th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Wenn der Vater mit dem Sohne

Vater und Sohn, tech­nische Tüftelei und moderns­te Technik sind die Basis eines besonderen Unternehmens, das seit Beginn der Corona-Krise in Dellach an der Drau durchstartet.

Erwin Figge
Walter und Christian Hueter aus  Dellach im Drautal sind technische Tüftler und  setzen auf  3-D-Druck.
© Kärntner Wirtschaft/EF Walter und Christian Hueter aus Dellach im Drautal sind technische Tüftler und setzen auf 3-D-Druck.

Wenn Walter (58) und Christian (30) Hueter miteinander reden, ist ein Thema immer dabei: die Technik. Maschinenbau und Elektronik haben es den beiden Oberkärntnern angetan, der 3-D-Druck hat Angebot und Kompetenzen erweitert. 
Im vergangenen März haben Vater und Sohn ihre technische Umtriebigkeit in den beiden Firmen „dreidp“ und „d4pro“ gebündelt. Jetzt tüfteln und werken sie in hellen Konstruktions- und Fertigungsräumlichkeiten in der Gewerbezone am Rand des Ortes und an einem zweiten Standort in Wien. Die Fertigung im Technologiepark in der Seestadt Aspern sehen sie als logische Entwicklung – das spezifische Kärntner Know-how müsse näher zu den Kunden.

Innovative Druckertechnik von HP ist bei den Hueters das Um und Auf. Zwar gebe es bei diesem Thema schon jahrzehntelange Erfahrungen, zum richtigen Durchbruch sei es aber erst um 2017 gekommen, erzählt Walter Hueter. „Durch die neuen Druckermodelle haben wir bei Prototypen und der Produktion funktioneller Teile ganz andere Möglichkeiten.“ Die Ergebnisse seien qualitativ besser, bis zu zehnmal schneller und das zur Hälfte des Preises.
Mit den Haupt-Standbeinen Beratung, Lohnfertigung, Engineering und 3-D-Scanning sehen sich die Unternehmer gut aufgestellt für ein 3-D-Gesamtpaket aus einer Hand. Das beginnt damit, Teile zu identifizieren, die im 3-D-Druck günstiger hergestellt werden können als in konventionellen Verfahren. Weiter führt der Weg zu Prototypen und Einzelstücken, und das ziemlich pronto, wie Chris­tian Hueter schildert. „Vieles bieten wir in ein, zwei Arbeitstagen und können damit die Zeit von der Idee bis zur Marktreife bei unseren Kunden kurz halten.“

Neben dem Tempogewinn seien weniger Gewicht und damit Ressourcenschonung nicht zu unterschätzen. Die Flexibilität des Teams mit insgesamt acht Mitwirkenden habe gerade in der ­Corona-Zeit ihre Vorzüge gezeigt. In Zeiten zusammenkrachender Lieferketten fehlt immer irgendwo irgendein Teil. Rasch konstruiert und gefertigt mit 3-D-Druck kommen Endabnehmer trotzdem zu ihrem Produkt. Bei Tausenden gerade im Corona-Jahr gefragten Seifenspendern hat das Vater-Sohn-Duo für das Weiterfunktionieren mit einem Adapter aus dem Drucker gesorgt.

Bei den Anwendungen der Produkte scheint es keine Grenzen zu geben. Halterungen für Feuerwehrspritzen finden sich neben einem atomaren Strahlenmessgerät, eine Absaugeinheit mit eingedruckter Drosselklappe neben Teilen für Medizintechnik und Chirurgie. Das Anschauungsmodell eines Kinderherzens für das Operationsteam wird ebenso gefertigt wie Teile für die Halbleiterindustrie. Zusätzlich wird mit 3-D-Druckern gehandelt, an Produktdesigns Hand angelegt oder es werden von Walter Hueter spezielle Sondermaschinen konstruiert und hergestellt. 
Der Junior schaukelt vornehmlich den Standort in Wien und besucht nebenher die Technische Universität, eine gute Voraussetzung, damit der Erfindergeist nicht versiegt.

Dieser Artikel erschien in der "Kärntner Wirtschaft" Ausgabe 4.

Das könnte Sie auch interessieren

Köfer und Markus Ogris haben in der Klagenfurter Pernhartgasse ihre Café-Rösterei „Zero Gravity Coffee & Cocoa“ eröffnet.

Liebevolle Irritation mit Neuem

Frisch gerösteter Kaffee, mit Liebe gebackene ­Macarons und ein Lokal in der Klagenfurter Innenstadt – diese Mischung ließ Petra Köfer und Markus Ogris mit ihrem „Zero Gravity Coffee & Cocoa“ 2020 den Sprung in die Selbstständigkeit wagen. mehr

Ob auf der Couch oder auf Reisen – mit Doc2Talk ist die vertraute Ärztin immer nur einen Mausklick entfernt.

Ein Gespräch unter vier Augen

Kyra Borchhardt aus ­Klagenfurt startete mitten in der Krise mit ihrer ­Panakaia GmbH und entwickelte eine Plattform für digitale Arztbesuche. mehr

Kathrin Pischelmayer hat sich im vergangenen Jahr selbstständig gemacht und verwöhnt seither ihre Kunden in ihrem Studio in Sirnitz bei Feldkirchen.

Alles aus einer Hand in Sirnitz

In ihrem Studio in Sirnitz bietet Jung­unternehmerin Kathrin Pischelmayer ein „Rundum-Verwöhnprogramm“ an. mehr