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Vom kleinen Eissalon zum großen Tourismusbetrieb

Qualität und Freude an der Arbeit: Das ist das Erfolgsrezept von Familie Politzky, die seit über 80 Jahren die touristische Entwicklung in Velden prägt und bereits in der dritten Generation eine starke Unternehmerpersönlichkeit an den Start schickt.

Anita Arneitz
Von der Oberscremeschnitte bis zum Zwetschkenfleck: Im „Le Café“ in Velden servieren Julischka Politzky und ihr Sohn Manuel das ganze Jahr über Mehlspeisen aus der hauseigenen Konditorei.
© Höher Von der Oberscremeschnitte bis zum Zwetschkenfleck: Im „Le Café“ in Velden servieren Julischka Politzky und ihr Sohn Manuel das ganze Jahr über Mehlspeisen aus der hauseigenen Konditorei.

Nach dem Krieg wollte der Wiener Koch und Zuckerbäcker Josef ­Politzky nur eines: seine eigene Konditorei mit Eissalon am Wörthersee. Mit 22 Jahren wurde sein Traum wahr und er legte damit den Grundstein für einen vielseitigen Gastronomie- und Hotelbetrieb in Velden. Sein Eiswagen und das Liefermoped wurden bereits in den 1950er und 1960er Jahren zur Legende. Zwei Generationen später betreibt die Familie nicht nur die Konditorei im Stammhaus, sondern auch das moderne Casinohotel mit 41 Zimmern und Suiten, das angeschlossene Kaffeehaus „Le Café“, das Dreihaubenrestaurant „Caramé“ und im Sommer die Bar „Switch-Schinakl“. Seit jeher treffen sich hier Einheimische und Prominente.

Jeder Generation Freiräume geben

Das soll auch in Zukunft so bleiben. Denn mit Manuel Politzky ist die Betriebsnachfolge gesichert. Gemeinsam mit seiner Mutter Julischka Politzky führt er die Geschäfte. „Noch haben wir Bereiche zwischen uns aufgeteilt, aber im Laufe der Zeit soll immer mehr Verantwortung der Jugend übergeben werden“, erzählt Julischka Politzky. Sie selbst machte zuerst Matura und Konzessionsprüfung, dann erst eine Konditorlehre mit Meisterprüfung, bevor sie den Betrieb mit 27 Jahren von ihrem Vater übernahm. 
„Ich hatte das Glück, dass meine Eltern zwar beraten, aber nie gezwungen haben.“ Leicht sei es dennoch nicht in einem Familienbetrieb. Es werde zusammen gestritten, gearbeitet und gelebt. Damit das langfristig klappt, brauche es ein Ziel und die Bereitschaft, Kompromisse zu schließen. Von ihrem Vater habe sie gelernt, jeder Generation Freiräume zu geben und Fehler zuzulassen. „Nie ein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen“, meint die Unternehmerin. Genau wie für Julischka Politzky war auch für ihren Sohn Manuel immer schon der Wunsch da, im Familienbetrieb mitzuarbeiten. Manuel Politzky sagt dazu: „Ich bin hier auf- und hineingewachsen. Es ist ein toller Beruf und ich mag die abwechslungsreiche Arbeit.“ Selbst wenn man in der Gastronomie am Wochenende anpacken muss. „Das ist auch in anderen Berufen so“, sagt Julischka Politzky. Nur würden manche Menschen darauf vergessen, dass das Leben aus drei Teilen besteht: schlafen, arbeiten und Freizeit. „Die Arbeit ist nicht ausschließlich dazu da, um Geld zu verdienen. Sie soll auch Spaß machen. Das geben wir an unsere Lehrlinge und Mitarbeiter weiter.“ Der Beruf sollte Teil von einem sein und glücklich machen. Denn alles, was man gerne macht, mache man auch gut – egal ob als Unternehmer oder Mitarbeiter.

Fachkräfte zu finden ist schwer

Geeignete Fachkräfte zu finden, werde jedoch immer schwieriger. „Eine der großen Herausforderungen der Zukunft ist sicher das Finden und Binden von Mitarbeitern“, erzählt Julischka Politzky. Deshalb mache sie sich Gedanken darüber, wie der Familienbetrieb gerade für Saisonmitarbeiter noch attraktiver werden kann. Zudem bilden sie selbst Fachkräfte aus. „Man kann alles lernen, aber die Voraussetzung ist, dass man das wirklich will.“ Aktuell ist eine Lehrstelle als Hotel- und Gast­gewerbeassistenz frei. 


Den vollständigen Artikel inklusive Interview lesen Sie in der Kärntner Wirtschaft, Ausgabe 5/6.

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