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WK-Obmann Franz Ahm: Schluss mit Millionengeschenken!

Die angebliche Null-Lohnrunde für das Magistratspersonal entpuppt sich als millionenschweres Belastungspaket, warnt der neue WK-Bezirksstellenobmann. Schon jetzt sei der Magistrat bei Anträgen monatelang in Verzug.

Anstatt einzusparen, spendiert der Bürgermeister jedem städtischen Mitarbeiter drei zusätzliche Urlaubstage und eine bezahlte Mittagspause. Das kostet die Steuerzahler mehr als sechs Millionen Euro
© MQ-Illustrations - adobe.stock.com
Mit einer angeblichen Nulllohnrunde will Bürgermeister Christian Scheider die Finanzen der Landeshauptstadt retten. „An und für sich ein Zeichen der Erkenntnis, doch bei näherer Betrachtung sind wir aus allen Wolken gefallen“, kritisiert heute der neue Obmann der Bezirksstelle Klagenfurt, Franz Ahm: „Anstatt einzusparen, spendiert der Bürgermeister jedem städtischen Mitarbeiter drei zusätzliche Urlaubstage und eine bezahlte Mittagspause. Das kostet die Steuerzahler mehr als sechs Millionen Euro und ist ein Schlag ins Gesicht aller Unternehmer und ihrer Beschäftigten in der Privatwirtschaft.“

Scheiders Urlaubs- und Pausenmodell bedeute nämlich nicht nur drei zusätzliche Urlaubstage, sondern in Summe 17 Tage und damit deutlich mehr als zwei zusätzliche arbeitsfreie Wochen im Jahr. Das entspreche umgerechnet einer mehr als Verdoppelung des Bundesgehaltsabschlusses von drei Prozent.

Mehr Urlaub trotz Vollauslastung

Aus Sicht des Bezirksstellenobmanns und Unternehmers Ahm lässt diese Freizügigkeit nur einen Schluss zu: „Offenbar ist die Führung der Landeshauptstadt der Auffassung, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Auswirkungen auf die städtische Verwaltung zusätzlich 17 Tage zuhause bleiben können.“ Das könne aber nicht stimmen, wenn man sich ansehe, welche Schwierigkeiten die Stadtverwaltung jetzt schon habe, ihren Aufgaben nachzukommen, unterstreicht Ahm: „Viele Klagenfurter Unternehmen warten schon seit Monaten auf den Kostenersatz nach dem Epidemiegesetz. Laut einem Mail der zuständigen Magistratsabteilung vom Oktober ist man dort derzeit mit Anträgen aus dem Jänner und Feber beschäftigt!“ Zusätzliche, vom Bürgermeister freihändig vergebene, Urlaubstage müssten daher durch Mehrleistungen, Überstunden oder zusätzliches Personal kompensiert werden. Das würde weitere enorme Belastungen für das Budget produzieren und dann schon mehr als das Dreifache einer adäquaten Lohnerhöhung kosten, prophezeit Ahm.

Die Vorbildwirkung dieser Personalpolitik der öffentlichen Hand ist laut Ahm für die Privatwirtschaft fatal: „80 Prozent unserer Mitgliedsbetriebe sehen den Fachkräftemangel als die größte Herausforderung der kommenden Zeit. Durch solche Hauruckmaßnahmen wird der öffentliche Dienst am hart umkämpften Arbeitsmarkt immer mehr zur Konkurrenz der Privatwirtschaft. Der Bürgermeister soll effizient wirtschaften und nicht auf Steuerzahlers Kosten Geschenke verteilen, welche sich in der Zukunft als ein unglaublicher 'Budget-Bumerang' erweisen werden!“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Bezirksstelle Klagenfurt
Mag. Markus Polka
T 05 90 90 4-271
E markus.polka@wkk.or.at

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