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Kärntens Transporteure fordern faire Bezahlung von Industrie

Kärntens Transportdienstleister stehen mit dem Rücken zur Wand: Der Preisdruck durch die Industrie wächst stetig an. Dazu kommt mangelnde Wertschätzung für die Arbeit der Transporteure – auch in der Öffentlichkeit.

In den jeweiligen Preisverhandlungen wird immer wieder angeführt, dass die Industrie ihre Aufträge auch an die Billigkonkurrenz im Ausland vergeben könne.
© Pixabay
Während die Industrie von großen Gewinnen und Umsatzzuwächsen berichtet, stehen Kärntens Transporteure unter enormen Druck. „Von Holz- bis Lebensmittelindustrie: Wir sind ein wichtiger und zuverlässiger Partner für viele Industriebetriebe, aber diese Arbeit wird offenbar nicht wertgeschätzt. Von unseren Betrieben werden ständig noch niedrigere Preise abverlangt“, ärgert sich Bruno Urschitz, Obmann der WK-Fachgruppe Güterbeförderungsgewerbe. Und das, obwohl die Lohnkosten für Transportunternehmen im Zuge der Coronakrise deutlich gestiegen sind: Da immer wieder Mitarbeiter als Kontaktpersonen in Quarantäne mussten, wurde mehr Personal beschäftigt, um alle Lieferungen trotzdem termingerecht zustellen zu können.

Verständnis für diese schwierige Situation gibt es seitens der Industrie aber kaum. In den jeweiligen Preisverhandlungen wird immer wieder angeführt, dass die Industrie ihre Aufträge auch an die Billigkonkurrenz im Ausland vergeben könne. „Das ist nicht nur traurig, sondern schädigt auch unseren Wirtschaftsstandort“, gibt Urschitz zu bedenken. Speziell in der Coronakrise habe sich gezeigt, wie wichtig die regionale Transportwirtschaft für jede einzelne Kärntnerin und jeden einzelnen Kärntner ist. Diese kurzfristige Anerkennung habe jedoch keinerlei positive Auswirkungen auf die Branche gehabt.

Dumpingpreise haben dramatische Auswirkungen

Urschitz fordert ein Umdenken bei der Preispolitik und ein Bekenntnis zu heimischen Betrieben von der Industrie: „Die Kärntner Transporteure bekennen sich zu Klimaschutz, Sicherheit und Qualität. Dafür erwarten wir uns einen entsprechend fairen Preis.“ Derzeit sei es für die Güterbeförderer kaum möglich, Gewinne zu erwirtschaften. Diese sind wiederum dringend nötig, um in Fahrzeuge und Umweltschutz investieren zu können. „Ohne mehr Fairness und einer gerechteren Aufteilung der erwirtschaftbaren Gewinne wird diese Entwicklung unseren gesamten Wirtschaftsstandort schwächen“, warnt der Fachgruppenobmann. Denn die Dumpingpreise der Industrie haben mittlerweile dramatische Auswirkungen: Es gibt immer mehr Konkurse von Kärntner Transportunternehmen, was wiederum die Versorgung der Bevölkerung mit dringend benötigten Gütern gefährde.

Insgesamt erwarte sich die Branche auch mehr Wertschätzung für die tägliche Arbeit, die geleistet wird. „In der Coronakrise wurden unsere Fahrer als ‚Helden der Straße‘ gefeiert, aber von dieser positiven Stimmung ist kaum mehr etwas zu spüren“, fasst Urschitz das Stimmungsbild zusammen. In der Bevölkerung stehe man als Lkw-Fahrer schnell in der Kritik, wenn Platz zum Be- oder Entladen benötigt werde. Dazu kommen teils übergenaue Kontrollen durch die Exekutive, die häufig mit hohen Strafen für minimalste Vergehen enden. „Wir haben natürlich Verständnis für Kontrollen und legen großen Wert auf Sicherheit im Straßenverkehr, aber wir erwarten uns auch Verständnis für unsere Arbeit und einen wertschätzenden Umgang mit unseren Mitarbeitern von allen Seiten“, betont Bruno Urschitz.

Rückfragen
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Güterbeförderung
Mag. Gerhard Eschig
T 05 90 90 4 - 500
E gerhard.eschig@wkk.or.at

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