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WK Kärnten steht zu Asylpraxis

Die Abschiebung von Lehrlingen, deren Asylverfahren negativ abgeschlossen wurde, ist bedauerlich, kann aber nicht über geltendem Recht stehen. Eine Weiterentwicklung des Umgangs mit begabten Asylwerbern sei aber wünschenswert, meint WK-Präsident Mandl.

Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten Jürgen Mandl MBA, copyright Helge Bauer
© WKK/Bauer
Klar hinter das geltende österreichische Asylrecht stellte sich heute Kärntens Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl. Unternehmen, die ausländische Lehrlinge vor Abschluss des Asylverfahrens aufgenommen hätten, seien über das mögliche Risiko einer Abschiebung informiert gewesen. Mandl: "Jedermann weiß, dass das Thema der Zuwanderung derzeit höchst sensibel zu handhaben ist und geltendes Recht nicht aufgrund von - zweifelsohne bedauerlichen - Einzelfällen in Frage gestellt werden soll. "

Dennoch halte er es aus ethischen, aber auch praktischen Überlegungen für angebracht, den bisherigen juristischen Prozess zu überprüfen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln. Es sei weder menschlich vertretbar noch ökonomisch klug, ausgerechnet einige der bestausgebildeten, engagiertesten und integrationswilligsten jungen Zuwanderer wieder nachhause zu schicken. Mandl: "Diese jungen Menschen haben durch ihre erfolgreiche Suche nach einem Lehrplatz und durch den Umstand, dass sie sich aus Sicht der ausbildenden Unternehmen offenbar bewähren, eindrücklich unter Beweis gestellt, dass sie an unserer Gesellschaft Interesse und ihren Anteil leisten wollen. Das sollte man im Rahmen der rechtlichen Beurteilung durchaus berücksichtigen." Denn eines ist für Mandl völlig klar: "Wir werden aufgrund der Bevölkerungsentwicklung in Österreich und in Europa Zuwanderung brauchen, um bestehen zu können. Und wir sollten sehr genau darauf achten, wer zu uns kommt und wer bei uns bleibt, damit wir auch in Jahrzehnten unsere hohen sozialen Standards halten können."

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