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Wirtschaftsfaktor Ein-Personen-Unternehmen: Wertschöpfung wie ein 10. Bundesland

Beim EPU-Symposium im MAKERSPACE Carinthia wurden die Ergebnisse der aktuellen EPU-Studie präsentierten. Sie zeigen ein klares Bild: Ein-Personen-Unternehmen sind Erfolgsmodelle.

Idealer Ort für innovative EPU: Christoph Aste, Vorsitzender des Beirates für EPU, WK-Präsident Jürgen Mandl, JW-Bundesvorsitzende Christiane Holzinger und Eva Heckel von der KMU-Forschung Austria im MAKERSPACE Carinthia.
© WKK/Fritz-Press Idealer Ort für innovative EPU: Christoph Aste, Vorsitzender des Beirates für EPU, WK-Präsident Jürgen Mandl, JW-Bundesvorsitzende Christiane Holzinger und Eva Heckel von der KMU-Forschung Austria im MAKERSPACE Carinthia.
„EPU sind nicht nur ein oft unterschätzter Wirtschaftsfaktor, sondern auch Innovatoren und Exporteure“, betonte WK-Präsident Jürgen Mandl anlässlich der Präsentation der aktuellen Studie „EPU Monitoringbericht 2018/19“ der KMU-Forschung Austria gemeinsam mit Christoph Aste, dem Vorsitzenden des EPU-Beirates, JW-Bundesvorsitzender Christiane Holzinger und Studienautorin Eva Heckl von der KMU-Forschung Austria.



Rund 316.000 Ein-Personen-Unternehmen (EPU) waren 2018 in Österreich - 19.000 in Kärnten – Chef, Mitarbeiter und Multitalent in einer Person. Damit machen diese Potenziale österreichweit 60 Prozent und in Kärnten 56 Prozent aller heimischen Unternehmen aus. „Die Studie räumt mit Vorurteilen auf und spiegelt die Wirtschaftskraft der EPU wider: Der Großteil der EPU entscheidet sich bewusst für die Selbständigkeit, um sich in einem erfüllteren Arbeitsleben zu verwirklichen. Für viele Branchen ist das einfach die ideale Unternehmensform“, schilderte EPU-Sprecher Aste die Kleinstunternehmen als unverzichtbaren Bestandteil der Kärntner Wirtschaft.

Von Selbstverwirklichung bis flexible Arbeitszeit

Den dezidierten und bewussten Wunsch zur Selbständigkeit erklärte Eva Heckl von der KMU-Forschung Austria durch die Gründungsmotive Unabhängigkeit (79 Prozent), Selbstverwirklichung (76 Prozent) und flexiblere Zeiteinteilung (69 Prozent). „Die Tätigkeit als EPU ist mehr als nur Arbeit. Es geht um individuelle Entfaltung und Selbstverwirklichung. Wer selbständig sein möchte, der soll sich frei dafür entscheiden können. Hier mit Überreglementierung die Entscheidungsfreiheit einzuschränken, ist der falsche Weg“, spielte Christoph Aste längst überfällige Erleichterungen für EPU an. Hauptforderungen sind etwa, dass der Arbeitsplatz im Wohnungsverband steuerlich begünstigt wird, die Abschreibungsmöglichkeiten für geringwertige Wirtschaftsgüter verbessert werden und die Umsatzgrenze Kleinstunternehmerregelung von 30.000 Euro auf 35.000 Euro angehoben wird, wie in der zuletzt präsentierten Steuerreform der geplatzten Bundesregierung vorgesehen.

Drei Viertel aller EPU üben ihre unternehmerische Tätigkeit hauptberuflich aus, davon 82 Prozent in Voll- und 20 Prozent in Teilzeit. Und das nicht nur innerhalb Österreichs, denn: „Für 27 Prozent sind internationale Kontakte auf der Beschaffungsseite relevant, ein Viertel aller EPU erwirtschaftet sogar Umsätze im Export“, führte die KMU-Expertin aus und weist auch auf den guten Ausbildungsstand der Solo-Selbstständigen hin: „35 Prozent verfügen über einen Uni- oder Fachhochschulabschluss. Die durchschnittliche Branchenerfahrung bei der Gründung beträgt zehn Jahre“.

Wertschöpfung wie ein zehntes Bundesland

JW-Bundesvorsitzende Christiane Holzinger verdeutlichte die Wirtschafts- und Innovationskraft der Einzelkämpfer anhand eines Beispiels: „Die Bruttowertschöpfung der EPU beträgt acht Milliarden Euro im Jahr. Das ist vergleichbar mit der Wirtschaftsleistung des Burgenlandes. So kann man eigentlich sagen, dass die diese 60 Prozent an Unternehmer ein zehntes Bundesland bilden.“ Gerade in der Jungen Wirtschaft ist der Anteil mit 80 Prozent sehr hoch. „Viele junge Unternehmer wollen flexibel sein, sich selbst verwirklichen und auch als digitale Nomaden leben, die immer und überall arbeiten können. Dabei bieten sie Spezialwissen an und haben einen extrem hohen Willen zur Fortbildung“, weiß Holzinger.

WK-Präsident Jürgen Mandl wies zum Abschluss noch darauf hin, dass jedes große Unternehmen einmal klein angefangen hat - vielleicht sogar in einer Garage. „Große Ideen werden oft in Garagen geboren. Hier bieten wir mit dem MAKERSPACE Carinthia, der ein Mix aus Werkstatt und Workspace ist, die optimale Basis, um sich als EPU auszuprobieren, auszutauschen und seine Unternehmensidee zu verwirklichen.“

Hier finden Sie alle Informationen für den Einstieg als Ein-Personen-Unternehmen (EPU)

Rückfragen:

Wirtschaftskammer Kärnten
Ing. Mag. Herwig Draxler
EPU-Beauftragter
T 05 90 90 4-770
E herwig.draxler@wkk.or.at

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