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Wirtschaft startet das „Comeback für Kärnten“

WK-Präsident Mandl vom Wirtschaftsparlament einstimmig wiedergewählt. Sein Appell: unternehmerischer Optimismus, zeitgemäße Infrastruktur, moderne Verwaltung, zukunftsfähige Förderungen. 

Kontinuität im Präsidium der Wirtschaftskammer Kärnten: WK-Präsident Jürgen Mandl (Mitte) mit den Vizepräsidenten Günter Burger (Freiheitliche Wirtschaft), Carmen Goby, Otmar Petschnig und Alfred Trey (SWV).
© WKK/Eggenberger

In einer seit Wiedereröffnung der Handelskammern 1946 wahrscheinlich einmaligen Form kam am Dienstagabend das Kärntner Wirtschaftsparlament zu seiner Frühjahrssession zusammen: Nur die Hälfte der sonst über hundert Delegierten verteilte sich mit großem Abstand und Mund-Nasen-Schutz im Festsaal, das Programm wurde knapp gehalten. Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl, der in der Wahl am 4. und 5. März den Anteil seiner „Liste Kärntner Wirtschaft“ von 64 Prozent bei der Wahl 2015 auf über 77 Prozent steigern konnte, wurde ohne Gegenkandidat einstimmig wiedergewählt. Ebenso einstimmig erfolgte die Annahme des Rechnungsabschlusses für 2019, der mit Gesamteinnahmen von 29.971.767,12 Euro ein ausgeglichenes Ergebnis ausweist. Wie WK-Finanzreferent und Vorstandsdirektor der Raiffeisen Landesbank Peter Gauper erläuterte, war eine Finanzierung der laufenden Ausgaben inklusive der Investitionen durch Rücklagen nicht notwendig.

„Es geht aufwärts!“

In der Rede des alten und neuen Präsidenten Mandl nahm die aktuelle wirtschaftliche Situation aufgrund der Coronakrise eine zentrale Rolle ein. Mandl hielt sich dabei kaum mit Betrachtungen der Vergangenheit auf, sondern bezeichnete die beginnenden Grenzöffnungen in Europa, die mit Schulbeginn wieder stärker in den Alltag eingezogene Lebensnormalität und die Wiedereröffnung der Ämter und Behörden als Anlass zur Hoffnung: „Der ‚Recovery Watch‘ der Wirtschaftskammer, der Echtzeitindikatoren wie die wöchentlichen BIP-Entwicklungen der OeNB, den Stromverbrauch in Österreich, Fahrgastzahlen oder Einzelhandelsfrequenzen misst, erkennt bereits eine Bewegung in Richtung der Vorkrisenwerte. Also, liebe Kolleginnen und Kollegen: Es geht aufwärts!"

Wirtschaft als Grundlage

Nachdem Optimismus für Unternehmer eine Grundvoraussetzung sei, wies Mandl auf drei durchaus positive Aspekte dieser ansonsten sehr herausfordernden Phase hin: Dass Wirtschaft ist nicht alles, aber Grundlage für alles sei, sei binnen kürzester Zeit jedem klargeworden. „Wenn der Wirtschaftsmotor an Drehzahl verliert, sind die Auswirkungen unüberschaubar und unkontrollierbar. Sie reichen vom Bundesbudget, das derzeit nicht einmal präsentiert werden kann, über die Sozialversicherungen und die Gemeindefinanzen bis zum örtlichen Sport- und Gesangsverein“, unterstrich Mandl.

Regionalität als Standortfaktor

Weiters habe man gelernt, dass nicht nur bei Medikamenten, Desinfektionsmitteln und Schutzmasken, sondern auch im täglichen Leben der regionale Gedanke wieder stärker werden müsse. „Unser in Rekordzeit ins Netz gebrachtes regionales Shopping-Portal ‚Das pack ma!‘ hat gezeigt, wie groß das Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten an heimischen Waren, Lebensmitteln und Dienstleistungen ist – und wie schnell unsere Betriebe in Sachen Digitalisierung und Vertriebswege dazugelernt haben.“

EU-Hilfen für die Kärntner Wirtschaft

Zum wiederholten Mal forderte Mandl in der Abwicklung des Corona-Schutzschirms Treffsicherheit und Tempo ein. In Kärnten habe man mittlerweile rund 14.000 Anträge an den Härtefallfonds bearbeitet und 14 Millionen Euro ausbezahlt. Die Wirtschaftskammer sei allerdings auch selbst aktiv geworden und dabei, EU-Hilfen für die Kärntner Wirtschaft anzuzapfen, kündigte Mandl an: „Durch zeitlich befristete Beteiligungsmodelle kann die Eigenkapitalsituation für die Unternehmen verbessert werden. Damit könnten wir EU-Mittel im Ausmaß von bis zu 300 Millionen Euro nach Kärnten bringen und durch die Hebelwirkung mehrere Milliarden Euro für die Kärntner Wirtschaft aktivieren – ein Impuls, den die heimische Wirtschaft gut brauchen könnte, um gut über diese Wachstumspause zu kommen.“

Corona als Reformturbo

Als dritte positive Auswirkung der Krise nannte Mandl den Umstand, dass sich die Dringlichkeit einer geordneten Strategie zum „Comeback für Kärnten“ massiv erhöht habe. Die wichtigsten Schlüssel für die kommenden Monate und Jahre sind für Mandl – wie bisher, nur eiliger - eine zeitgemäße Infrastruktur, eine moderne Verwaltung und zukunftsfähige Förderungen – „damit Unternehmer sein im schönen Kärnten, auf unserem Stern des Südens, wieder Freude macht."

Abschied und Neubeginn

Bereits am Nachmittag wurden in den Spartenkonferenzen auch personelle Weichenstellungen vorgenommen: Der Vorstand der Treibacher Industrie AG, Alexander Bouvier, übergab sein Amt als Obmann der Sparte Industrie an seinen Nachfolger Michael Velmeden. Er ist CEO von cms electronics, einem Unternehmen, das mit rund 450 Mitarbeitern an mehreren Standorten elektronische Baugruppen fertigt. Auch im Tourismus kam es zu einem Generationenwechsel: Der langjährige und österreichweit legendäre Standesvertreter Helmut Hinterleitner, Hotelier am Faaker See, überlässt die Bühne dem leidenschaftlichen Touristiker Josef Petritsch, der in dritter Generation das „Hotel Marko“ in St. Kanzian führt.

Zeichen der Kontinuität

Unverändert bleibt das Präsidium der Wirtschaftskammer Kärnten mit Mandl sowie den Vizepräsidenten Carmen Goby, Otmar Petschnig, Alfred Trey (SWV) und Günter Burger (Freiheitliche Wirtschaft).

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