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Wirtschaftspositionen im Fokus

Die Spitzenkandidaten der fünf Regierungsparteien stehen Rede und Antwort.

Am 4. März geht es in Kärnten zur Wahl.
© Fotolia/ra2 studio Am 4. März geht es in Kärnten zur Wahl. Wir haben vorab mit fünf Spitzenkandidaten gesprochen.

Am 4. März ist es soweit: Kärnten wählt! Wir haben die Spitzenkandidaten der Parteien auf Herz und Nieren geprüft – vor allem, was ihre Vorhaben für die Kärntner Wirtschaft betrifft.

Peter Kaiser SPÖ
© KK

Floriert die Wirtschaft, gibt es Arbeit und Wohlstand. Was sind für Sie kurzfris­tig die wichtigsten Schritte für ein erfolgreiches Unternehmerland Kärnten?

Kärntner Unternehmen bei Betriebsgründungen/-erweiterungen unbürokratisch helfen, ihre Internationalisierungs- sowie Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen, ein investitionsfreundliches Klima sicherstellen, Förderprogramme noch zielgerichteter einsetzen.

Für Wettbewerbs­fähigkeit und Wachstum sind oft Investitionen nötig. Wo sehen Sie in der Infrastruktur raschen Investitions­bedarf?

Beim Ausbau von Breitband­internet, in einer Straßensanierungsoffensive sowie im Bereich Schienen­infras­truktur. Durch die Kor­alm­bahn, den Ausbau des Lo­gis­tik­center Austria South oder den Vollausbau des Karawankentunnels wird Kärnten an Bedeutung gewinnen. Beim Ausbau von Breitband­internet, in einer Straßensanierungsoffensive sowie im Bereich Schienen­infras­truktur. Durch die Kor­alm­bahn, den Ausbau des Lo­gis­tik­center Austria South oder den Vollausbau des Karawankentunnels wird Kärnten an Bedeutung gewinnen. 

Vielen in der Wirtschaft sind überbordende Vorschriften und Regelungen ein Ärgernis. Ihre Beispiele für weniger ­Bürokratie?

In der Projektgruppe des Landes und der Interessenvertretungen „Wirtschaftsstandort Kärnten“ wurden Verbesserungen bei Betriebsanlagenrecht, Verfahrenseffizienz und Deregulierung von Rechtsnormen erarbeitet. Darauf aufbauend werden nächste Schritte gesetzt.

Von der Idee zum Projekt und dann zur Genehmigung. Wie können Verfahren schneller laufen, wenn jemand Neues umsetzen will?

Durch gemeinsame Abwicklung von Bau- und Betriebsanlagengenehmigungen, die Installierung von Verfahrenskoordinatoren oder verstärkten Einsatz von nichtamtlichen SVs. Wichtig für rasche Verfahren ist auch die Qualität der Einreichprojekte. Dabei kann die WK helfen.

Kärnten leidet massiv unter dem Brain Drain, der Abwanderung qualifizierter Menschen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Durch ein Bündel von Maßnahmen: Schaffung hoch qualifizierter Arbeitsplätze, Unternehmensgründungen unterstützen, Ausbau bzw. die Verbreiterung der Innovationsleis­tung der Kärnten Wirtschaft, Stärkung des Bildungsstandortes, kinderfreundlichste Region werden …

Sanierungsbedürftige Straßen, offene Fragen bei der Bahntrassierung. Was sind Ihre wichtigsten Infrastruktur-Vorhaben und wo nehmen Sie das Geld her?

Die notwendigen Mittel für eine Straßensanierungsoffensive müssen aus dem Budget kommen, z. B. durch geringere Ausgaben im Bereich Asyl. Wichtige Straßen- und Schieneninfrastrukturprojekte werden mit dem Bund bzw. Partnern wie ÖBB oder ASFINAG umgesetzt. 

Umbruch und neue Chancen durch die Digitalisierung. Wie kann die Kärntner Wirtschaft in diesem Umfeld zu neuen Chancen kommen?

(Produktions-)Abläufe werden beschleunigt, viele Beschäftigungen und Spezial-Know-how standortunabhängig (Telemedizin, Steuerungen via App, Dienstleistungen, Onlinehan­del …). Durch die Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung unterstützt das Land die Betriebe. 


Gernot Darmann FPÖ
© KK

Floriert die Wirtschaft, gibt es Arbeit und Wohlstand. Was sind für Sie kurzfris­tig die wichtigsten Schritte für ein erfolgreiches Unternehmerland Kärnten?

Wegen verfehlter Wirtschaftspolitik hat Kärnten an Boden verloren. Wir möchten das von der SPÖ abgeschaffte Unternehmerservice wiedereröffnen. Ebenso soll eine neue Projektentwicklungsgesellschaft wieder große Leuchtturmprojekte ermöglichen.

Für Wettbewerbs­fähigkeit und Wachstum sind oft Investitionen nötig. Wo sehen Sie in der Infrastruktur raschen Investitions­bedarf?

Die Koralmbahn und der Lakeside-Park sind FPÖ-Erfolgsprojekte, die wir weiter entwickeln. Mit Infrastrukturminister Hofer werden wir Kärnten wiederbeleben. Der Flughafen muss endlich abgesichert, Forschungseinrichtungen und Logistik­terminals ausgebaut werden.

Vielen in der Wirtschaft sind überbordende Vorschriften und Regelungen ein Ärgernis. Ihre Beispiele für weniger ­Bürokratie?

SPÖ und Grüne haben ein Naturschutzgesetz mit 91 Einzelbestimmungen geschaffen. Wir werden das reparieren. Alle Gesetze sollen auf „Wirtschaftsfreundlichkeit“ geprüft werden. Zur Wohnbauförderung: Wir wollen eine echte Bauförderung und kein Bürokratiemonster.

Von der Idee zum Projekt und dann zur Genehmigung. Wie können Verfahren schneller laufen, wenn jemand Neues umsetzen will?

Die FPÖ will eine Projektentwicklungsgesellschaft einrichten. Diese soll die Aufgaben der EAK wahrnehmen, Projekte fertig planen und genehmigen lassen, um sie Unternehmern und Inves­toren zur Umsetzung anzubieten. Damit wird das Risiko langer Verfahren genommen.

Kärnten leidet massiv unter dem Brain Drain, der Abwanderung qualifizierter Menschen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Wir müssen unseren Bildungsstandort dringend weiterentwickeln. Ziel muss sein, dass die Jugend in Kärnten einen attraktiven Ausbildungsplatz bekommt und dann durch entsprechende Unterstützung der Unternehmen einen guten Job.

Sanierungsbedürftige Straßen, offene Fragen bei der Bahntrassierung. Was sind Ihre wichtigsten Infrastruktur-Vorhaben und wo nehmen Sie das Geld her?

Wir möchten ein Investitionsprogramm schnüren. Insbesondere wollen wir die B100, die S37 und die Wörtherseetrasse angehen. Wir werden Unterstützung des Bundes brauchen, da Kärnten nach dem 1,2-Mrd.-Euro-Heta-Geschenk nach Wien über zu wenig Mittel verfügt.

Umbruch und neue Chancen durch die Digitalisierung. Wie kann die Kärntner Wirtschaft in diesem Umfeld zu neuen Chancen kommen?

Im Bereich des schnellen Internets ist Kärnten aufgrund der Untätigkeit der Koalition leider Schlusslicht. Wir brauchen eine flächendeckende Versorgung mit dem Glasfasernetz und müssen gerade die kleinen Unternehmen im Bereich „Digitalisierung“ unterstützen.


Christian Benger ÖVP
© KK

Floriert die Wirtschaft, gibt es Arbeit und Wohlstand. Was sind für Sie kurzfris­tig die wichtigsten Schritte für ein erfolgreiches Unternehmerland Kärnten?

Die positive Grundstimmung in Politik und Verwaltung für das Unternehmertum und damit der Umsetzungsmodus. Die Verwaltung muss die Betriebe unterstützen, Erweiterungen, Gründungen usw. rasch möglich machen und darf nicht behindern. Das geht sofort.

Für Wettbewerbs­fähigkeit und Wachstum sind oft Investitionen nötig. Wo sehen Sie in der Infrastruktur raschen Investitions­bedarf?

In der Digitalisierung, im Breitbandausbau und bei den Straßen. Mobilität ist die Voraussetzung für einen lebendigen ländlichen Raum, für Betriebsansiedelungen, Gründungen, Arbeitsplätze und dafür, dass die Jungen in der Heimat erfolgreich sein können.

Vielen in der Wirtschaft sind überbordende Vorschriften und Regelungen ein Ärgernis. Ihre Beispiele für weniger ­Bürokratie?

1. Die Gesetze so auslegen, dass Umsetzung möglich.
2. Alles muss schneller gehen.
3. Abschaffung sämtlicher Beiräte, die im Schatten der Regierung tätig sind. 4. Keine neuen Gesetze, ohne ein altes abzuschaffen. 5. Gesetze so verfassen, dass sie jeder versteht.

Von der Idee zum Projekt und dann zur Genehmigung. Wie können Verfahren schneller laufen, wenn jemand Neues umsetzen will?

Indem die Grundeinstellung in der Verwaltung sofort geändert wird: Vom Behindern und Verhindern zum Ermöglichen. Es kann nicht sein, dass in der Verwaltung Akte unbegründet liegen bleiben und hin und her geschoben werden. 

Kärnten leidet massiv unter dem Brain Drain, der Abwanderung qualifizierter Menschen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Wir brauchen eine Ausbildung, die den Jobanforderungen gerecht wird. Wir brauchen eine technische Ausbildung, Ausbildung in den MINT-Fächern. Wir brauchen einen Gründergeist und müssen Kapital zur Verfügung stellen und Scheitern mit einkalkulieren.

Sanierungsbedürftige Straßen, offene Fragen bei der Bahntrassierung. Was sind Ihre wichtigsten Infrastruktur-Vorhaben und wo nehmen Sie das Geld her?

Wir müssen mit den Ausgaben runter. Kärnten muss endlich aus eigener Kraft Budget-Freiräume schaffen, um Investitionen zu tätigen. Aber angehen müssen wir es, dann können wir Breitband ausbauen, Straßen sanieren und damit Arbeitsplätze schaffen.

Umbruch und neue Chancen durch die Digitalisierung. Wie kann die Kärntner Wirtschaft in diesem Umfeld zu neuen Chancen kommen?

Wer nicht im Netz ist, ist nicht am Markt. Wir brauchen eine Breitband-Revolution bis ins kleinste Dorf. Was früher das Telefon, das Fax, ist heute das Breitband. Die Digitalisierung verlangt hoch qualifizierte Fachkräfte – wieder eine Chance für die Jugend.  


Rolf Holub Grüne
© KK

Floriert die Wirtschaft, gibt es Arbeit und Wohlstand. Was sind für Sie kurzfris­tig die wichtigsten Schritte für ein erfolgreiches Unternehmerland Kärnten?

Nachhaltiges Wirtschaften in der Region, die Wertschöpfungsketten sollen bei uns bleiben. Erstellung eines Wirt­schaft-­Mas­terplans unter Einbeziehung aller Orte, Bezirke, Unternehmer, Arbeitnehmer und Konsumenten. Vereinfachte Abläufe, Breitbandausbau.

Für Wettbewerbs­fähigkeit und Wachstum sind oft Investitionen nötig. Wo sehen Sie in der Infrastruktur raschen Investitions­bedarf?

Wesentlich für Kärnten ist der Breitbandausbau. Das wich­tigs­te jedoch ist die geistige Infrastruktur: Bildung von Netzwerken mit anderen Menschen und Unternehmen. Kreativität entsteht durch das Zusammenführen unterschiedlicher Potenziale.  

Vielen in der Wirtschaft sind überbordende Vorschriften und Regelungen ein Ärgernis. Ihre Beispiele für weniger ­Bürokratie?

One-Stop-Shops, bei denen man bei einem Ansprechpartner mehrere Behördengänge abwickeln kann. Alle betroffenen Institutionen setzen sich an einem Tisch zusammen, eventuell im Beisein des Antragstellers.

Von der Idee zum Projekt und dann zur Genehmigung. Wie können Verfahren schneller laufen, wenn jemand Neues umsetzen will?

Neben One-Stop-Shops brauchen wir auch eine Liberalisierung der Gewerbeordnung. Lean-Management-Projekte für alle Genehmigungsverfahren. Elektronischer Aktenlauf mit Fristenvorgabe.

Kärnten leidet massiv unter dem Brain Drain, der Abwanderung qualifizierter Menschen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Die Ausbildung im Land muss aufgewertet werden, besonders die Universität, evtl. mit Fernstudien. Vernetzungstreffen durch Kreativworkshops mit Landsleuten, die bereits außerhalb Kärntens leben. Vernetzung dieser Personen mit bestehenden Kärntner Unternehmen.

Sanierungsbedürftige Straßen, offene Fragen bei der Bahntrassierung. Was sind Ihre wichtigsten Infrastruktur-Vorhaben und wo nehmen Sie das Geld her?

Im Mobilitätsmasterplan haben wir ein umfassendes Konzept zur Modernisierung der Kärntner Verkehrswege mit vernünftigen Priorisierungen.

Umbruch und neue Chancen durch die Digitalisierung. Wie kann die Kärntner Wirtschaft in diesem Umfeld zu neuen Chancen kommen?

Der globale Markt ist um die Ecke! Dazu öffnet uns die Digitalisierung die Pforten – die UnternehmerInnen müssen nur zukunftsfit sein, was auch Aufgabe der Wirtschaftskammer ist.


Gerhard Köfer Team Kärnten
© KK

Floriert die Wirtschaft, gibt es Arbeit und Wohlstand. Was sind für Sie kurzfris­tig die wichtigsten Schritte für ein erfolgreiches Unternehmerland Kärnten?

Wir stehen für einen massiven Bürokratieabbau. Gesetze und Verordnungen müssen ausgemistet und einem Frühjahrs­putz unterzogen werden. Wir wollen, dass Beamte bei Projekten als Umsetzungsmotoren wirken und Vorhaben realisiert werden.

Für Wettbewerbs­fähigkeit und Wachstum sind oft Investitionen nötig. Wo sehen Sie in der Infrastruktur raschen Investitions­bedarf?

Die Politik hat für perfekte Rahmenbedingungen zu sorgen. Analoge Straßen aus Asphalt und digitale Straßen (Breitbandausbau) sind die Lebens­adern für die Wirtschaft. Hier muss es zu Investitionen durch die öffentliche Hand kommen.

Vielen in der Wirtschaft sind überbordende Vorschriften und Regelungen ein Ärgernis. Ihre Beispiele für weniger ­Bürokratie?

Wir wollen ganz früh anfangen und zum Beispiel Gründern ein bürokratiefreies erstes Jahr ermöglichen. Gründer sollen sich auf ihre Geschäftsidee konzentrieren können und nicht auf überflüssige Formulare und behördlichen Papierkram.

Von der Idee zum Projekt und dann zur Genehmigung. Wie können Verfahren schneller laufen, wenn jemand Neues umsetzen will?

Wir fordern, dass Beamte vom Verhinderungs- in den Umsetzungsmodus kommen: Sie sollen Projektwerbern, die Vorhaben realisieren wollen, mögliche Wege aufzeigen, wie etwas gelingen kann, und nicht erklären, wie und warum etwas nicht geht.

Kärnten leidet massiv unter dem Brain Drain, der Abwanderung qualifizierter Menschen. Wie wollen Sie dem begegnen?

Wir brauchen im Hochschulbereich mehr Angebote, vor allem in der Technik. Zudem gilt es den ländlichen Raum zu erhalten und abzusichern, beispielsweise durch den Erhalt von Kleinschulen, denn: Stirbt die Schule, dann stirbt auch der Ort.

Sanierungsbedürftige Straßen, offene Fragen bei der Bahntrassierung. Was sind Ihre wichtigsten Infrastruktur-Vorhaben und wo nehmen Sie das Geld her?

Neben dem Sicherheitsausbau der S37 und der B100 ist es für uns zentral, Straßensanierungen in ganz Kärnten durchzuführen. Die Finanzierung kann zum Beispiel durch die Wiedereinführung der Zweckbindung bei der Mineralölsteuer erfolgen.

Umbruch und neue Chancen durch die Digitalisierung. Wie kann die Kärntner Wirtschaft in diesem Umfeld zu neuen Chancen kommen?

Um die Chance der Digitalisierung überhaupt nützen zu können, ist es entscheidend, dass der Breitbandausbau in Kärnten zügig fort- und umgesetzt wird. Wenn hier nichts passiert, wird der Wirtschaftsstandort Kärnten massiv geschädigt. 




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