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Vom Kunden zur Rettung in der Not

Sähen, Mähen, Ernten – mit der WK-Betriebshilfe haben zwei Unterkärntner den Sommer überbrückt.

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© Nachbar Bernhard Mori und Peter Hanzmann sind beide in landwirtschaftlichen Betrieben aufgewachsen und kennen sich in ihrem Metier aus.

Mit der Gipshand am Traktor? Dass das nicht funktionieren wird, war Bernhard Mori, Agrardienstleister aus St. Kanzian am Klopeiner See, schnell klar. Beim Anheben einer Eisenbordwand passierte im Sommer 2016 ein ­Arbeitsunfall und er riss sich seine Bizepssehne. Sechs Wochen Gipsverband plus Regenerationszeit wären für den damals noch Ein-Mann-Betrieb eine wirtschaft­liche Katas­trophe gewesen. 

„Ohne meine rechte Hand kann ich weder mit dem Traktor fahren, noch sonstige Arbeiten verrichten. Gerade im Sommer, wenn Heu und Stroh gepresst werden, gemäht oder gesät wird – ich brauchte dringend Ersatz“, erzählt der 34-Jährige. Mehrere Ersatzkandidaten haben ihm damals abgesagt. Dass er auf Peter Hanzmann kam, war eher Zufall. „Bernhard hat mehr oder weniger verzweifelt nach jemandem gesucht und mich gefragt, ob ich einspringen kann“, erzählt Peter Hanzmann, der zu dieser Zeit in Karenz war. Der Landarbeiter und Landwirt und Mori sind sozusagen Nachbarn. „Die Nähe war ideal, denn in meiner Branche muss man flexibel sein. Oft kommen spontan Aufträge und bei Peter konnte ich jederzeit schnell anrufen“, sagt Mori.

Hilfe von der WK

Einmal zusammengefunden, wurde die Organisation der Betriebshilfe von der Wirtschaftskammer übernommen. „Absolut unbürokratisch und unkompliziert“, bestätigen beide. Mori: „Wichtig war mir damals, jemand aus der Gegend zu finden, der auch kurzfristig Zeit hat. Ich arbeite nicht in einem klassischen Achtstundentag im Büro.“ Vom Säen, Eggen, Mähen und Pressen über Schotterlieferungen und Arbeiten im Weinbau musste der Betriebshelfer vielseitig Arbeiten. „Vor allem muss man Traktorfahren und das kann ich“, lacht Hanzmann, der in einem landwirtschaftlichen Betrieb aufgewachsen ist. „Ich habe alle Arbeiten erledigt, die Bernhard sonst gemacht hätte – bis auf die Buchhaltung. Weil wir uns gekannt haben, waren keine großen Überraschungen dabei.“

Ein ideales Team – auch heute noch. Denn zusammenarbeiten tun sie auch nach den Monaten der Betriebshilfe noch. Jetzt ist Hanzmann aber wieder Kunde.


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