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Jetzt wird es im WIFI haarig!

Das Wirtschaftsförderungsinstitut WIFI feiert seinen 70. Geburtstag. Mehr als 50 Millionen Euro hat die Kärntner Wirtschaft seit 2000 in Bildungseinrichtungen investiert. Neueste Errungenschaft ist die Friseurwerkstätte des WIFI, die jetzt feierlich eröffnet wurde.

Aus bescheidenen Anfängen hat sich die größte Erwachsenenbildungsinstitution Kärntens entwickelt. Heute besuchen rund 30.000 Teilnehmer jährlich die etwa 3000 angebotenen Kurse, Vorträge und Veranstaltungen, um sich selbst weiterzubilden, die eigenen Aufstiegschancen zu erhöhen und durch ihr größeres Know-how die Kärntner Wirtschaft noch stärker zu machen. Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl: "Diese Erfolgsgeschichte zeigt, wie sehr sich die Wirtschaft für Bildung einsetzt und wie unverzichtbar die WK als Partner und Anbieter der Bildungspolitik in Österreich ist." Bildung und Wissen seien heute ausschlaggebend für die Standortqualität und die Wettbewerbsfähigkeit. Denn die hochqualifizierten, engagierten Mitarbeiter seien die wichtigste Ressource, über die Kärnten und die Wirtschaft verfüge. Mandl: "Wir tun viel dafür, den Vorsprung in Sachen Bildung zu halten und auszubauen: Enorme 50 Millionen Euro hat die Kärntner Wirtschaft durch die Wirtschaftskammer in den vergangenen 15 Jahren in Bildungseinrichtungen im Lande investiert."

Einmal Spitzen schneiden für WK-Präsident Mandl: WIFI-Geschäftsführer Andreas Görgei, Aufsichtsratschef Dieter Wagner und Innungsmeister Georg Wilhelmer werfen einen Blick auf den neuen Haarschnitt. Foto: WKK/fritzpress
Einmal Spitzen schneiden für WK-Präsident Mandl: WIFI-Geschäftsführer Andreas Görgei, Aufsichtsratschef Dieter Wagner und Innungsmeister Georg Wilhelmer werfen einen Blick auf den neuen Haarschnitt. Foto: WKK/fritzpress

WIFI Technikzentrum12,0
WIFI Haupthaus Erweiterung10,0
WIFI Villach5,0
WIFI Spittal3,0
WIFI Wolfsberg2,8
Test- und Ausbildungszentrum TAZ5,8
Gastrozentrum2,7
Fräskompetenzzentrum0,5
Flehkompetenzzentrum0,4
Friseurwerkstätte0,2
Drehmaschinen CNC0,8
Ausstattung und  Modernisierung 2001 bis 20157,2
GESAMTINVESTITIONEN50,4 

Quelle: WIFI GmbH., in Mio. EUR


Vorbildliches TAZ
Dazu gehört zum Beispiel das Test- und Ausbildungszentrum, das bei seiner Inbetriebnahme im Jahr 2012 europaweit einzigartig war und heute schon einige Nachahmer, etwa bei den Wirtschaftskammern in der Steiermark und Salzburg, gefunden hat. Mittlerweile haben 17.000 junge Menschen das dreieinhalbstündige Testverfahren mit den 23 Stationen durchlaufen, um ihre Stärken und Talente besser kennenzulernen. Mandl: "Das ist aus unserer Sicht eine wesentliche Voraussetzung dafür, die richtige Berufswahl zu treffen, denn wer diesen Einstieg gut erwischt, wird später mit sich, seinem Job und seinem Betrieb viel Freude haben."



Spitzentraining in der Talenteakademie
Wie viel Motivation einem das eigene Können geben kann, sieht man an den zahleichen Teilnehmern bei den Lehrlingswettbewerben. Um die Besten ihres Faches noch besser zu machen, haben WK und WIFI die Talenteakademie nach dem Vorbild des ÖSV gegründet, die die Jugendlichen durch spezielle Trainings in ihrer mentalen Stärke, beim Teamwork und natürlich in ihrer Fachkompetenz unterstützt. Mandl: "So bereiten wir jährlich 120 Ausnahmetalente auf Wettbewerbe, Europa- und Weltmeisterschaften vor. Wie zum Beispiel die Restaurantfachfrau Franziska Ehgartner, die im vergangenen Jahr bei den World Skills in Sao Paolo die Goldmedaille in der Disziplin ‚Restaurant Service‘ nach Kärnten geholt hat." Das bedeutet 1500 Stunden Training mit einem ganzen Team von Top-Spezialisten über viele Monate - und der Wettbewerb selbst dauert vier Tage. Insgesamt hat das kleine Österreich dort bei über 1000 Teilnehmern aus fast 60 Ländern acht Medaillen geholt.

Schule des Genusses
Für solche Spitzenleistungen, aber auch für eine gute Ausbildung in der Breite braucht es nicht nur das Engagement der jungen Fachleute, sondern auch die entsprechende Infrastruktur. Deshalb haben WK und WIFI mit dem Gastrozentrum den modernsten Ausbildungsstandort Österreichs geschaffen. 1500 Kursteilnehmer erweitern hier jährlich in den Produktionsküchen, im Geschmacks- und Geruchsstudio, in der Schauküche ihre Fertigkeiten. Auch das neue Fleischkompetenzzentrum ist eine der innovativsten Ausbildungsstätten dieser wichtigen Branche, denn immerhin stammt rund die Hälfte des in Österreich verzehrten Fleisches aus Kärnten. Und so ist natürlich auch die heute Abend offiziell eröffnete WIFI-Friseurwerkstätte die modernste Österreichs.

Top-Platzierung in Europa
Die BauAkademie, das WIFI-Technikzentrum in der Lastenstraße, die Ausbildungsangebote des WIFI in den Bezirksstellen sind weitere Beiträge der Wirtschaft zu Bildung und Ausbildung der Jugend. Nicht zu vergessen die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Kärnten, die allein 2015 rund 11.500 Anträge auf Lehrlingsförderung bearbeitet und mehr als zehn Millionen Euro an die Kärntner Lehrbetriebe ausgezahlt hat. Mandl: "Weil dieses duale, von der Wirtschaft in Form der Lehrlingsentschädigung finanzierte Ausbildungssystem so gut funktioniert, dass wir bei der Jugendarbeitslosigkeit (15-24) seit Jahren in der EU auf Platz 2 (hinter Deutschland) liegen, haben wir auch so hart darum gekämpft, dass bei der Gewerbeordnungsreform das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet wird."

Auf der ganzen Welt zur Schule gehen
Weil der Wirtschaft die Bildung am Herzen liegt, ist die WK auch Gründungsmitglied und Partner der International School Carinthia in Velden, und zwar nicht nur in ideeller, sondern auch in finanzieller Hinsicht. Mandl: "Diese Schule ist ein wichtiges Argument für unsere weltweit agierenden Unternehmen, damit international gesuchte Spitzenkräfte mit ihren Familien nach Kärnten kommen. Seit kurzem ist die ISC übrigens auch IB[1]-zertifiziert und damit in ein Netzwerk von über 4000 Schulen in 140 Ländern der Erde aufgenommen." Die Wirtschaft unterstützt die ISC mit 400.000 Euro pro Jahr.

Exzellente Köpfe
Wie die Wirtschaft besondere Spitzenleister in der Talenteakademie unterstützt, tut sie das auch seit Jahren im Bereich der Wissenschaft. Gemeinsam mit der Industriellenvereinigung Kärnten vergibt die WK jährlich hoch dotierte Exzellenzstipendien, um besonders vielversprechende junge Wissenschaftler mit Kärnten-Bezug bei einem weiterführenden Studium auf internationalen Eliteuniversitäten zu unterstützen und wertvolles Know-how nach Österreich und nach Kärnten zu holen.

WIFI ist 70 Jahre jung
"Das WIFI ist nicht nur die größte Bildungseinrichtung des Landes, sondern - gemessen an der österreichischen Erwerbsbevölkerung - auch die erfolgreichste der Welt", unterstrich Geschäftsführer Andreas Görgei. Das WIFI Kärnten sei mit 30.000 Teilnehmern und 3000 Kursen am Plafond angekommen, sei hinsichtlich seiner Infrastruktur, seiner Bildungsangebote und Lehrmethoden Spitze in Österreich. Görgei: "Bei uns geht es nicht nur um Wissen, sondern vor allem um Können!" Dass dieses Credo nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für das WIFI-Team selbst gilt, zeigt der Umstand, dass man in sechs Jahren dreimal mit dem österreichischen Staatspreis für Unternehmensqualität ausgezeichnet worden ist. Aufsichtsratschef Dieter Wagner: "Die Investition in einen WIFI-Kurs bedeutet risikoloses Kapital bei höchster Rendite - diese Kombination ist einzigartig!"

Neues Kompetenzzentrum für "Karriere mit Schere"
Das erfahren auch die Lehrlinge und Meisterkursteilnehmer in der brandneuen Friseurwerkstätte im vierten Stock des WIFI. Innungsmeister Georg Wilhelmer kommt ins Schwärmen: "Das bedeutet für unseren Nachwuchs die modernste Ausbildung in Österreich - das war mein Bestreben."

[1]International Baccalaureat

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