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Wenn Ehe und Betrieb zusammengeführt werden

In vielen Kärntner Unternehmen arbeiten Ehefrauen und -männer miteinander. Jeder übernimmt dabei bestimmte Bereiche, arbeitet selbstständig – und wichtige Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Doch es gibt dabei auch Herausforderungen zu meistern.

Angelika Dobering
Wenn Ehe und Betrieb zusammen geführt werden.
© Fotolia/tomertu Wenn Ehe und Betrieb zusammen geführt werden.
Marco Gratzer und Wilhelm Matzer sind meistens im Grünen unterwegs: Die beiden Feldkirchner Unternehmer haben sich auf Baumpflege spezialisiert. Die Kunden sehen also vor allem einen der beiden Männer – oder ihre Mitarbeiter – bei der Arbeit. Was sie aber nicht sehen, ist die Arbeit, die im Hintergrund geleistet wird. Für reibungslose Abläufe sorgen Sonja Matzer und Christina Gratzer, die Ehefrauen der Unternehmer. „Die Männer sind draußen bei den Kunden und wir schauen, dass im Hintergrund alles passt. Das reicht von der Buchhaltung über das Marketing bis zur Arbeit als Sicherheitsvertrauensperson. Kurz gesagt: Wir halten den Männern, wie man so schön sagt, den Rücken frei“, erklärt Sonja Matzer. 

Sich bewusst Zeit für Privates nehmen


Als große Herausforderung bezeichnet sie dabei die Trennung zwischen Privatem und Beruflichem: „Das war vor allem anfangs schwer, als unser Büro noch ein Laptop und der Schreibtisch im Wohnzimmer waren. Abends, wenn die Kinder ins Bett gegangen sind, haben wir dann noch Angebote und Rechnungen geschrieben. Mittlerweile haben wir das Büro aber aus den Privaträumen ausgegliedert – und damit haben wir jetzt die Abende wieder frei“, erzählt Matzer.
Eine klare Trennung zwischen Partnerschaft und Unternehmen ist die Königsdisziplin, sagt auch Unternehmensberaterin Sabine Pelzmann, die unter anderem eine Studie zu dem Thema verfasst hat: „Es gibt immer wieder Vermischungen zwischen dem Familien- und dem Unternehmenssys­tem. Das kann vor allem dann zu Schwierigkeiten führen, wenn die Rollen nicht klar aufgeteilt sind.“ Es sollte deshalb klar definiert werden, wofür die Frau im Unternehmen zuständig ist. „Mein Eindruck ist nämlich, dass Frauen oft eine wichtige Rolle im Unternehmen einnehmen, aber nicht immer klar festgelegt ist, welche Rolle das eigentlich ist. Das führt dann oft zu Missverständnissen und Enttäuschungen.“ Bereits bei der Unternehmensgründung solle deshalb daran gedacht werden, wie man den Partner im Unternehmen einbauen kann. „Eventuell als stiller Gesellschafter oder als gleichberechtigter Geschäftsführer – das muss jeder selbst entscheiden“, so Pelzmann. Außerdem sollte es bewusst Zeiten im Alltag geben, in denen das Unternehmen keine Rolle spielt. „Man muss sich auch Zeit für die Partnerschaft nehmen. Sonst begegnet man sich nur mehr auf der Unternehmensebene.“

Die Frage nach dem Risiko


Dann könne man auch die Vorteile des gemeinsamen Arbeitens im Unternehmen genießen: die freie Zeiteinteilung, das Aufteilen von Aufgaben und das Vertrauen in der Zusammenarbeit. „Es gibt viele Betriebe, in denen das sehr gut funktioniert. Wichtig ist vor allem, dass man bestimmte Dinge bewusst thematisiert – beispielsweise auch die Frage, wer das 
unternehmerische Risiko übernimmt: beide Partner oder nur 
einer?“, sagt Sabine Pelzmann. 

Dieser Artikel erschien in der KW Ausgabe 10.

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