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Umfrage beweist: Erhöhte Parkgebühren sind für Klagenfurter Betriebe geschäftsschädigend

Die seit einigen Wochen erhöhten Parkgebühren sorgen für Unmut unter den Innenstadt-Unternehmen. Um ein besseres Bild von der Situation zu bekommen, hat die Bezirksstelle Klagenfurt Betriebe innerhalb des Rings befragt. 

Franz Ahm und Cornelia Hübner
© WKK/Ozzy Images Franz Ahm, WK-Bezirksstellenobmann Klagenfurt, und Cornelia Hübner, Sprecherin der Innenstadt-Kaufleute, fordern eine Stunde Gratisparken.
Bereits Ende 2021 warnte Franz Ahm, Bezirksstellenobmann in Klagenfurt, davor, die Parkgebühren in der City anzuheben und zeigte auf, dass man sich dadurch von einer kundenfreundlichen Citymobilität noch weiter entfernen würde. Trotz Protesten der Innenstadt-Betriebe wurde vor wenigen Wochen die Gebühr deutlich – von 50 auf 90 Cent pro halbe Stunde – angehoben. Dass diese Erhöhung zu Lasten der Unternehmen geht, belegt eine kürzlich durchgeführte Umfrage der Wirtschaftskammer Kärnten. „Wir haben die Innenstadt-Kaufleute zur Parksituation befragt und die Ergebnisse senden deutliche Alarmsignale“, sagt Franz Ahm.

Knapp 80 Prozent der Unternehmerinnen und Unternehmer bewerten die Parksituation in der Klagenfurter Innenstadt für ihre Kundinnen und Kunden als weniger bzw. überhaupt nicht gut. Noch deutlicher wird der Unmut bei der Frage zur Gebührenerhöhung sichtbar: 88 Prozent finden die Erhöhung von 50 auf 90 Cent eher nicht bzw. sicher nicht angemessen. „Wir wollten nicht nur ein Stimmungsbild zeichnen, sondern auch konkret wissen, ob die Betriebe Auswirkungen auf ihr Geschäft bemerken“, erklärt Ahm. 61 Prozent gaben an, dass sie bereits mit Umsatzeinbußen aufgrund der erhöhten Parkgebühren zu kämpfen haben. Von diesen 61 Prozent schätzen 44 Prozent, dass die Einbußen über 15 Prozent liegen. „Das ist eine dramatische Zahl! Es kann nicht sein, dass man auf dem Rücken der Unternehmen versucht, Budgetlöcher zu stopfen“, zeigt sich der WK-Obmann verärgert.

In der Umfrage gab es auch Platz, um persönliche Erfahrungen mit der Parksituation festzuhalten. „Fast die Hälfte der Befragten hat einen Kommentar hinterlassen. Diese reichen von der Forderung der Gratisstunde über negative Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden bis hin zu Vorschlägen zur Attraktivierung“, berichtet Ahm. Gemeinsam mit Cornelia Hübner, Sprecherin der Innenstadt-Kaufleute, möchte Franz Ahm nun den politischen Entscheidungsträgern die Rückmeldungen der Betriebe präsentieren und auf die Dringlichkeit der Thematik hinweisen. „Die Einkaufstasche kommt immer noch größtenteils mit dem Auto“, weiß Hübner und kann die Sprunghaftigkeit der Klagenfurter Stadtpolitik nicht nachvollziehen. „Es gibt kein Big Picture, das für unsere Innenstadt gezeichnet wird. Wir wissen nicht, wie Klagenfurt in fünf, zehn oder zwanzig Jahren aussehen soll. Aber eines weiß ich sicher: Mit diesen Maßnahmen verkommen wir zum Museum“, so Ahm.

Um die Auswirkungen der erhöhten Parkgebühren abzufedern, fordern Franz Ahm und Cornelia Hübner das 30-minütige Gratisparken auf 60 Minuten anzuheben. „Das war übrigens ein Versprechen des Bürgermeisters im Wahlkampf“, erinnern die Beiden. Der Vorschlag: Abgerechnet werden soll die Gratisstunde über den Parkautomaten oder über die Handy-App. Wenn man nur eine Stunde parken möchten, bekommt man das Geld wieder ausgeworfen bzw. es wird nichts abgebucht. Bei längeren Parkzeiten wird die Gratisstunde automatisch eingerechnet und verringert so die Parkgebühren. „Wir sollten es den Kundinnen und Kunden, die ja auch aus anderen Bezirken oder anderen Ländern kommen, so einfach wie möglich machen und uns von der Parkuhr-Lösung trennen. Eine moderne Innenstadtgestaltung, die Frequenz bringt und Klagenfurt als Lebens- und Wirtschaftsstandort konkurrenzfähig macht, entscheidet über die Zukunft unserer Landeshauptstadt“, sind Franz Ahm und Cornelia Hübner überzeugt.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Bezirksstelle Klagenfurt
Mag. Markus Polka 
T 05 90 904 – 271
E markus.polka@wkk.or.at 

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