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WK fordert Mindestsicherung für Nacht- und Eventgastronomie

Die verschärften Corona-Maßnahmen sind ein Schock für die Kärntner Nacht- und Eventgastronomie: Die Einschränkungen sind gleichzusetzen mit einem zweiten Lockdown. Gastro-Sprecher Sternad fordert jetzt eine Mindestsicherung für Unternehmer.

WK fordert Mindestsicherung für Nacht- und Eventgastronomie.
© KK/pixabay
Als „dramatisch“ bezeichnet Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie, die Auswirkungen der neuen Corona-Einschränkungen auf die Event- und Nachtgastronomie.

„Wir haben zwar Verständnis für die herausfordernde Situation und die Tatsache, dass die Regierung auf steigende Infektionszahlen reagieren muss, es ist aber untragbar, dass unsere Betriebe an jedem zweiten Tag neue Regeln vorgesetzt bekommen. Unternehmen brauchen – auch in Coronazeiten – ein Mindestmaß an Planungssicherheit, und die gibt es derzeit überhaupt nicht“, so Sternad.

Dazu komme, dass das Feiern nur im gastgewerblichen Bereich verboten werde. Private Feiern sind von der Neuregelung ausgenommen. „So werden unsere Gäste dazu gedrängt, ihre Feiern vom Gastronomiebetrieb in die eigenen vier Wände zu verlegen. Wenn man bedenkt, wie gut es uns in den vergangenen Monaten gelungen ist, mit Hygiene- und Abstandsregelungen für Sicherheit in unseren Betrieben zu sorgen, ist das völlig unverständlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass im privaten Bereich – ohne jede Form der Kontrolle oder Steuerung – ähnlich gearbeitet werden kann“, sagt der Kärntner Wirtesprecher.

Existenzgrundlage wird entzogen

Vor allem für jene Gastronomen, die den Großteil ihrer Umsätze nach 22 Uhr erwirtschaften, und die Eventgastronomie, die auf Hochzeits-, Weihnachts- und Geburtstagsfeiern angewiesen ist, sind die neuen Regeln ein Schlag ins Gesicht. Josef Petritsch, Obmann der WK-Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft betont: „Unsere Betriebe haben in den vergangenen Wochen große Disziplin bewiesen, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. Es ist eine große Enttäuschung, dass nun gerade der Tourismus wieder als erste Branche von Lockdown-Maßnahmen betroffen ist.“

Kampf für die Mehrwertsteuersenkung

Nun müsse zumindest alles dafür getan werden, um die Betriebe bestmöglich zu unterstützen. Der vehemente Einsatz seitens der Wirtschaftskammer für eine Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung habe sich gottseidank ausgezahlt. Die Verlängerung bis Ende 2021 sei zwar eine sehr gute Nachricht, helfe aber nur denjenigen, die Umsätze erwirtschaften dürfen. „Wir brauchen jetzt aber konkretere Taten statt Worte. Andernfalls wird die Event- und Clubkultur, wie man sie bisher in Österreich kennt, schon bald nicht mehr existieren. Kaum ein Unternehmen kann Einschränkungen in einem solchen Ausmaß betriebswirtschaftlich überstehen“, so Petritsch. Er fordert ein sofortiges Eingreifen: „Man entzieht diesen Unternehmen ihre Existenzgrundlage. Die Bundesregierung muss rasch reagieren!“

Mindestsicherung für Unternehmer gefordert

Auch Stefan Sternad fordert rasche Lösungen für die betroffenen Betriebe. „Und wir sprechen hier nicht von Erleichterungen, sondern von konkreten Unterstützungsleistungen – also Geld, um die Fixkosten tragen zu können und um später wieder aufsperren zu können. Niedrigere Mehrwertsteuersätze bringen nichts, wenn man monatelang keinen Umsatz erwirtschaften darf.“

Unbürokratische Hilfe sei das Gebot der Stunde. Zu allererst müsse es nun einen Unternehmerlohn für all jene geben, die ihre Betriebe derzeit nicht (oder nur in sehr geringem Ausmaß) öffnen dürfen, fordert Stefan Sternad: „Wenn keine Umsätze erzielt werden können, muss es zumindest eine Mindestsicherung für Unternehmer geben. Es ist nicht einzusehen, warum es für Arbeitnehmer eine Mindestsicherung gibt, aber für Arbeitgeber nicht!“

Appell an die Branche

Beide Standesvertreter sind sich einig: Wolle man die Wintersaison retten, müssen die heimischen Betriebe mit gutem Beispiel vorangehen und die Präventionsmaßnahmen befolgen. „Wir haben es zum Teil selbst in der Hand, drastischere Maßnahmen zu verhindern“, bringt es Petritsch auf den Punkt. „Wollen wir einem weiteren Lockdown zuvorkommen, braucht es jetzt ein beispielhaftes und solidarisches Vorgehen auch von Seiten der Gäste“, so Sternad abschließend.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Wolfgang Kuttnig, MAS
T 05 90 90 4 - 600
Ewolfgang.kuttnig@wkk.or.at
Wtourismusdrin.at

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