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Traditionelle Marke Stroh weckt starke Emotionen

Vor 187 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des heutigen Unternehmens Stroh Austria. Der Inländer-Rum hat mittlerweile seinen fixen Platz in Bars und Küchen in mehr als 40 Ländern – pro Jahr werden rund vier Millionen Flaschen in Klagenfurt abgefüllt.

Ines Tebenszky
Stroh-Geschäftsführer und -Eigentümer Harold Burstein ist stolz auf eine Exportquote von 75 Prozent. Diesen Erfolg verdanke er der starken Marke.
© Stroh/Michael Reidinger Stroh-Geschäftsführer und -Eigentümer Harold Burstein ist stolz auf eine Exportquote von 75 Prozent. Diesen Erfolg verdanke er der starken Marke.

Wenn Harold Burstein jemanden kennenlernt und sich als Eigentümer von Stroh Austria vorstellt, hört er meistens die typische Stroh-Geschichte: „Schon meine Oma hat mit Stroh-Rum gebacken und ich mache das genauso.“ Noch nie aber habe er gehört, dass jemand seine erste Begegnung mit Stroh in Papas Hausbar gemacht habe, erzählt Burstein schmunzelnd. Für ihn ist es aber wichtig, genau diese Emotionen, die die Leute mit der Erinnerung an die Kindheit verbinden, am Leben zu erhalten. „Stroh Austria ist das älteste Spirituosen-Unternehmen Österreichs, das muss mit Tradition verbunden sein“, betont Burstein. Wobei Tradition aber nicht heiße, dass man Staub angesetzt habe. Vielmehr will man sich modern und zeitgemäß präsentieren. Die generelle gesellschaftliche Entwicklung, dass etwa wieder mehr hausgemacht werde und das Wertebewusstsein steige, komme dem Unternehmen dabei durchaus entgegen.

„Als wir vor Jahren Keksausstecher statt Schimützen als Beigabe zu den Flaschen gegeben haben, war das ein Flop, das hat sich nicht verkauft. Heute sind kleine Teigspachteln oder Cupcake-Förmchen ein Renner“, erzählt Burstein.
Allerdings sei, so räumt Burstein ein, bei einer starken, traditionsbewussten Marke wenig Platz für Innovationen. „Die Marke ist das wertvollste, was ich habe, daher ist es extrem wichtig, mit allem, was ich mache, der Marke Gutes zu tun.“ Die Einführung neuer Produkte werde daher gut überlegt, um der Marke keinen Schaden zuzufügen. Auch die Beschaffenheit der Märkte spiele da eine große Rolle. Burstein will zumindest die wichtigsten Absatzmärkte wie Deutschland, die skandinavischen Länder, Südafrika oder die Benelux-Staaten gut kennen und verstehen, wie sie ticken, weshalb er die Märkte regelmäßig bereist. „Seit über zehn Jahren mache ich das und ich lerne immer noch viel über die Rahmenbedingungen oder neue Möglichkeiten dazu.“ Zum deutschen Markt habe Stroh Austria überhaupt ein besonderes Naheverhältnis, nicht zuletzt, weil es der erste der mittlerweile rund 40 Exportmärkte war. Zu den Glanzzeiten vor rund 30 Jahren avancierte Stroh zum bekanntesten österreichischen Markenartikel in Deutschland. Auch heute ist der deutsche Markt der wichtigste Abnehmer im Ausland. 

Rund vier Millionen Flaschen werden jedes Jahr in Klagenfurt abgefüllt – Stroh 80, also 80-prozentiger Rum, ist dabei das Hauptprodukt. Damit werde ein Umsatz von rund 9,5 Millionen Euro gemacht. Der Standort stehe – auch wenn er „nicht der Nabel der Welt“ sei – nicht zur Diskussion, man wolle authentisch sein, schließlich verkaufe man den Spirit of Austria. Ein Projekt beschäftigt Burstein allerdings seit zehn Jahren: „Ein Visitorcenter oder ein Flagshipstore am Klagenfurter Standort würde mir gut gefallen.“ 

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 20/21 der "Kärntner Wirtschaft".

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