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Wie eine Idee zur gefragten Lösung wurde

Sprengnetter Austria aus Feldkirchen ist mit seinen Softwarelösungen für Wertermittlung Marktführer. In den vergangenen 27 Jahren wurde viel entwickelt und neu gedacht. Das Besondere: Der Betrieb hat es immer wieder geschafft, mit seinen Produkten und Dienstleis­tungen seiner Zeit einen Sprung voraus zu sein. 

Corina Thalhammer
Jürgen Mitterdorfer und Günther ­Schabus von Sprengnetter Austria sind mit ihren Softwarelösungen und Dienstleis­tungsangeboten Marktführer in der Wert­ermittlung.
© Daniela Ebner Jürgen Mitterdorfer und Günther ­Schabus von Sprengnetter Austria sind mit ihren Softwarelösungen und Dienstleis­tungsangeboten Marktführer in der Wert­ermittlung.
Vom Wohnzimmer aus den Wert­ermittlungsbereich erobern: Als der ehemalige Bankangestellte Günther Schabus und sein damaliger Kollege und ehemaliger Geschäftspartner Heinz Raunikar 1994 mit ihrem Unternehmen R&S Software starteten, haben sie nicht damit gerechnet, sieben Jahre später Marktführer zu sein. 

„Wir haben unsere Software zur Immobilienbewertung aus einer praktischen Notwendigkeit he­raus umgesetzt und nicht geplant, größer zu werden“, beschreibt Geschäftsführer Günther Schabus den Start in die Selbstständigkeit.  
Der Betrieb wuchs und damit auch die Aufgaben. Europaweit gesehen waren vergleichbare Unternehmen deutlich größer. Als dann mehrere Aufträge von internationalem Format einlangten, die mit den Kapazitäten auf Dauer nicht realisierbar waren, fiel die Entscheidung zur Fusionierung. 2016 erfolgte die Übernahme durch das deutsche Unternehmen Sprengnetter. „Wir sind sozusagen verheiratet worden“, beschreibt Schabus den Prozess. Die Ehe sei seither glücklich. Dass die Entscheidung die richtige war, macht sich durch den anhaltenden Erfolg bemerkbar. Seither konnte Sprengnetter Austria wachsen und auch im Ausland, etwa in Kroatien, Bosnien, Montenegro oder Serbien Fuß fassen. 

Zum Angebot von Sprengnetter Austria gehören spezielle Soft­warelösungen für Liegenschaftsbewertung, Nutzwertfestsetzung, Markt- und Objekt-Rating sowie Immobilien- und Finanzmanagement. Dabei werden komplexe Aufgabenstellungen in möglichst einfache Anwendungen umgewandelt. Ein relativ junger, aber sehr erfolgreicher Geschäftszweig ist der Dienstleistungsbereich. Dafür verantwortlich ist Jürgen Mitterdorfer. 

Service wird groß geschrieben

Von den Terminvereinbarungen für Besichtigungstermine über die komplette Prozesslogistik bis hin zum fertigen Abschluss wird alles von Sprengnetter Austria abgewickelt. Das sei nur mit einem großen Netzwerk möglich, wie Mitterdorfer erklärt: „Die Besichtigungen und Bewertungen werden über ein eigenes Gutachternetzwerk abgewickelt, das sich über Österreich, Deutschland, Slowenien bis nach Montenegro spannt.“ Allein in Österreich gibt es rund 50 qualifizierte Objektbesichtiger und in jedem Bezirk ein bis zwei Sachverständige. „Das ist ein großer Vorteil, denn sie kennen den Markt und die Situation vor Ort.“ 
Das Netzwerk biete auch Vorteile für die Auftraggeber, die aus der Finanz- und Kreditwirtschaft kommen, denn egal wo sich die Immobilie in Östereich befindet, die Kosten sind immer die gleichen“, betont Schabus. Bewertet werden Objekte aller Art, egal ob Grundstück oder Sonderimmobilien. 
Besonders wichtig für das Unternehmen sind die Mitarbeiter und die Ausbildung. Viele haben berufsbegleitend ein Studium absolviert. Die Kosten dafür übernimmt Sprengnetter. „Je besser man eine Ausbildungsmöglichkeit anbietet, umso besser wird sie angenommen“, weiß Schabus. Und mit jedem guten Mitarbeiter entwickle sich auch der Betrieb weiter. 
Das Unternehmen hat viele langjährige Mitarbeiter und achtet auf Zufriedenheit: „Die Lebenssituation eines jeden wird bei uns betrachtet und steht im Mittelpunkt.“ 


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 13 der "Kärntner Wirtschaft".

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