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Tradition trifft im Backofen auf Moderne

Die Knusperstube steht für Frische, Qualität und ­Tradition. Der sorgsame Umgang mit hochwertigen Rohstoffen und Lebensmitteln hat für Firmeninhaber Peter Storfer einen sehr hohen Stellenwert.

Birgit Sacherer
Peter Storfer führt die Knusperstube seit 2011.
© Polsinger Peter Storfer führt die Knusperstube seit 2011.

Wie kann es auch anders sein. Es duftet. Nach frischem Brot, Reindling und allerlei süßem Gebäck. Die Liebe zum Gebäck liegt bei Peter Storfer in der Familie. In bereits dritter Generation führt der zweifache Familienvater die Knusperstube in St. Stefan im Lavanttal. Dabei ist er in die Firma eher zufällig hineingestolpert und hat mit einer HTL-Matura in der Tasche als Betriebselektriker zu arbeiten begonnen. Seit sich sein Vater aus dem operativen Geschäft zurückgezogen hat, führt er das Unternehmen als alleiniger Geschäftsführer. Somit schwingt er das Zepter von Kärntens größter Bäckerei mit Erfolg und viel Leidenschaft.

Handarbeit und Liebe zum Detail


Trotz modernster Technik verlässt kein Backstück die Produktionshalle, ohne dass die Mitarbeiter Hand anlegen. Sei es beim Vorbereiten des naturreinen Sauerteigs für das Schwarzbrot, der natürlich ohne Backmittel oder Geschmacksverstärker gemischt wird, oder beim Etikettieren der Ware: Auch wenn es auf den ersten Blick den Anschein macht, in der Backstube funktioniere alles vollautomatisch, muss hier jeder Handgriff sitzen. So wird beispielsweise der Reindling oder jeder Laib Brot händisch in die Form gegeben und nach dem Ba­cken aus dieser herausgestürzt. Ist die Ware ausgekühlt, wird diese wiederum von Hand in Miet­kisten geschlichtet, die dann von den firmeneigenen 18-Tonnern direkt in den Handel zugestellt werden. „Wir können uns rund um die Uhr selbst versorgen“, erklärt Storfer mit Stolz. Und wenn eine Maschine kurzfristig stillsteht? „Dann kommt das hauseigene Elektrounternehmen in die Produktionshalle und behebt den Schaden.“


Tradition wird hochgehalten, was aber nicht heißen soll, dass man sich Konsum-Trends nicht stellt. Groß im Kommen sind derzeit halbbackbare Waren, die zuhause fertig gebackt werden können. Aber auch wenn es sich um eine haltbare vorgebackene Ware handelt, die Haltbarkeitsdauer ist auf wenige Tage beschränkt. „Wir geben keinerlei Zusatzstoffe hinein, die diese Produkte länger haltbar machen könnten.“ 


Regionalität wichtig


Regionale Produkte und heimische Rohstoffe stehen immer im Vordergrund. „Natürlich ist es nicht möglich, alle Zutaten aus der näheren Region zu beziehen. Aber wir können jeden Rohstoff, den wir einkaufen, zu hundert Prozent zurückverfolgen. Nur so können wir höchste Qualität für unsere Kunden garantieren“, erzählt Storfer. An Spitzenzeiten, eine solche ist zweifelsohne die Zeit rund um den Faschingsamstag, wird im Dreischichtbetrieb rund um die Uhr gearbeitet. In der närrischen Zeit verlassen dann bis zu 100.000 Krapfen täglich die Knusperstube. 

An durchschnittlichen Produktionstagen werden bis zu 20 Tonnen Mehl verarbeitet. Dass Kärnten – auch der Jausentradition wegen – ein Schwarzbrotland ist, freut Storfer natürlich sehr. Für das Lavanttaler Paradiesbrot konnte er sogar einen nahegelegenen Landwirt gewinnen, der dafür das Getreide auf 920 Meter Seehöhe anbaut. Auch die anderen Zutaten, die für dieses Brot notwendig sind, bezieht er aus der Region. „Wir haben uns schon vor zehn Jahren damit beschäftigt, woher die Rohstoffe kommen, und sind auf diesem Sektor sicherlich anderen weit voraus. Bereits im Jahr 1989 wurden wir das erste Mal biozertifiziert“, erklärt Storfer. Umso mehr freut es ihn, dass Brot für die Menschen und die Gesellschaft insgesamt nach wie vor eine große Wertigkeit hat. 


Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 18/19 der "Kärntner Wirtschaft".

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