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Wirte fordern Corona-Strategie und gemeinsames Vorgehen bei Fachkräftemangel ein

Kärntens Gastronomen erwarten sich klare Rahmenbedingungen von der Politik für den Herbst. Zusätzlich brauche man neue Strategien, um den Fachkräftemangel einzubremsen. Dafür wird im September zu einem Runden Tisch geladen.

Vorausschauende Planung erwartet sich Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie, von der Politik.
© AdobeStock/BGStock72

Vorausschauende Planung erwartet sich Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie, von der Politik: „Wir können nicht immer nur von Monat zu Monat denken. Die Betriebe und ihre Mitarbeiter brauchen mehr Planungssicherheit.“ Dementsprechend müsse zügig eine Corona-Strategie für den Herbst, Winter und Frühling ausgearbeitet werden. „Wir befinden uns im zweiten Jahr der Pandemie und können ungefähr einschätzen, was auf uns zukommt. Diese Erfahrung müssen wir dazu nutzen, uns besser vorzubereiten“, fordert er von den politischen Entscheidungsträgern.
 
Es sollte vor allem diskutiert werden, welche Kennzahlen künftig zu Einschränkungen führen sollten. Derzeit werde beinahe ausschließlich über die Sieben-Tage-Inzidenz gesprochen; stärker in den Fokus sollten aber die Intensiv-Hospitalisierungen rücken. „Das Coronavirus wird uns offensichtlich noch länger begleiten. Ständige Lockdowns werden wir uns aber auf Dauer nicht leisten können. Wir werden lernen müssen, mit Covid-19 zu leben“, gibt der Wirtesprecher zu bedenken. Er spricht sich für praktikable Maßnahmen aus, die von der Öffentlichkeit nachvollziehbar sind.
 
Kärntens Gastronomie habe in den vergangenen Monaten jedenfalls bewiesen, dass es eine große Bereitschaft zur Einhaltung der Coronaregelungen gibt. Die Wirte seien durchwegs bereit, weiterhin die 3G-Regelung sowie die Registrierungspflicht mitzutragen, es müsse aber Nachschärfungen in puncto Umsetzbarkeit geben. Es wird bei diesen Themen auch tagtäglich Überzeugungsarbeit bei Gästen geleistet. Das sei mitunter mühsam, aber alternativlos, sagt Sternad: „Aus heutiger Sicht führt kein Weg am Einhalten dieser Regelungen vorbei. Wir tragen die Maßnahmen mit und sehen uns als Teil der Lösung.“

Fachkräftemangel als akutes Problem

Parallel zum Krisenmanagement müsse man sich außerdem den elementaren Fragen der Zukunft stellen. Dazu gehören Themen wie Standortmanagement und Mitarbeitermarketing. „Wir dürfen die Problematik des Facharbeitermangels nicht aus den Augen verlieren. Es geht darum, sowohl das Land Kärnten als auch den gesamten Tourismus bestmöglich zu positionieren. Dafür müssen wir an einem Strang ziehen“, betont Sternad. Möglich sei dies durch einem Schulterschluss von Schulen, öffentlicher Hand, Wirtschaftskammer und Gastronomiebetrieben. „Unser gemeinsames Ziel muss sein, die Jugend wieder für die Arbeit in der Gastronomie zu begeistern und damit auch die Weichen für einen erfolgreichen Kärntner Kulinarik-Weg stellen.“
 
In diesem Zusammenhang hoffe man auch auf konstruktive Mitarbeit der Gewerkschaft. Anstatt die Branche schlecht zu reden, werde es nötig sein, dass sich alle Entscheider an einen Tisch setzen und Lösungen finden. „Jammern allein hat noch niemanden weitergebracht. Wir brauchen Lösungen und mehr Zusammenarbeit. Die Zukunft können wir nur miteinander gestalten – nicht gegeneinander“, bringt es Stefan Sternad auf den Punkt. Aus diesem Grund werde man im September alle Beteiligten zu einem Runden Tisch einladen. Dabei sollen unter anderem folgende Themen und Forderungen besprochen werden:
 
Landesthemen:

  • Neue Strategien, um den Fachkräftemangel einzudämmen: Aufwertung der Lehre; Imageaufwertung für die Branche; Qualifikationsmaßnahmen für Quereinsteiger; reduzierte Fachausbildungen für spezialisierte Bereiche
  • Zusammenarbeit der Ausbildungseinrichtungen; Bündelung der Ressourcen
  • Einführung von Mitarbeitermarketing

Bundesthemen:

  • Mehr Netto vom Brutto: Senkung der Einkommenssteuertarife
  • Steuerliche Entlastung: Entfall der Sozialversicherungsabgaben auf das 13. und 14. Gehalt
  • Zumutbarkeitsbestimmungen für den Bezug des Arbeitslosengeldes verschärfen
Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Gastronomie
Mag. Guntram Jilka
T 05 90 90 4-610
guntram.jilka@wkk.or.at

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