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Tourismus begrüßt Förderfonds für „Leuchtturmprojekte"

Touristische Attraktionen von überregionaler Bedeutung sind im Kärntner Tourismus Mangelware. Umso stärker applaudieren die Obleute der gastgewerblichen Fachgruppen Sternad und Moerisch dem neuen Förderprogramm des Tourismusreferenten Schuschnig.

Schuschnigs Förderfonds sieht für die Jahre 2019 bis 2023 insgesamt fünf Millionen Euro für Investitionen in Tourismusinfrastruktur mit überregionaler Strahlkraft und saisonverlängernder Wirkung vor.
© WKK/Krainz Gemeinsamer Einsatz für mehr Tourismus-Leuchtturmprojekte in Kärnten: Landesrat Sebastian Schuschnig, Gastronomie-Fachgruppenobmann Stefan Sternad und Hotellerie-Fachgruppenobmann Sigismund Moerisch.

Mangelnde Schlechtwetterinfrastruktur, lückenhafte WLAN-Abdeckung, unkomfortabler öffentlicher Verkehr – die Kritik am Tourismusangebot Kärntens ist seit Jahren dieselbe. Dabei soll dem Gast laut der Landestourismusstrategie „die höchste Konzentration an südlicher Lebensqualität Österreichs“ vermittelt werden. Genau darauf zielt der neue Förderfonds von Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig, der die Entstehung von Leuchtturmprojekten unterstützt. Gastronomie-Obmann Stefan Sternad: „Bei der Erarbeitung der Landestourismusstrategie hat sich herauskristallisiert, dass Kärnten ein sehr großes diversifiziertes Angebot vorweist, aber: Kärnten hat zu viel Durchschnitt und zu wenig Herausragendes, das Kärnten einzigartig macht. Es gibt Vieles und Gutes, aber zu wenig Typisches mit klarem Leuchtturmcharakter – egal, ob Architektur, Infrastruktur oder Inszenierung. Umso mehr begrüßen wir das neue Förderprogramm, das die Umsetzung von Leitprojekten deutlich erleichtert."

Fünf Millionen für die Infrastruktur

Schuschnigs Förderfonds sieht für die Jahre 2019 bis 2023 insgesamt fünf Millionen Euro für Investitionen in Tourismusinfrastruktur mit überregionaler Strahlkraft und saisonverlängernder Wirkung vor. Gefördert werden Projekte mit Gesamt-Investitionskosten von zumindest 100.000 Euro, wobei die Obergrenze mit maximal 50 Prozent der förderbaren Gesamtkosten angesetzt ist. Die Projektauswahl erfolgt durch eine Expertenjury, die aus Tourismusexperten zusammengesetzt sein wird. Als Förderwerber können Unternehmen, Tourismusorganisationen, Zusammenschlüsse in vertikaler oder horizontaler Ausrichtung sowie gewerbliche oder nicht gewerbliche Kooperationen auftreten. Sigismund Moerisch, Obmann der Fachgruppe Hotellerie: „Kärnten hat großartige Gastgeber, aber Mängel in der touristischen Infrastruktur. Der neue Förderfonds ist bestens dazu geeignet, die gewünschte höchste Konzentration südlicher Lebensqualität für unsere Gäste auch im öffentlichen Raum erlebbarer zu machen.“

Kreative Köpfe eingeladen

Wie Moerisch unterstreicht, müssten entsprechende Projekte (die heuer noch bis 30. September eingereicht werden können) demgemäß mehr zu bieten haben als Basisinfrastruktur, Unterhaltungsprogramme oder innovative Übernachtungsmöglichkeiten: „Der Call des Tourismusreferates richtet sich an herausragende Vorhaben, die eine besondere Bedeutung für einen Ort oder eine Region haben und überregionale Strahlkraft entfalten. Sie können auch Werbebotschafter für eine Idee, eine Innovation oder auch für eine Besonderheit wie z.B. der Pyramidenkogel für den Baustoff Holz sein und sollten zur Saisonverlängerung beitragen. Ich lade alle kreativen Köpfe herzlich ein, sich für unser Tourismusland einzusetzen und die Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen!“

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Wolfgang Kuttnig, MA
T 05 90 90 4 - 600
E wolfgang.kuttnig@wkk.or.at

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