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Vom Naturrohstoff zum vollendeten Designobjekt

Die Oberkärntner Tischlerei Lindner hat sich auf Akustikmodule spezialisiert. Schon bei der Europameisterschaft in Frankreich 2016 sorgte Tischlermeister Lindner mit seinem Team für den richtigen Ton.

Hans Peter Lindner_THL Tischlerei Holzdesign Lindner_photo-baurecht
© Patrick Sommeregger-Baurecht Hans-Peter Lindner ist von der Vielfältigkeit des Rohstoffes Holz fasziniert und begeistert bei der Arbeit. Von Design und Qualität soll jedes Produkt geprägt sein, das die Werkstätte verlässt.

Wenn man in der Werkstätte von Tischlermeister Hans-Peter Lindner für einen kurzen Moment die Augen schließt, kommt es einem vor, als stünde man mitten in einem Winterwald. Der Duft des Holzes trägt einen in Gedanken fort, doch durch das Kreischen der Sägen findet man sich schnell in der Realität wieder. Die nächsten Aufträge stehen an und die vierzehn Mitarbeiter der Tischlerei Holzdesign Lindner in Steinfeld haben alle Hände voll zu tun.

Aus heimischen Wildhölzern wie etwa Roseneiche oder Wildkirsche werden individuelle Komplettlösungen vom Fußboden bis zur Einrichtung gefertigt. Beliebt sind vor allem die Zirbenmöbel, die Schlaf und Gesundheit fördern sollen. Angeboten werden auch Fenster und Türen inklusive Sonnenschutz und Brandschutztüren, die gemeinsam mit dem lang-jährigen Partner Actual je nach Kundenwunsch gestaltet werden. In einem Schauraum können sich die Kunden selbst ein Bild vom Angebot und den vielfältigen Möglichkeiten machen. „Türen und Fenster sind mehr als nur Funktionselemente, sie vermitteln Lebensgefühl, schaffen Räume, bieten Schutz, öffnen Perspektiven und verleihen dem Ambiente Stil“, weiß Lindner. 

Er selbst hatte einen anderen Lebensplan und machte in jungen Jahren die Studienberechtigungsprüfung für Architektur. Ein jahrelanges Studium ohne umgehende Ergebnisse schien ihm aber dann doch nicht das Richtige zu sein. Als Tischler könne er sein räumliches Darstellungsvermögen und seine Kreativität ebenso zum Ausdruck bringen. 1990 folgten die Tischlermeisterprüfung und drei Jahre später, zu Beginn noch gemeinsam mit einem Partner, der Weg in die Selbstständigkeit. Angst vor diesem Schritt habe Lindner nie gehabt: „Ich hatte sehr alte Eltern und musste als Bub für sie sorgen. Ich war es gewohnt, früh Verantwortung zu übernehmen.“ 

Das Erfolgsgeheimnis des Betriebes 

Die Kombination aus Besonnenheit und Flexibilität ist ein Erfolgsgeheimnis des Betriebes geblieben. So wuchs auch neben den Standardaufträgen ein neuer Geschäftszweig heran. Mit innovativen Holzelementen sorgte die Tischlerei in den Fernsehstudios der Europameisterschaft in Frankreich 2016 für optimale Tonqualität. „In der Tontechnik sind Qualität und Genauigkeit das Maß aller Dinge“, erklärt der Tischlermeis­ter. Mit den Akustikmodulen wird mittlerweile über ein Viertel des Umsatzes erwirtschaftet.

Doch nicht nur der Klang muss passen, auch die Haptik wird den Kunden immer wichtiger. Oberflächen auf der die Holzstruktur zur Geltung kommt, liegen derzeit im Trend. Unabhängig von Mode­erscheinungen sind Lindner Qualität und Design in allen seinen Arbeiten besonders wichtig: „Kunden, die zu uns kommen wissen, dass Qualität ihren Preis hat, die Möbel dafür aber wesentlich länger Freude bereiten.“ Dafür steht der kreative Handwerker für Fragen zu Farben, Material, Stil und effektiver Raumnutzung zur Seite.

Hinter Lindner steht seit bald 25 Jahren seine Mannschaft, die nahezu vollständig im Betrieb ausgebildet wurde. „Ohne ein motiviertes Team lassen sich keine Erfolge feiern“, weiß der Tischlermeister. Als Anerkennung für den Einsatz werde es 2018 zum Jubiläum ein Firmenfest geben. Um auch in Zukunft am Ball zu bleiben, sei es notwendig, die Werkstätte zu modernisieren und weitere Lehrlinge auszubilden. Festhalten will Lindner auch an seinem Motto: „Holz nach Maß – was denkbar ist, ist auch machbar.“


Interview mit Hans-Peter Lindner, Geschäftsführer Tischlerei Holzdesign Lindner

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© Patrick Sommeregger Baurecht Hans-Peter Lindner hat nahezu alle Mitarbeiter selbst ausgebildet.

Wie bringen Sie sich als Betrieb in die Region ein?

Hans-Peter Lindner: Wir sehen unsere Aufgabe als Betrieb darin, auch in einem Randgebiet wie Steinfeld ganzjährig für Arbeitsplätze zu sorgen und innovative Produkte herzustellen. Wir wachsen langsam, aber dafür stetig.

Für welche Werte hat ein Unternehmen zu stehen?

Das Betriebsklima muss passen – nicht nur unter den Mitarbeitern, sondern auch der Chef sollte ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter haben. Das wirkt sich auf die Arbeit aus und das spürt letztlich auch der Kunde. 

Welche Herausforderungen sehen Sie für die kleinen und mittleren Betriebe Kärntens?

Es gibt sicherlich Dinge, die einem Unternehmer den Alltag erleichtern könnten, doch ich vertrete die Meinung, dass man nicht jammern sollte, sondern handeln. Firmen mit einer positiven Einstellung gehen auch einen positiven Weg.

Wie schätzen Sie die Zukunft Ihrer Branche ein?

Handwerksbetriebe wird es immer brauchen, da sehe ich keine Gefahr. Handwerk steht für Qualität und die hat ihren Preis. Ich mache aber die Erfahrung, dass immer mehr Menschen bereit sind, Preis und Leistung abzuwägen und sich dann für das Handwerk entscheiden.

Warum sollten Kunden in der Region einkaufen?

Durch das Einkaufen im Ort schafft man Arbeitsplätze, hält die Kaufkraft hoch und sorgt für Leben in der Gemeinde.

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