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Wirtschaft kann man wählen

Als Orientierungshilfe für die Wirtschaftstreibenden und die unternehmerischen Menschen im Land hat die Wirtschaftskammer Kärnten gestern zur Podiumsdiskussion „Wirtschaftspolitik beginnt mit Wirtschaft“ geladen. 

Kleiner Testlauf für den 15. Oktober: Erwin Angerer, Sylvia Gstättner, Wolfgang Knes, Matthias Köchl, Christoph Haselmayer, WK-Präsident Jürgen Mandl und Moderator Otmar Petschnig
© WKK/Lobitzer Kleiner Testlauf für den 15. Oktober: Erwin Angerer, Sylvia Gstättner, Wolfgang Knes, Matthias Köchl, Christoph Haselmayer, WK-Präsident Jürgen Mandl und Moderator Otmar Petschnig

Die Wirtschaftsaffinität und Unternehmerfreundlichkeit der künftigen Kärntner Abgeordneten zum Nationalrat hat wesentlichen Einfluss auf die Zukunft des Wirtschafts- und Lebensstandorts Kärnten. Um einen Überblick im derzeitigen Wahltrubel zu erhalten, hat die Wirtschaftskammer Kärnten den ersten fünf Kandidatinnen und Kandidaten auf der Landesliste von SPÖ, FPÖ, ÖVP, Grünen und Neos einen umfangreichen Fragebogen übermittelt, um deren Position zum Wirtschaftsprogramm der österreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer zu ermitteln. 

Künftige Abgeordnete haben großen Einfluss auf die wirtschaftliche Zukunft

Diese Fragen und Antworten wurden bei der gestrigen Podiumsdiskussion „Wirtschaftspolitik beginnt mit Wirtschaft“ mit den fünf Kärntner Repräsentanten Abg. z. NR Wolfgang Knes (SPÖ), WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner (ÖVP), Abg. z. NR Erwin Angerer (FPÖ), Abg. z. NR Matthias Köchl (Grüne) und Christoph Haselmayer (NEOS) unter der Moderation von Unternehmer Otmar Petschnig eingehend diskutiert. WK-Präsident Jürgen Mandl verdeutlichte in seinen einleitenden Worten den hohen Stellenwert der Wirtschaft: „Die Wirtschaftsaffinität und Unternehmerfreundlichkeit der künftigen Abgeordneten wird einen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung unseres Wirtschafts- und Lebensstandort haben.“ 

Breite Zustimmung durch alle Parteien

Bei den großen Punkten der Debatte war durchwegs eine breite Zustimmung bei den Kandidaten zu vernehmen: Freibeträge für Investitionen, die Verkürzung der Abschreibungsdauer oder steuerliche Erleichterungen für nicht entnommene Gewinne können sich alle Parteien vorstellen. Die Last der Bürokratie drückt schwer auf die Stimmung der Kärntner Unternehmen. Es soll zu Entlastungen kommen. Die Abschaffung des Kumulationsprinzips bei Strafzahlungen, Reduktion der Lohnnebenkosten oder die Reform der Sozialversicherung bieten ein breites Feld. Zustimmung gibt es dabei quer durch alle Couleur. Einen Umsetzungsplan wird wohl erst die neue Regierung vorlegen können. Hitziger wurde die Diskussion bei den Themen Arbeitszeitenflexibilisierung, der Höhe der Wirtschaftskammerbeiträge und beim Freibetrages für geringwertige Wirtschaftsgüter. 

Club der Kärntner Abgeordneten

Der Abend war die Geburtsstunde des Clubs der Kärntner Nationalratsabgeordneten. Alle fünf Teilnehmer einigten sich auf Vorschlag der Wirtschaftskammer Kärnten diesem Club beizutreten. Das Ziel ist es, gemeinsam über Parteigrenzen hinweg für Kärnten und den Wirtschaftsstandort zusammenzuarbeiten. Denn viele richtungsweisenden Entscheidungen für Kärnten werden in Wien getroffen. 

Podiumsdiskussion der Kärntner Politik

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