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Wirtschaft unterstützt Hilfsprojekt in Kolumbien

Die Wirtschaftskammer Kärnten unterstützt Hilfsprojekte in Kolumbien. Bei einer Wirtschaftsmission wurde kürzlich eine Spende übergeben.

In Kolumbien unterstützt das Hilfswerk International unter der Leitung des Kärntners Stefan Fritz Agrar- und Schulprojekte der indigenen Völker.
© KK/Hilfswerk International In Kolumbien unterstützt das Hilfswerk International unter der Leitung des Kärntners Stefan Fritz Agrar- und Schulprojekte der indigenen Völker.

Mehr als 50 Jahre Angst. Mehr als 50 Jahre Versteckspiel und Flucht. Mehr als 50 Jahre Ringen nach Frieden. Die bewaffneten Konflikte in Kolumbien sind auch nach dem Friedensschluss mit der Guerillaorganisation FARC allgegenwärtig. Zahlreiche Menschenleben waren Opfer der blutigen Unruhen, darunter viele Mitglieder der 80 indigenen Gruppen in Kolumbien. 

Seit 1990 unterstützt das Hilfswerk International Familien in Krisenregionen und benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Seit 17 Jahren arbeitet das Hilfswerk an Projekten in Kolumbien. Für Kolumbien besteht aktuell noch Hoffnung, denn zumindest am Papier ist der Frieden nahe. Bildung, Katastrophenhilfe, Soziales, Recht, Gesundheit, medizinische Versorgung, Landwirtschaft und Ernährungssicherheit, Strom- und Wasserversorgung, Wiederaufbau und Wohnraum sowie wirtschaftliche Entwicklung sind die Schwerpunkte der Hilfsaktionen. „Alles unter dem Motto ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘“, erklärt Stefan Fritz, Geschäftsführer des Hilfswerks International. Bei einer Wirtschaftsmission trafen kürzlich Kärntner Unternehmer und Vertreter der Wirtschaftskammer Kärnten auf den gebürtigen Poggersdorfer. „Wir versuchen in Kolumbien die wirtschaftliche, demokratische und ökologische Entwicklung zu stärken. Und das alles in Zusammenarbeit mit der österreichischen Wirtschaft.“ 

Unterstützung durch die WK 

Globale soziale Verantwortung und Respekt vor den Traditionen der Indigenen in Kolumbien steht dabei im Vordergrund. Als Beispiel nennt Fritz die Nukak, ein Wandervolk am Amazonas. Die Traditionen der Naturvölker basieren auf einfachen Grundlagen, sie leben im Einklang mit der Natur. Je mehr davon allerdings zerstört oder für sie wegen politischer und militärischer Gründe nicht mehr nutzbar wird, desto kleiner wird die Lebensgrundlage der Nukak. 

Knapp 900.000 Euro wurden allein 2016 in das Kolumbien-Projekt gesteckt. WK-Präsident Jürgen Mandl überreichte beim Treffen in Bogota eine Spende. „Wir unterstützen damit Schulen und Ausbildung in Kolumbien“, sagt Mandl.

 

HD Hans-Jörg Hörtnagl, WK-Außenwirtschafts-Chef Meinrad Höfferer und WK-Präsident Jürgen Mandl trafen in Bogota auf die Vertreter des Hilfswerk International Team.
© Elisabeth Nachbar HD Hans-Jörg Hörtnagl, WK-Außenwirtschafts-Chef Meinrad Höfferer und WK-Präsident Jürgen Mandl trafen in Bogota auf die Vertreter des Hilfswerk International Team.


Während der Regenwald abgeholzt wird, Grundeigentum begrenzt werden und Menschen vertrieben, fehlt den Nukak Zugang zum staatlichen Bildungssystem. Sich selbst zu wehren scheint also nahezu aussichtslos. Hunger, Unterernährung, Armut und Verzweiflung sind die Folgen. Fritz: „Hier setzt das Hilfswerk an. Gemeinsam wird nach Plätzen zum Fischen, Jagen und Früchte sammeln gesucht. Fischteiche werden angelegt, traditionelles Handwerk gefördert - vor allem aber, kämpft man um die Wahrung ihrer politischen Rechte.“ Für rund 300 Familienbetriebe wurden ganzheitliche Anbaupläne und nachhaltiges Wissen zur Bewirtschaftung erarbeitet. Das Projektgebiet befindet sich in Guaviare im Süden Kolumbiens.

 

Elisabeth Nachbar, Bogota


Mehr von der Wirtschaftsmission Mexiko & Kolumbien:

Mexiko-Nachbericht

Kolumbien-Nachbericht


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