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Wirte wollen Storno durchsetzen

In vielen Branchen sind Stornoregelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gang und gäbe. Kärntens Gastronomen sollen mit ihren Gästen ebenfalls klare Vereinbarungen treffen, rät die Fachgruppe Gastronomie.

Kärntner Wirte fordern Stornoregelung
© WKK/KK
Stornoregelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen niederzuschreiben - das ist in vielen Branchen eine Selbstverständlichkeit. Auch in der Gastronomie geht es kaum noch ohne Stornoregelung, was allerdings nicht von den Wirten ins Spiel gebracht wurde. Hintergrund ist das Nichteinhalten von Reservierungen: Gäste reservieren Tische, aber sagen nicht ab, wenn sie diese nicht benötigen. Manche sollen laut Berichten von Wirten sogar auf Mehrfachreservierungen setzen, indem sie in mehreren Betrieben für denselben Zeitpunkt reservieren und sich kurzfristig entscheiden, wohin sie gehen wollen. Besonders zu Stoßzeiten wie im Fasching oder an Feiertagen kommt es dadurch immer wieder vor, dass Tische freigehalten werden, die Gäste aber weder absagen noch erscheinen.

Stefan Sternad, Fachgruppenobmann der Kärntner Gastronomie, hat dafür kein Verständnis: "An vielen Tagen könnten wir die doppelte Anzahl von Sitzplätzen brauchen. Umso ärgerlicher ist es, wenn Gäste dann nicht kommen: Nicht nur für den Wirt, der damit Umsatz verliert, sondern auch für die Gäste, die abgewiesen werden müssen." Hier gehe es um Fair Play: Jede Reservierung, die nicht eingehalten wird, bedeutet für einen Gastronomiebetrieb mehrfachen Schaden.

Ein häufiges Problem sei auch, dass wesentlich weniger Personen erscheinen als ursprünglich geplant. Nicht selten wird die reservierte Personenanzahl um fast die Hälfte unterschritten. "Für einen Gastronomen ist dies mit einem Verdienstentgang gleichzusetzen. Die Hälfte weniger Gäste bedeutet die Hälfte weniger Umsatz. Die Sitzplätze dann kurzfristig an demselben Abend noch mit anderen Gästen füllen zu können, ist kaum möglich", stellt Sternad klar.

Leider nehme die Tendenz zur Nichteinhaltung von Reservierungen immer mehr zu. Die Fachgruppe Gastronomie rät den Gastronomen daher, Stornogebühren einzuführen. Wichtig ist es allerdings, den Gast vor seiner Reservierung darüber zu informieren. "Damit schafft man einerseits Klarheit, andererseits sensibilisiert man den Gast für das Thema. Wir müssen den Gästen wieder mehr ins Bewusstsein rufen, dass eine Reservierung eine Art Vertragsabschluss ist", so Sternad. Deshalb sollten Reservierungen größerer Gästegruppen auch schriftlich abgewickelt werden. Tipp: Wirte können online kostenlose Muster für ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen inklusive Stornogebühr unter wko.at/service/agb.html abrufen.

"Klare Regelungen und ihre Kommunikation an die Gäste sind wichtig, nur so können wir den Trend hin zu nicht eingehaltenen Reservierungen wieder umkehren", ist Sternad überzeugt. So könne man auch einen sorgsameren Umgang der Gäste mit ihren Reservierungen erreichen. "Die meisten Gäste haben dafür Verständnis. Es geht dabei auch um eine Bewusstseinsbildung: Die Menschen müssen verstehen, dass ein unbesetzter Tisch für jeden Wirt ein enormer Kostenfaktor ist. Schließlich sind alle Personal- und Fixkosten vom Unternehmer trotzdem zu bezahlen, auch wenn dieser Tisch wegen einer nicht eingehaltenen Reservierung leer bleibt."

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Gastronomie
Mag. Guntram Jilka
T 05 90 90 4 DW 610
E guntram.jilka@wkk.or.at

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