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Unternehmernachwuchs macht den Führerschein

Kärntner Schüler führten ein Schuljahr lang ein eigenes Unternehmen und sammelten Wirtschafts-Know-how. Mandl: "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es überlebenswichtig, dass Schüler so früh und flächendeckend wie möglich den Spirit des Unternehmertums kennenlernen und mit wirtschaftlichem Basiswissen versorgt werden."

Was bringt es, den Führerschein zu machen, obwohl man noch zu jung ist, um ein Auto zu lenken? Gerade in wirtschaftlich turbulenten Zeiten viel, wenn es sich um den Unternehmerführerschein handelt. Schüler so früh wie möglich an wirtschaftliche Basiskenntnisse heranführen und damit die Basis für kommenden Unternehmergenerationen zu schaffen ist das erklärte Ziel dieser Zusatzausbildung. Parallel dazu hatten sich mehrere Schulklassen auf eine Reise in die Welt des Unternehmertums begeben, im Rahmen des JUNIOR-Landeswettbewerbs Firma gegründet, über Geschäftsideen nachgedacht und diese Ideen dann zur Marktreife gebracht.


13 Schüler und Schülerinnen aus vier Kärntner Schulen haben den Unternehmerführerschein bestanden und wurden von Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl ausgezeichnet. Foto: WKK/Lobitzer
13 Schüler und Schülerinnen aus vier Kärntner Schulen haben den Unternehmerführerschein bestanden und wurden von Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Mandl ausgezeichnet. Foto: WKK/Lobitzer


Früh übt sich – 19 Schulen machen mit
Bereits 19 Schulen und Ausbildungsstätten in Kärnten bieten den Unternehmerführerschein als Zusatzqualifikation für junge Menschen an. 3.102 haben die aus vier Modulen bestehende Ausbildung österreichweit bereits erfolgreich bestanden. Um das hohe Niveau der wirtschaftlichen Zusatzqualifikation zu halten, arbeitet die Wirtschaftskammer eng mit den Schulen zusammen und bietet etwa Fortbildungsseminare für die verantwortlichen Lehrer an. Der Erfolg spricht für sich: "Der unternehmerische Spirit der potenziellen Nachwuchsunternehmer war bei der Verleihung des Unternehmerführerscheins deutlich zu spüren", freut sich Präsident Mandl über das Engagement der Schülerinnen und Schüler. "In diesen wirtschaftlich bewegten Zeiten wünsche ich mir, dass wirtschaftliches Basiswissen flächendeckend für alle Schülerinnen und Schüler zugänglich wäre. Schließlich rekrutiert sich aus diesen jungen Menschen die nächsten Unternehmergeneration, die in Kärnten für Einkommen, Wohlstand und Arbeitsplätze sorgen wird", so Mandl weiter.

Diese Schülerinnen und Schüler haben den Unternehmerführerschein gemeistert:

  • Stefanie Franziska Arbeiter -Ingeborg Bachmann-Gymnasium
  • Florian Auer-Welsbach - Ingeborg Bachmann-Gymnasium
  • Christian Bucher - LFS Althofen
  • Greta Donner - Ingeborg Bachmann-Gymnasium
  • Birgit  Dorner - Ingeborg Bachmann-Gymnasium
  • Markus Essl - Ingeborg Bachmann-Gymnasium
  • Felicitas  Gößnitzer-Gharabaghi - BRG Viktring
  • Caroline Theresa Hauler - Ingeborg Bachmann-Gymnasium
  • Christoph Knapitsch - Ingeborg Bachmann-Gymnasium
  • Stefanie Schöffmann - WIMO
  • Christina Staudacher - BRG Viktring
  • Alexander Stefitz - Ingeborg Bachmann-Gymnasium
  • Silke Thaler - Ingeborg Bachmann-Gymnasium


Beute(l) für den Sieg
Ein weiteres Standbein, um das Unternehmertum beim heimischen Nachwuchs schon frühzeitig zu fördern, ist der jährliche JUNIOR Landeswettbewerb, bei dem Schülern und Schülerinnen ein Schuljahr lang eine eigene Firma führen, Geschäftsideen entwickeln und diese zur Produktreife zu bringen.

Dadurch hatten die potenziellen Jungunternehmer die große Gelegenheit, tief in die Welt der Unternehmen einzutauchen, wirtschaftliche Abläufe kennenzulernen und einen Eindruck davon zu bekommen, wie Unternehmen arbeiten und funktionieren.

Die Nase vorn hatte in diesem Jahr die JUNIOR-Firma Beute(l)schema von der Praxis HAK Völkermarkt. Die vier Nachwuchsunternehmer konnten die Jury mit ihrer Idee, Jutebeutel biologisch herzustellen und individuell zu bedrucken, überzeugen und sich über das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro freuen. Auf dem zweiten und dritten Platz kamen zwei JUNIOR-Firmen von der HTBLA Wolfsberg ins Ziel.

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