit Kärnten als Partnerland
  • September 22: Internationale Holzmesse Klagenfurt inkl. B2B-Kooperationsbörse, österreichische Wochen mit Kärnten Schwerpunkt bei Galeria Kaufhof, Fachseminar Digitalisierung für Exporteure, Start-up Reise nach Barcelona
  • Oktober 22: Wirtschaftsmission nach Albanien und Griechenland, Übersee-Wirtschaftsmission
  • November 22: Ecomondo Rimini, Electronica München, Europa-Sprechtag
  • Dezember 22: Außenwirtschaftsguide

Starkes Zeichen

Dass Kärntner Unternehmen weltweit äußerst gefragte Geschäftspartnerinnen und -partner sind, zeigen die unlängst veröffentlichten Außenhandelszahlen. Denn, betrachtet man die Länderergebnisse im Detail, fällt nicht nur die Wiederkehr starker europäischer Partner wie Italien (+28,7 Prozent, 2. Platz) und Frankreich (+29 Prozent, 6. Platz) auf, sondern auch das Abrutschen der USA bei Exporten und Importen. Meinrad Höfferer dazu: „Hier kann man gut ablesen, welche Auswirkungen Handelskonflikte haben: Die Einführung von Zöllen im Warenverkehr zwischen den USA und der EU haben exportseitig zu einem Minus von 15 Prozent und einem Abrutschen der USA auf den 12. Platz in der Kärntner Exportstatistik geführt. Importseitig gibt es sogar ein Minus von 28 Prozent.“ Das Gegenteil zeigt sich laut dem Wirtschaftskammerdirektor am Beispiel Japans: „Das beeindruckenden Export-Plus von 195 % und ein Sprung auf Rang 9 ist auf das im Februar 2019 in Kraft getretene Handelsabkommen mit der EU zurückzuführen.“ Für WK-Präsident Mandl sind das erfreuliche Nachrichten: „Wir verzeichnen Wachstum überall in Europa. Die Entwicklungen in Japan zeigen, dass unsere Anstrengungen, die Märkte mit und für unsere Unternehmen zu erkunden, Früchte tragen.“

Zukunft Digitalisierung

Im Rahmen der Exportoffensive werden durch die Universität Klagenfurt unter anderem regelmäßig vertiefende Länder- und Branchenanalysen durchgeführt, um die länderspezifischen Rahmenbedingungen und Zukunfts- und Innovationstrends von Auslandsmärkten für Exporteure übersichtlich aufzubereiten. Im letzten Jahr lag der Themenschwerpunkt im Bereich Digitalisierungmit dem Ziel, Kärntner Exporteure bei der digitalen Internationalisierung zu unterstützen. „Wir haben im Zuge dessen eine Studie durchgeführt, um zu analysieren, in welchem Digitalisierungsstadium sich Kärntner Exportunternehmen befinden,“ erklärt Projektleiterin Svenja Diegelmann von der Alpen-Adria-Universität.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Kärntner Exporteure den Trend der Digitalisierung erkannt haben. „Wir haben herausgefunden, dass etwa zwei Drittel schon auf einem sehr guten Weg der digitalen Transformation sind“, hält Diegelmann fest. Die Mehrheitder befragten Exportunternehmen (52 %) befindet sich in Reifegradstufe 3 (von 4) (Digital Practitioner). „Das heißt, erste Projekte wurden erfolgreich durchgeführt und die Unternehmen befinden sich auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Sie haben die Chance, zukünftige Wertschöpfungen langfristig aus Digitalgeschäften zu realisieren“, führt die Projektleiterin aus. 34 % der Kärntner Exporteure befinden sich in Reifegradstufe 2 (Digital Starter). Es existiert eine grundlegende Sensibilisierung zum Thema Digitalisierung, allerdings ist bisher kein formaler Ablauf vorhanden, um das Unternehmen von innen heraus digital neu zu erfinden. Bei circa einem Drittel (36 %) der Kärntner Exporteure besteht noch Aufholbedarf. Dies betrifft die Unternehmen in Reifegradstufe 1(Digital Defender). Das sind Unternehmen, die noch keinen Veränderungsprozess eingeleitet haben und so durch die Konkurrenz bedroht sind.

Empfehlungen für die Zukunftsfitness

„Damit man insbesondere die Exportunternehmen in Reifegradstufe 1 und 2 noch besser bei der digitalen Transformation unterstützen kann, sollte man, basierend auf den Ergebnissen, ein Service-und Beratungsangebot für bestehende und neue Export-Unternehmen zu den unterschiedlichen Themen anbieten“, empfiehlt Svenja Diegelmann. Das können Beratungen, Webinare oder Schulungen zu den Themen „Digitale Transformation“ und „Digitales Innovationsmanagement“ oder Weiterbildungen zu „Digital Scouts“ für Führungskräfte und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Außerdem sollten laut Diegelmann digitale Angebote, wie etwa eine Vernetzungsplattform, geschaffen und individuelle Beratungen zu Digitalisierungsprozessen angeboten werden. Diese Handlungsempfehlungen greifen Landesrat Sebastian Schuschnig, WK-Präsident Jürgen Mandl und WK-Direktor Meinrad Höfferer gerne auf: „Wir werden unser Leistungsangebot dementsprechend anpassen, damit die heimischen Exporteure als Wirtschaftsmotor Nr. 1 auch in der digitalen Welt durchstarten können.“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Abteilungsleiterin Außenwirtschaft und EU
MMag. Hemma Kircher-Schneider
05 90 90 4-751
hemma.kircher-schneider@wkk.or.at

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