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Wohn(t)räume mit kleinem ökologischem Fußabdruck

Das Kärntner Traditionsunternehmen Griffnerhaus plant und errichtet Premium-Fertighäuser in Holzriegelbauweise. Nach Tiefpunkt und Turbulenzen führt Georg Niedersüß das Unternehmen in die Zukunft.

Das Modell „Griffner Classic“ ist das meistverkaufte Griffnerhaus. Die Satteldachlinie mit drei verschiedenen Giebelmöglichkeiten ist das unverwechselbare Markenzeichen.
© Helge Bauer Das Modell „Griffner Classic“ ist das meistverkaufte Griffnerhaus. Die Satteldachlinie mit drei verschiedenen Giebelmöglichkeiten ist das unverwechselbare Markenzeichen.

Der Traum von den eigenen vier Wänden steht wohl bei den meisten Menschen weit oben auf der Liste der Lebensziele. Einer, der bei der Umsetzung helfen kann, ist Georg Niedersüß aus der gleichnamigen Wolfsberger Unternehmerdynastie. Seine Familie betrieb als Franchisenehmer einige OBI-Märkte in Kärnten und der Steiermark, verkaufte diese aber an einen deutschen Heimwerkerkonzern. Anstatt sich auf den Lorbeeren auszuruhen, zog Niedersüß mit Griffnerhaus das ­nächste Projekt an Land. Griffner schlitterte 2013 mit fast 30 Millionen Euro Schulden in den Konkurs. Niedersüß war aber von der Qualität des Produktes und der Mitarbeiter überzeugt und übernahm noch im selben Jahr das Unternehmen nach der Insolvenz. Nach fünf Monaten erfolgte der Neustart der Produktion und die erste Montage eines Hauses. Auch der Haustyp „Bungalow“ wurde eingeführt. Neue Herausforderungen, die viel Feingefühl erforderten. „Die Entscheidungen fielen mir nicht schwer, denn ich wollte schon immer Architekt werden, alleine das Talent fehlte“, erzählt Niedersüß, der privat am liebsten jedes Jahr ein neues Haus bauen würde. Seinen Traumberuf kann er nun als Eigentümer und mittlerweile alleiniger Geschäftsführer von Griffner ausleben. Schon nach zwei Jahren schrieb der Holzhaus-Spezialist wieder schwarze Zahlen. Ein Umstand, betont Niedersüß, der nur in Zusammenarbeit mit seinem Team möglich gewesen sei: „Ich bin wirklich stolz auf meine Mitarbeiter und sie wissen auch, dass sie jederzeit mit allen Problemen zu mir kommen können.“

Qualifizierte Mitarbeiter sind das Wichtigste

100 der ehemals 240 Mitarbeiter wurden übernommen und sie haben in den vergangenen Jahren ganze Arbeit geleistet – über 400 Häuser wurden seit der Übernahme gebaut. Dabei gehe es dem neuen Inhaber nicht darum, mit Griffner reich zu werden, sondern Menschen mit Wohnträumen eine Freude zu bereiten: „Es gibt sicherlich nicht viele Berufe, die so schöne Momente bereiten, wie die Schlüsselübergabe für ein fertiges Haus.“ 

Dabei haben die Kunden die Qual der Wahl zwischen den Modellen Griffner Classic, Box, Square oder Bungalow. Jedes Haus wird durch die freie Planung an die individuellen Bedürfnisse der zukünftigen Bewohner angepasst. Die Preise beginnen bei 250.000 bis 300.000 Euro, im Durchschnitt sollten 400.000 Euro eingeplant werden nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Ein Bild können sich die Kunden in den Musterhäusern in Österreich, Italien, Schweiz, Deutschland oder Tschechien machen. Seit kurzem gibt es gegen einen geringen Unkostenbeitrag auch die Möglichkeit des Probewohnens in einem Griffnerhaus. Ein Wochenende können Interessierte im Musterhaus Classic in St. Stefan ob Stainz (Steiermark) verbringen.

Erst mit dem Kaufvertrag beginnt das Rad zu laufen. Sobald die Baugenehmigung durch ist, gibt es eine Besprechung, in der alle Details wie Fensterfarbe oder Sitz der Steckdosen bestimmt werden. Rund 150 Stunden wendet ein Mitarbeiter für die Planung auf. Nach neun bis maximal zwölf Monaten ist das Haus schlüsselfertig.

Wer auf Qualität setzt, hat länger etwas davon

„Danach folgt der Beginn eines neuen Lebensabschnittes“, weiß Niedersüß, der überzeugt davon ist, „dass die Bewohner von Griffnerhäusern glücklicher sind, länger leben und sich weniger oft scheiden lassen.“ Wissenschaftlich belegt ist diese These nicht, aber es habe in den vergangenen Jahren keine Beschwerde von einem Griffnerhaus-Besitzer gegeben, bestätigt der Geschäftsführer.

Qualität sei auch das entscheidende Kriterium bei Griffner.  Verwendet werden nur heimische Hölzer und gefertigt wird ausschließlich in der Produktion in Griffen. Holz wirkt wie eine natürliche Klimaanlage, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab. Im Gebäudeinneren werden die Hölzer völlig lösungsmittelfrei behandelt, um jegliche Schadstoffe zu vermeiden. In Kombination mit Holzfaser und Kork als Dämmstoff entstehe so ein Gebäude mit optimaler Energiebilanz und gesundem Raumklima. Von diesem Konzept überzeugt seien in Österreich vor allem Kunden aus Wien, Graz, Linz und Salzburg. Steigend sei auch der Exportanteil nach Italien, in die Schweiz und vor allem nach Deutschland.

In Zukunft wolle das Unternehmen selber als Bauträger auftreten. Baugrund werde knapper und teurer – das neue Projekt „Town House“ ermögliche es, erstmals Reihenhäuser in bewährter Griffner-Qualität zu erwerben.

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