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Vom Start-up zum Global Player in der IT-Branche

Innerhalb von zehn Jahren verzehnfachte Imendo aus Klagenfurt seinen Mitarbeiterstand und setzt erfolgreich als IT-Dienstleister Großprojekte um. Jetzt sollen auch die selbst entwickelten Produkte im deutschsprachigen Raum und England durchstarten.

Anita Arneitz
Die Projektmanagerinnen Pia Polansek und Julia Sussitz beim Meeting mit Ioan Kogler vom Servicedesk und Geschäftsführer Jörg Kerschbaumer.
© Lobitzer Die Projektmanagerinnen Pia Polansek und Julia Sussitz beim Meeting mit Ioan Kogler vom Servicedesk und Geschäftsführer Jörg Kerschbaumer.

Am Gang rennt der Schmäh, zwischendurch wird eine Runde gewuzzelt und die Besprechung überwachen Fini und Josie – die Bürohunde: Was Arbeitsklima und Stimmung anbelangt, ist Imendo aus Klagenfurt ein typisches Start-up geblieben. Doch in allen anderen Bereichen ist es innerhalb von zehn Jahren zu einem gestandenen Unternehmen in der IT-Branche herangewachsen und beschäftigt aktuell 35 Mitarbeiter. Und es sollen noch mehr werden. „Wir könnten sofort zehn Leute aufnehmen, aber sie sind schwer zu finden“, berichtet Jörg Kersch­baumer, einer der drei Firmengründer. 2021 soll innerhalb des Lakeside Parks in ein größeres Büro gesiedelt werden. Die Schwerpunkte des Unternehmens liegen zum einen auf kunden­spezifische Softwareprojekte, zum anderen auf Eigenentwicklungen im Smart-Office-Bereich. Ersteres umfasst zum Beispiel den Aufbau eines globalen Intranets für einen der größten Halbleiterhersteller, das gesamte Dokumentenmanagementsystem für die Kabeg oder Großprojekte für österreichische Ministerien – nur ein Teil der langen Referenzliste.

Jetzt will Imendo auch mit selbstentwickelten Produkten durchstarten. Eaty, eine Essensbestellsoftware, ist bereits am Markt. „Mithilfe der Software können Mitarbeiter in Kantinen oder Patienten im Krankenhaus ihr Mittagsmenü online auswählen, Inhaltsstoffe wie Aller­gene einsehen und die Mahlzeit wird dann in der Küche frisch zubereitet“, erklärt Kerschbaumer. Dadurch fallen weniger Speiseabfälle an und die Abrechnung mit Bons kann digitalisiert erfolgen. Ein Pilotprojekt mit dieser Software läuft inzwischen auch in den Schulen. Mit dieser Software können auch Besprechungsräume automatisch bewirtet werden – von der Raumbuchung bis hin zur Abrechnung. „Dieses Produkt soll künftig verstärkt in der DACH-Region und England vertrieben werden“, verrät Kerschbaumer. Bald soll auch eine Niederlassung in Wien folgen.

Von der Planung bis hin zur Programmierung wird bei Imendo alles selbst erledigt. „Wir haben 40 Prozent Technikerinnen. Dieser hohe Frauenanteil hat sich so ergeben und wir sind stolz ­darauf“, sagt Kerschbaumer. Genauso wie das Wachstum war das ein Prozess. „Wir bemühen uns, in unserem Tun agil zu bleiben und diese Flexibität auch an unsere Mitarbeiter weiterzugeben, damit sie sich bei uns wohlfühlen.“


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 5 der "Kärntner Wirtschaft".

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