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WKK-Vize Carmen Goby fordert von neuer Regierung valide Daten für Ausbau des Kinderbetreuungsnetzes

Die Kinderbetreuungssituation in Kärnten ist aus wirtschaftlicher Sicht für Unternehmerinnen nicht tragbar. Deshalb fordert Carmen Goby die flächendeckende Evaluierung des Bedarfs in den Fokus des Regierungsprogramms zu stellen.

Für einen florierenden und enkelfitten Wirtschaftsstandort brauchen wir diese Menschen als Fachkräfte in unseren Betrieben.
© WKK/Bauer
„Kinder sind wichtig für unsere Gesellschaft, halten sie jung, innovativ und sie werden den künftigen Weg Österreichs entscheidend prägen. Doch nicht nur das: Aus unserem Nachwuchs werden die Fachkräfte, Führungspersonen und Unternehmerinnen beziehungsweise Unternehmer der Zukunft, die dafür sorgen werden, dass Kärnten als Arbeits- und Lebensstandort attraktiv bleibt und es uns gut geht. Leider gibt es beim Thema Kinderbetreuung in Österreich und ganz besonders in Kärnten noch großen Nachholbedarf“ bringt es WKK-Vizepräsidentin und Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Carmen Goby, auf den Punkt.

Die Konsequenzen daraus sind Diskrepanzen zwischen dem Berufs- und Privatleben - oft beklagt von den Ein-Personen-Unternehmen und den Jungunternehmerinnen Kärntens. Außerdem wird in größeren Betrieben mit mehreren Mitarbeitern die verlässliche Planung der Karenzzeiten schier unmöglich, weil Eltern nicht wissen, ab wann und zu welchen Konditionen ein Betreuungsplatz zur Verfügung steht. Um eine gute Betreuung zu gewährleisten, entscheiden sich viele Eltern, vor allem Frauen, dazu erst nach mehreren Jahren in den Job zurück zu kehren. Damit verschwinden wichtige Ressourcen und der Innovations- und Wirtschaftsgeist unzähliger Mitarbeiterinnen hinter dem heimischen Herd.

Neue Regierung muss Kinderbetreuung ernst nehmen
„Für einen florierenden und enkelfitten Wirtschaftsstandort brauchen wir diese Menschen als Fachkräfte in unseren Betrieben. Aus Sicht der Wirtschaft sind weibliche Spitzenkräfte für die Zukunft Kärntens unverzichtbar. Daher fordern wir, dass die neue Bundesregierung das Thema Ausbau der Kinderbetreuung, speziell für die unter Dreijährigen, mit auf die Agenda setzt“, so Goby. Von der Betreuungsquote von 33 Prozent laut Barcelona-Ziel sind wir in Österreich und im Besonderem in Kärnten noch weit entfernt. Der Österreichschnitt liegt bei 26,1 Prozent und in Kärnten bei 22,6 Prozent (Angaben lt. Statistik Austria 2018).

Es fehlen valide Daten
In der politischen Diskussion wird immer nur schwammig über einen Ausbau des Kinderbetreuungsbedarfs gesprochen, jedoch fehlen ausgerechnet zu diesem Bedarf die validen Daten. Es gibt keine zentrale oder länderbasierte Datenbank, die den Kinderbetreuungsbedarf der unter Dreijährigen erfasst. Diese müsste unmittelbar nach der Geburt des Kindes erhoben und den Bundesländern und einzelnen Gemeinden zur Verfügung gestellt werden. Erst wenn konkrete Fakten am Tisch liegen, kann über weitere relevante Schritte gesprochen werden.

Betreuungsquote in Kärnten weit hinter Barcelona-Ziel
Die Betreuungsquote in dieser Altersklasse liegt derzeit im Österreichschnitt bei 26,1 Prozent. In Kärnten allerdings bei 22,6 im Vergleich zur Steiermark mit 15,6 und Wien mit 44! Prozent. (Angaben lt. Statistik Austria 2018 – siehe Tabelle). Auch wenn die Betreuung von Kleinkindern in den vergangenen Jahren gestiegen ist, brauchen wir hier dringend weitere Verbesserungen. Frau in der Wirtschaft fordert daher, dass flächendeckend für mindestens 33 Prozent der unter Dreijährigen Betreuungsplätze zur Verfügung stehen. Nur ein Mehr an Betreuungsplätzen für die Kleinsten ermöglicht es Müttern, rasch wieder in den Job einzusteigen.
Betreuungsquote in Kärnten weit hinter Barcelona-Ziel
© Statistik Austria

Weitere Forderungen von Frau in der Wirtschaft zum Thema Kinderbetreuung: 

  • Betreuungszeiten den Arbeitsrealitäten anpassen
  • Kinderbetreuung wahlweise am Wohnort oder Unternehmensstandort
  • Transparentes System und Datenbank beim Aufnahmeverfahren
  • Qualität in der frühkindlichen Förderung
  • Österreichweit einheitliche Mindeststandards
  • Kinderbetreuungsangebote während der Ferien an Pflichtschulen
  • Coding in Pflichtschulen
  • Native-Speaker als Begleitpersonen einsetzen
Frau in der Wirtschaft
„Frau in der Wirtschaft“ (FiW) in der Wirtschaftskammer Kärnten (WKK) vertritt die Interessen der rund 17.000 Kärntner Unternehmerinnen. Diese leisten einen maßgeblichen Beitrag zu Beschäftigung und Wohlstand in unserem Land: Rund 40 Prozent der Unternehmerinnen werden von einer Frau geleitet und bereits über 57 Prozent der Unternehmensneugründungen erfolgen durch Frauen. Derzeit gibt es mehr als 9.000 Ein-Personen-Unternehmerinnen in Kärnten.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Frau in der Wirtschaft
Mag. Tanja Telesklav
T 05 90 90 4-731
E tanja.telesklav@wkk.or.at
W frauinderwirtschaft-kaernten.at

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