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Wirtschaftsparlament in Hochkonjunktur

Kärntens Wirtschaft ist in bester Laune: Landeshauptmann Kaiser und WK-Präsident Mandl betonen die Zusammenarbeit, bestärken die Sozialpartnerschaft und loben das Regierungsprogramm.

•	WK-Präsident Jürgen Mandl, WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner und Landeshauptmann Peter Kaiser bei der heutigen Früjahrssession des Kärntner Wirtschaftsparlamentes
© WKK/Lobitzer • WK-Präsident Jürgen Mandl, WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner und Landeshauptmann Peter Kaiser bei der heutigen Früjahrssession des Kärntner Wirtschaftsparlamentes
Die gute Konjunktur in Kärnten sorgt auch bei den heimischen Unternehmerinnen und Unternehmern für gute Stimmung: Die heute abgehaltene Frühjahrssession des Kärntner Wirtschaftsparlaments

Daran hatte allerdings auch der erste, mit einiger Spannung erwartete Tagesordnungspunkt seinen Anteil: Landeshauptmann Peter Kaiser war der Einladung von Kammerpräsident Jürgen Mandl gefolgt, das neue Regierungsprogramm der Kärnten Koalition den Wirtschaftstreibenden vorzustellen. Kaiser brach gleich zu Beginn eine Lanze für die Sozialpartnerschaft als "unverzichtbaren Teil unserer Identität". Selbstverständlich müsse man auch die Sozialpartnerschaft immer wieder kritisch hinterfragen, sie sei aber letztlich auch ein Standort- und Produktivitätsfaktor.

Besonders hob Kaiser die Internationalität des Standorts im Alpen-Adria-Raum, die künftige Wirtschaftsombudsstelle zur Verbesserung der Zusammenarbeit der Unternehmer mit der öffentlichen Verwaltung und das bleibende Bekenntnis zu Kärnten als unternehmerfreundlichster Region Österreichs: "Das ist nicht irgendwann erledigt, sondern das bleibt unser prozesshaftes und permanentes Bemühen." Große Bedeutung misst der Landeshauptmann auch dem künftigen Standortmarketing bei, das allen Interessierten zeigen solle, was es an Chancen und Entwicklungen in Kärnten gebe. Dazu gehört auch die Einrichtung eines "Carinthian Welcome Center": "Wir wollen unser nach außen gewandtes Bemühen sichtbarer machen und Menschen zu uns einladen."

Von der kürzlich präsentierten Investitionsentscheidung von Infineon über 1,6 Milliarden Euro - "die größte jemals getätigte Investition eines Privatunternehmens in Österreich" - erwartet sich Kaiser positive Auswirkungen auf den gesamten, Industrie-, Tourismus- und Lebensstandort, der "neue Perspektiven für Wirtschaft und Gesellschaft 4.0" eröffnen werde. Dazu passt gut, dass laut aktuellem Rechnungsabschluss das Land Kärnten im Jahr 2017 seine Bruttoregionalprodukt - "die Wertschöpfung aller arbeitenden Menschen im Land" - von 19,2 auf 20,2 Milliarden Euro steigern konnte. Kaiser: "Das ist herzeigbar, das lässt uns den Blick mit Zuversicht nach vorne richten!"

WK-Präsident Jürgen Mandl schloss sich den guten Nachrichten des Landeshauptmannes gleich an und verkündete: "Seit dem Juli 2014 habe ich nun die Ehre und Freude, diesem Haus vorstehen zu dürfen, und in diesen bald vier Jahren hatte ich noch nie die Gelegenheit, Ihnen so gute Nachrichten überbringen zu können wie heute." Grund dafür ist die wirtschaftliche Situation, die sich im Laufe des vergangenen Jahres deutlich belebt hat. "Österreichs Wirtschaft ist 2017 real um 3 Prozent gewachsen, so stark wie seit 2007 nicht mehr. Und genau diese drei Prozent Wachstum hat auch Kärnten erreicht und liegt damit genau in der Mitte der Bundesländer, noch vor Niederösterreich, Wien und Salzburg", so Mandl. Und auch im Export liegt Kärnten mit einem Plus von 8,1 Prozent und einem Überschuss in der der Außenhandelsbilanz von 586 Millionen Euro im absoluten Spitzenfeld.

Eine weitere wichtige Säule des Erfolges ist laut dem Wirtschaftskammerpräsidenten der Tourismus: "Nach 15 Jahren hat Kärnten wieder mehr als 13 Millionen Nächtigungen verbucht. Dazu kommt, dass die Investitionen im Tourismus auf einem Höchststand sind: 108 Millionen Euro wurden von 214 Betrieben im vergangenen Jahr in den Kärntner Tourismus investiert." Bei diesen positiven Meldungen stellt sich für den Mandl aber auch die Frage, wie man dieses "wirtschaftlich schöne Wetter" nutzen kann. Drei Themen seien für eine erfolgreiche Weiterentwicklung ausschlaggebend: Entbürokratisierung, Fachkräfte und Infrastruktur. Konkret ging Mandl auf Punkte aus dem von der Kärntner Wirtschaft entwickeltem Standortprogramm ein: "In den vergangenen Monaten hat die Wirtschaftskammer - auch gemeinsam mit unserem Sozialpartner Arbeiterkammer - intensiv an Zukunftsprogrammen für den Wirtschafts- und Lebensstandort Kärnten gearbeitet. Nun ist es gelungen, zahlreiche für die Weiterentwicklung der Unternehmen und des Arbeitsmarktes notwendige Maßnahmen und Vorhaben im aktuellen Regierungsprogramm zu verankern. Wortwörtlich wird die ,konsequente Umsetzung des Standortprogramms der Kärntner Wirtschaft' dort angeführt. In dieser neuen Gemeinsamkeit wollen wir Bürokratiehemmnisse beseitigen, Investitionen erleichtern, die Facharbeiterproblematik lösen und Kärnten insgesamt zu einem noch besseren Platz machen: Denn je mehr die Wirtschaft wächst, desto attraktiver wird es für junge Menschen, hierzubleiben oder auch wieder zurückzukehren."

Im Fokus steht für Jürgen Mandl der "Entbürokratisierungsmasterplan", bei dem er für die Unternehmen mehr Effizienz, Schnelligkeit und Rechtssicherheit fordert. Auch die Förderung von klein- und mittelständischen Betrieben, die Fortführung der Exportoffensive und das Bekenntnis zum Bestbieterprinzip sind für den WK-Präsidenten bedeutende Faktoren für einen gesunden Wirtschaftsstandort. Der zweite Schlüssel zum Erfolg sei die Modernisierung des Bildungswesens: "Wir brauchen neue Modelle wie die Lehre mit Matura, aber auch die Lehre nach der Matura. Dazu werden allerdings eigene Berufsschulklassen für Maturanten nötig, wofür wir und als Wirtschaftskammer mit dem WIFI anbieten. Die Erfahrung ist vorhanden: WK und WIFI sind schon heute - nach der öffentlichen Hand - die größte Bildungsorganisation des Landes und haben in den vergangenen 15 Jahren mehr als 50 Millionen Euro in Bildungseinrichtungen investiert."

Zum Abschluss hob Mandl noch die hohe Relevanz eines Infrastrukturkatasters hervor: "Wir brauchen eine zentrale Anlaufstelle, um prioritäre Straßenbau-Projekte starten zu können und den Ausbau des Datenhighways auf Glasfaserbasis zu forcieren. Weitere wichtige Punkte sind die Bahntrassenführung im Zentralraum entlang des Wörthersees, der Ausbau von Logistikzentren und die Aufwertung der Regionen durch Güterverkehrszentren." Für WK-Präsident Jürgen Mandl wäre es das schönste, wenn das von Kaiser angedachte "Welcome Center" nicht benötigt werde, "weil Kärnten ohnehin wirtschaftlich stark, erfolgreich und spaßig ist, sodass niemand von hier weg möchte."

WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner im Kreise der Bezirksvorsitzenden, dem WK-Team von Frau in der Wirtschaft sowie WK-Präsident Jürgen Mandl
© WKK/Lobitzer WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner im Kreise der Bezirksvorsitzenden, dem WK-Team von Frau in der Wirtschaft sowie WK-Präsident Jürgen Mandl

In der heutigen Frühjahrssession des Wirtschaftsparlamentes wurde die Vorfeldorganisation "Frau in der Wirtschaft" besonders hervorgehoben. Ein eindrucksvolles Video zeigte die vielfältigen Tätigkeiten und den großen Einsatz von der Vorsitzenden Sylvia Gstättner und ihrem Team. "Wir betreuen rund 16.000 Kärntner Unternehmerinnen, vertreten ihre Interessen, unterstützen sie bei Fragen des betrieblichen Alltages und bieten ihnen bei diversen Netzwerkveranstaltungen Raum und Zeit sich mit anderen Selbstständigen auszutauschen", fasst Gstättner zusammen. In den letzten zehn Jahren hat Frau in der Wirtschaft 800 Betriebe besucht und 400 Veranstaltungen organisiert, es wurde die FEMcademy gegründet und ein umfangreiches Sommerprogramm für Kinder auf die Beine gestellt. Zusätzlich werden Unternehmerinnen des Monats sowie die Unternehmerin des Jahres gekürt. "Diese Bilanz ist beeindruckend und ich bedanke mich bei dem gesamten Team und den ehrenamtlich tätigen Bezirksvorsitzenden", so Sylvia Gstättner, die mit Ende des Monats ihre Funktion als Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kärnten zurücklegt. WK-Präsident Jürgen Mandl ließ diese Gelegenheit nicht aus, um sich bei Gstättner für ihren unermüdlichen Einsatz und ihr Engagement zu bedanken und überreichte ihr die silberne Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer Kärnten.

Der vom Wirtschaftsparlament einstimmig beschlossene Rechnungsabschluss der Kammer für das Jahr 2017 weist ein ausgeglichenes Ergebnis aus. Die  Gesamteinnahmen inklusive dem Finanzerfolg belaufen sich auf Euro 28.711.663. Davon entfällt auf die Finanzierung aus Kammerumlagen 68,9 Prozent.  Die gesamten betrieblichen Aufwendungen inklusive der Bewegungen über zweckgebundenen Rücklagen beträgt Euro 28.711.663.

Die Kammer konnte durch effizientes Kostenmanagement die strategische Zielvorgabe, die laufenden Ausgaben durch laufende Einnahmen zu decken, erfüllen. Aus dem laufenden Haushalt 2017 konnten auch die Investitionen ohne Rücklagenauflösung finanziert werden. Trotzdem wird es weiterer Anstrengungen bedürfen, die Zukunftsvorhaben im Rahmen des Projektes WKO 4.0 umzusetzen.

Die Rechnungsabschlüsse der Fachgruppen weisen insgesamt einen Bilanzgewinn von € 531.356,11 aus. Sie wurden geprüft und vom Erweiterten Präsidium der Wirtschaftskammer Kärnten genehmigt.

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