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Wie kleine Pulver zum weltweiten Erfolg führten

In der Nische erfolgreich: Hermes Pharma hat sich als einer der größten Hersteller von Direktgranulaten in Europa etabliert. Die Exportquote liegt bei 90 Prozent.

Angelika Dobernig

Standortleiter Andreas Ulrich mit einem der Produkte, die von Hermes Pharma hergestellt werden.
© WKK/Polsinger Standortleiter Andreas Ulrich mit einem der Produkte, die von Hermes Pharma hergestellt werden.

Man kaut sie, lutscht sie, löst sie in Wasser auf und trinkt sie. Die Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel, die bei Hermes Pharma in Wolfsberg hergestellt werden, haben eines gemeinsam: Sie werden über den Mund eingenommen, im Gegensatz zu konventionellen Tabletten und Kapseln werden sie aber nicht als Ganzes geschluckt. Das bringt besondere Herausforderungen mit sich, denn die Produkte müssen nicht nur gut schmecken, sondern auch leicht zu schlucken sein. „Die Oberflächenbeschaffenheit spielt dabei eine wichtige Rolle, ebenso die Geschmacksmaskierung“, erklärt Standortleiter Andreas Ulrich.

In diesem Bereich hat sich das Unternehmen einen Namen gemacht: Viele Pharmafirmen vertrauen auf das Wolfsberger Know-how und lassen unter anderem ihre Calcium-, Magnesium-, Eisen- und Vitamin-Präparate hier herstellen. Für welche Kunden man arbeite, dürfe man aber nicht preisgeben, so Ulrich: „Darüber ist Stillschweigen vereinbart. Was wir aber sagen können: Mittlerweile produzieren wir zu 90 Prozent für externe Kunden, darunter befinden sich auch zehn der 20 größten Pharmakonzerne.“

Damit hat sich der Markt deutlich gewandelt, denn es ist noch nicht allzu lange her, da produzierte man vor allem für die Marken von Hermes Arzneimittel  für  den  deutschen  Markt. Der Einsatz moderner Technologien und die jahrelange Erfahrung führten dazu, dass andere Firmen dieses Know-how ebenfalls nutzen wollen. „Wir bieten von der Entwicklung der Produkte über die galenische und analytische Entwicklung bis zur Zulassung und Produktion das komplette Paket an. Das bedeutet, ein Kunde kann uns die gesamte pharmazeutische Wertschöpfungskette übergeben“, sagt Ulrich.

In Wolfsberg fokussiert man sich auf die Produktion, während die Entwicklungsarbeit am Standort in Pullach (Deutschland) erfolgt. Dass es im Kärntner Werk gut läuft, sieht man an den Zahlen: Bei der Produktion von Direktgranulaten ist Hermes Pharma mittlerweile einer der größten Hersteller in Europa – mit einer Exportquote von über 90 Prozent.

„Es klingt im ersten Moment einfach, ein Granulat herzustellen. Aber man muss dabei viele Komponenten beachten, damit der Wirkstoffgehalt in jeder Einheit gleich ist. Dafür braucht man schon ein gewisses Know-how“, erklärt Ulrich. Bei der Produktion müsse man sich an strenge Richtlinien halten. Die Arbeit im Reinraum ist dabei eine Selbstverständlichkeit: In 8000 Quadratmetern des Werkes müssen Parameter wie Temperatur und Luftfeuchte exakt den Reinraumbedingungen entsprechen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurde seit 2003 – nachdem die deutsche Hermes Arzneimittel GmbH den Standort erworben hatte – stark investiert. 40 Millionen Euro waren es beim Umbau im Jahr 2008, weitere 16 Millionen werden in den aktuellen Um- und Zubau fließen. „Dazu kommen laufende Investitionen in Anlagen. Wir arbeiten mit modernsten Technologien wie Hot-Melt-Coating oder Continuous-Flow-Granulierung“, berichtet der Standortleiter. Dadurch verändern sich auch die Anforderungen an die Mitarbeiter. Der Automatisierungsgrad im Unternehmen steigt kontinuierlich, die Digitalisierung zieht in jeden Bereich ein. So verfügt man beispielsweise über ein voll automatisiertes Hochregallager.

Neben vernetzten Anlagen arbeitet man aber auch noch mit Maschinen, die vollkommen „offline“ sind. „Unsere älteste Anlage stammt aus dem Jahr 1983, die neueste aus 2018. Dazwischen liegen 35 Jahre. Die Herausforderung ist es, diese beiden Welten zu vereinen“, erklärt der Standortleiter, der in Sachen Industrie 4.0 auf ein moderates Tempo setzt.

„Es ist für uns wichtig, am Puls der Zeit zu bleiben, aber man muss nicht überall der Erste sein. Unser Fokus liegt bei der Produktivitätssteigerung und Qualitätssicherung. Und da gilt: Nicht jeder Fortschritt bedeutet gleich eine Verbesserung.“

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