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WK startet Cyber-Security-Hotline

Einen Schaden von 1,6 Milliarden Euro verursachte die Internetkriminalität im Jahr 2016, und sie nimmt sprunghaft zu. Die WK Kärnten will ihre Mitglieder mit einem neuen Notfallservice vor den Folgen von Cyberattacken schützen.

Zandonella Mandl Steinkellner Cybercrime Cybersecurity
© WKK/Lobitzer Kostenlose Soforthilfe bei Cyberattacken aller Art erhalten Mitglieder der Wirtschaftskammer Kärnten ab sofort unter der Nummer 0800 888 133.

Kostenlose Soforthilfe bei Cyberattacken aller Art erhalten Mitglieder der Wirtschaftskammer Kärnten ab sofort unter der Nummer 0800 888 133. Denn die Zahl der Anzeigen ist allein im Vorjahr um fast ein Drittel gestiegen. Präsident Jürgen Mandl: „Wir lösen damit ein erstes Versprechen aus der WKO-4.0-Reform ein: Wir senken nicht nur Beiträge, wir wollen auch zusätzliche Leistungen bieten. Die neue Cyber-Security-Hotline ist ein erstes solches Angebot.“ Mandl mahnt, das Thema nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: „Im Betrieb gibt es heute kaum eine Tätigkeit, die ohne Computer auskommt - ob es sich um Kundendaten handelt, den Schriftverkehr oder die Buchhaltung. Angesichts der unabsehbaren Folgen einer Cyberattacke ist jeder Cent in den Schutz gut investiert.“

Cyber-Security Hotline Cyber-Crime 0800 888 133
© WKO

Enormer Schaden durch Cybercrime

Während die Gesamtzahl der in Kärnten angezeigten Straftaten im Vorjahr um 0,7 Prozent gesunken ist, sind einige für die Wirtschaft relevanten Kriminalitätsformen zuletzt deutlich  gestiegen. Bei der Cyber-Security-Night der Wirtschaftskammer Ende Jänner im Volxhaus hatte Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß einen Einblick in die noch unveröffentlichte Statistik zur Cyber-Kriminalität 2016 gewährt: Der Trend verheißt nichts Gutes und lässt einen gewaltigen Anstieg der Verbrechen via Internet für 2017 erwarten. Und der daraus resultierende Schaden ist bereits jetzt immens: 1,6 Milliarden Euro kosten Österreichs Wirtschaft alljährlich die Folgen aus Cyberkriminalität und Betriebsspionage. „Ein echtes Problem, das nicht nur hochtechnologische Start-ups betrifft, sondern auch den Hotelier, die Werkstatt oder den Händler von nebenan. Aus diesem Grund weiten wir im Zuge der WKO-4.0-Reform unsere Services und Dienstleistungen in diesem Bereich aus“, erklärte Präsident Mandl heute bei der der Cyber-Security-Hotline.

Rat und Tat

Unter der Nummer 0800 888 133 stehen WKO-Mitgliedern von nun an IT-Experten kostenlos mit Rat und Tat zur Seite. Getragen und finanziert wird dieses Pilotprojekt gemeinsam von den Wirtschaftskammern Kärnten, Steiermark, Burgenland, Oberösterreich, Vorarlberg und Tirol sowie von der Wirtschaftskammer Österreich, wie Präsident Christoph Leitl vor kurzem betonte: „Wir wollen zur weltweit leistungsstärksten WK-Organisation werden – durch Fairness bei der Finanzierung inklusive einer Entlastung aller Mitglieder, durch eine klare Aufgabenverteilung zwischen WKÖ und Landeskammern, die Bündelung von Leistungsangeboten und durch neue Services wie die nun startende Cyber-Security-Hotline.“ 

So funktioniert die Hotline

Die Cyber-Security-Hotline unterstützt bei Sicherheitsvorfällen mit Bezug auf IKT-Infrastruktur (PC, Server, Handy etc.), beispielsweise bei Virenbefall, Verschlüsselungstrojanern oder digitaler Erpressung - also bei allen Fällen, die unter dem Begriff Cyber-Kriminalität zusammengefasst werden, erklärte die Leiterin des WK-Servicezentrums, Jutta Steinkellner: „Wenn etwas passiert, ist Feuer am Dach, da geht es um rasche Hilfe, um die Situation zu deeskalieren und den Schaden zu minimieren.“ 

Betroffenen Mitgliedern der WK Kärnten steht unter 0800 888 133 ab sofort eine kostenlose telefonische Notfallhilfe zur Verfügung. Diese „Erstversorgung“ ist rund um die Uhr sieben Tage die Woche erreichbar. Für Hilfe darüber hinaus sorgt ein ebenfalls neu eingerichteter Bereitschaftsdienst von IT-Security-Experten (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr). Nach Schätzungen von IT-Spartenobmann Martin Zandonella sind bisher etwa 5000 Kärntner Betriebe von Cyberattacken betroffen: „Das ist eine erhebliche kriminelle Energie, fast schon ein Business Modell, das immer versucht, den Abwehrmaßnahmen einen Schritt voraus zu sein.“

Zwei von drei Unternehmern sehen konkrete Cybercime-Gefahr

Wie aktuell das Thema ist, zeigt eine aktuelle Umfrage des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung, an der insgesamt 462 steirische Unternehmerinnen und Unternehmer aus sämtlichen Branchen und Regionen teilgenommen haben. „96 Prozent beurteilen das Thema IT-Sicherheit hier als sehr wichtig oder zumindest wichtig, 65 Prozent sehen für ihr Unternehmen durch Internetkriminalität konkrete Gefahren“, analysierte Zandonella. Abhilfe schaffen adäquate Firewalls und aktualisierte Virenschutzprogramme („Wer das nicht hat, an dem ist etwas vorübergegangen“, meint Zandonella), aber auch die Vermeidung veralteter Software, echte Backups (die im Falle eines Angriffs nicht mitverschlüsselt werden können), ein festgelegter Notfallplan und regelmäßige Sicherheitsschulungen für die Mitarbeiter. Auch die kommende Datenschutzgrundverordnung erhöht jetzt schon die Chancen, Cyberattacken unbeschadet zu überstehen, unterstreicht Zandonella: „Es schützt nicht nur sensible Informationen wie etwas Kundendaten, sondern auch mein Unternehmen, wenn ich mich an gewisse Standards halte.“

Weitere Infos zur Hotline gibt es unter www.cys.at.

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