th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

„Wirte müssen Zeche für Versäumnisse der Politik zahlen“

Die aktuellen Infektionszahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Viele Maßnahmen hätten schon früher und konsequenter getroffen werden müssen. Nun müssen erneut Gastronomen die Zeche zahlen.

„Wirte müssen Zeche für Versäumnisse der Politik zahlen“
© Dusko/stock.adobe.com

Viele Betriebe werden es ohne Unterstützung nicht über den Winter schaffen, warnt die Fachgruppe Gastronomie: Die 2-G-Regel bedeutet für die gesamte Branche enorme Umsatzeinbußen. Auch eine Verschärfung des Fachkräftemangels sei ohne Wiedereinführung der Kurzarbeit zu befürchten. „In unseren Betrieben laufen die Telefone heiß, zahlreiche Weihnachtsfeiern und auch kleinere Familienessen wurden bereits storniert“, zieht Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie, ein erstes Fazit. Die 2-G-Regelung sei ein „Lockdown light“, bei dem nicht nur 40 Prozent der potenziellen Gäste wegfallen.

Mit der Kurzfristigkeit der Ankündigung wurde den Wirten außerdem die Gelegenheit genommen, entsprechend auf die Situation zu reagieren: „Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit der Maßnahmen: Wir befinden uns seit über eineinhalb Jahren im Ausnahmezustand, aber die Politik setzt noch immer auf Hauruck-Lösungen. So funktionieren Krisenmanagement und Kommunikation nicht!“, ärgert sich der Fachgruppenobmann. Innerhalb von zwei Tagen könne man keine Neuausrichtung – zum Beispiel mit einem stärkeren Fokus auf das Take-away-Geschäft – vornehmen, schließlich müsse man bei Personal- und Einkaufsplanung längerfristig denken.

Unterstützung für Betriebe und Mitarbeiter gefordert

Nun werden begleitende Maßnahmen gefordert, um den Fortbestand der Betriebe zu sichern. „Selbstverständlich werden wir die neuen Maßnahmen mittragen. Der Tourismus war bisher immer ein verlässlicher Partner – und wird das auch in Zukunft bleiben. Viele Betriebe haben bereits seit längerem eigene Konzepte zur Maßnahmenbekämpfung umgesetzt. Dies kann aber nur geschehen, wenn es entsprechende Kompensationsmaßnahmen für die kommenden Monate gibt“, fordert Sternad. Sorgen bereite die aktuelle Situation auch hinsichtlich des Arbeitsmarktes: Der bereits akute Fachkräftemangel droht sich weiter zu verschärfen. „Wir haben seit März 2020 viele Fachkräfte an andere Branchen verloren. Wenn es jetzt keine Unterstützung für unsere Betriebe und unsere Mitarbeiter gibt, ist zu befürchten, dass sich dieser Trend weiter verstärken wird.“

Konkret fordert Kärntens Gastronomie:

  • Weiterführung der reduzierten Mehrwertsteuer-Regelung (5 statt 10 Prozent);
  • das sofortige Wiedereinführen der Kurzarbeitsregelung für Tourismusmitarbeiter in der Höhe von 90 Prozent des Gehalts;
  • genügend PCR-Testmöglichkeiten (auch im ländlichen Raum muss entsprechende Infrastruktur geschaffen werden);
  • das Wiedereinführen begleitender finanzieller Maßnahmen wie beispielsweise Umsatzersatz.

Höhere Impfrate als Ziel

Sternad appelliert außerdem an den ungeimpften Teil der Bevölkerung, über die Auswirkungen ihrer Entscheidung nachzudenken. „Ich kann verstehen, dass es Ängste und Informationsbedarf rund um die Covid-19-Impfung gibt. Hysterie und die Ablehnung aller Maßnahmen sehe ich aber als falschen Weg.“ Nötig seien nun sachliche Diskussionen und pragmatische Entscheidungen, die jeder einzelne für sich selbst treffen muss. „Fakt ist: Impfen schützt und senkt das Risiko für eine schwere Erkrankung. Fakt ist auch: Je schneller die Impfrate in Österreich steigt, desto schneller werden wir wieder zur Normalität zurückkehren können. Und natürlich sind wir alle - Gastronomen wie Gäste - in der Pflicht, uns an die Registrierung und Einhaltung der 2-G-Kontrolle zu beteiligen, denn nur gemeinsam können wir die Pandemie bewältigen.“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Gastronomie
Mag. Guntram Jilka
T 05 90 90 4 - 610
Eguntram.jilka@wkk.or.at

Das könnte Sie auch interessieren

Matthias Tschirf, Sektionschef, Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, (li.) und Franz-Peter Walder, AFQM, qualityaustria, überreichten WIFI-Geschäftsführer Andreas Görgei und WIFI-Qualitätsmanager René Pogrielz den Staatspreis.

WIFI Kärnten ist erneut Kategoriesieger beim Staatspreis für Unternehmensqualität 

Das WIFI Kärnten zählt weiterhin zu den Top-Unternehmen Österreichs und wurde beim Staatspreis "Unternehmensqualität" in der Kategorie "Organisationen, die vorwiegend im öffentlichen Eigentum stehen" ausgezeichnet. mehr

Viele Gastronomen und Hoteliers haben in den vergangenen Stunden ihrem Unmut über die Einführung der zwei neuen Stufen bei Corona-Maßnahmen Luft gemacht.

Neue 5-Phasen-Regelung: Wirte und Hoteliers schlagen Alarm!

Eintritt nur mehr für Geimpfte: Phase vier und fünf der neuen Corona-Maßnahmen lassen die Alarmglocken schrillen. Enorme Umsatzeinbußen wären die Folge. Dazu kommen viele offene Fragen – wie zur Beschäftigung von ungeimpften Mitarbeitern. mehr

Kärntens Bäderbetreiber zeigen sich zufrieden mit der Sommersaison.

Kärntens Bäder: Nach gutem Sommer wird Beibehalten der 3G-Regelung gefordert

Schwache Vorsaison, gute Auslastung im Juli und August, und nun das Hoffen auf einen „goldenen Herbst“: Kärntens Bäderbetreiber ziehen eine erfolgreiche Zwischenbilanz. Für den Herbst und Winter fordert man ein Fortsetzen der 3G-Regelung.  mehr