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Young, wild & .commerce: Den ersten vor dem zweiten Schritt machen

Online vergleichen, stationär kaufen oder umgekehrt: E-Commerce ist das Zukunftsthema schlechthin. Damit die Kärntner Handelsbetriebe internetfit werden, hat die Sparte Handel der Wirtschaftskammer die Plattform „young, wild & .commerce" entwickelt.

Der Kärntner Handel wird digital: Mitentwickler Gernot Mödritscher, Moderatorin Martina Klementin, Gremialgeschäftsführerin Christine Müller, flying tent-Geschäftsführer David Dietrich und Spielwaren Krömer-Geschäftsführer Christian Krömer.
© WKK/qspictures Der Kärntner Handel wird digital: Mitentwickler Gernot Mödritscher, Moderatorin Martina Klementin, Gremialgeschäftsführerin Christine Müller, flying tent-Geschäftsführer David Dietrich und Spielwaren Krömer-Geschäftsführer Christian Krömer.
Der gestrige Abend stand ganz im Zeichen von E-Commerce. Circa 80 online-interessierte Unternehmer fanden sich in der Wirtschaftskammer ein, um einerseits den Experten Christian Krömer, David Dietrich und Gernot Mödritscher Tipps für den eigenen Onlineshop zu entlocken; andererseits, um die neue Plattform "young, wild & .commerce" kennenzulernen. Diese ist, wie WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner bei ihrer Begrüßung feststellte: "Eine frische Idee, die den Kärntner Handel digitalisiert." Gstättner riet den Unternehmern, sich an ihre Kindheit zu erinnern: "Wir sollten die Digitalisierung wie eine ,Gatschlacke' sehen, in die wir gerne reinhüpfen. Die Sparte Handel hilft mit ihrem Know-how, dass die Unternehmer dabei nicht allzu schmutzig werden. Neugierde ist hier das Zauberwort." Als Jury-Mitglied des Top-of-Webshop-Awards weiß die Vizepräsidentin natürlich genau, wie wichtig ein solider Onlineauftritt ist.

Einer, der das auch ganz genau weiß und sein Unternehmen erfolgreich ins Netz gebracht hat, ist Christian Krömer von Spielwaren Krömer aus Deutschland. In seiner Branche ist er ein ganz Großer und verriet in seiner Keynote unverblümt, professionell und überaus sympathisch, was im Web zählt. "Wir müssen da sein, wo der Kunde ist. Wir müssen dieselben Medien nutzen und ihn dort abholen, wo er gerade ist", erklärt Krömer und meint damit nicht nur Webshops, sondern eben auch Facebook, Instagram oder WhatsApp. Aus seiner Erfahrung ist vor allem der Austausch mit dem Kunden wichtig und dieser funktioniert eben über Social Media-Kanäle am besten. Für den Start ins Onlinebusiness empfiehlt der Bayer: "Macht den ersten Schritt vor dem zweiten! Es ist wichtig, überhaupt einmal online aufzutauchen und sucht euch dann gute Partner, die euch bei der Umsetzung helfen, denn kein Unternehmer schafft stationär und online alleine. Gerade bei den Themen Stammdaten, Bezahlsysteme oder Webdesign braucht man Unterstützung." Eine Gefahr, dass in Zukunft alles nur noch online gekauft wird, sieht Krömer übrigens nicht: "Amazon und Zalando sind ständig auf der Suche nach stationären Geschäften. Wir Menschen wollen uns dazwischen auch mal sehen, daher wird der Shopbetrieb auch weiterhin bestehen." Gleichzeitig warnt er aber davor sich ganz vor dem Onlineshoppingtrend zu verschließen: "Wir müssen die Möglichkeiten, die der Markt bietet, auch nützen. Denn eines ist klar: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit."

Diese Zeit hat David Dietrich von flying tent richtig erkannt. Gemeinsam mit seinen beiden Partnern hat er ein einzigartiges Produkt von Kärnten aus weltweit bekannt gemacht. Das Zelt, das als Hängezelt, Hängematte, Ein-Mann-Bodenzelt und Regenponcho verwendet werden kann, mischt gerade die Outdoorszene auf. "Wir haben mit einer Kickstarter-Kampagne begonnen und danach mithilfe von Investoren unser Business aufgebaut", erzählt Dietrich. Das Geheimnis hinter einer erfolgreichen Onlinevermarktung sieht der flying tent-Geschäftsführer in der Emotion: "Mit tollen Bildern und schönen Blogeinträgen kann ich den Kunden digital in unsere Gefühlswelt holen. Sie sehen, was mit dem Produkt alles möglich ist." Beim Thema Umsetzung geht Dietrich mit Krömer konform: "Es ist extrem wichtig, die passenden Dienstleister zu haben. Oftmals sind gerade kleinere Betriebe die bessere Wahl, weil du ihnen als Kunde mehr bedeutest." Dass flying tent ihr Geschäft beherrschen, wird durch diverse Preise - darunter auch der Top-of-Webshop-Award in der Kategorie "Start-up" - klar: "Diese Preise ehren uns sehr. Schlussendlich entscheidet aber der Kunde, wie gut unser Shop ist, in dem er bei uns einkauft."

Um den Kärntner Händlern den Schritt ins Internet zu erleichtern oder ihnen bei komplexeren E-Commerce-Fragen zur Seite zu stehen, hat die Sparte Handel die Plattform "young, wild & .commerce" ins Leben gerufen. "Best Practices, Erfahrungsaustausch und Weiterbildung stehen dabei im Mittelpunkt", weiß Universitätsprofessor Gernot Mödritscher, der gemeinsam mit der Sparte Handel die Plattform entwickelte. Bei Webinaren, Coaching Sessions und
Sundowner Stammtischen können interessierte Unternehmer strategisches und operatives Wissen erwerben, um sich erfolgreich im E-Commerce aufzustellen. "Für uns ist es auch wichtig, dass die Unternehmen uns sagen, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Dann können wir nämlich spezielle Schwerpunkte dazu organisieren", ruft Mödritscher die künftigen Onlinegänger zur aktiven Teilnahme auf. Alle Angebote sind übrigen kostenlos und die Plattform findet man ganz einfach unter www.wko.at/ktn/ywc

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Handel
Christine Müller
T 05 90 90 4-305
Echristine.mueller@wkk.or.at
W wko.at/ktn/ywc

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