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Todesstoß für Wirte am Land?

Verständnis für die Sorgen des Kärntner Fußballverbandes hat die WK-Fachgruppe Gastronomie. Eine Ausnahme für Vereine bei der Registrierkassenpflicht ist aber der falsche Weg: Damit würde man das Wirtesterben am Land noch zusätzlich fördern.

Die Registrierkassenpflicht stellt viele Gastronomen vor große Herausforderungen. Einerseits müssen hohe Investitionen in neue Kassen bewältigt, andererseits Mitarbeiter geschult werden. Auch die Allergen-Verordnung, unflexible arbeitsrechtliche Bestimmungen und ein Wust an Bürokratie machen den Wirten zu schaffen. Gleichzeitig profitieren viele Vereine von steuerrechtlichen Ausnahmen. "Die Situation für die Wirte ist ohnehin schon schwierig genug. Wenn es nun auch noch Ausnahmen bei der Registrierkassenpflicht für Vereine gibt, wie sie der Kärntner Fußballverband fordert, sprechen wir von einer klaren Wettbewerbsverzerrung", warnt Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie.

Die WK-Fachgruppe Gastronomie hält es durchaus für fair, dass Vereine seit 1. Jänner 2016 ebenso eine Registrierkasse benötigen wie Unternehmer. Sternad betont: "Nicht fair wäre es, wenn Vereine künftig ein Fest ohne Registrierkasse organisieren könnten – und dasselbe Fest für Gastronomen mit erheblich höherem administrativem Aufwand verbunden wäre. Eine Aufweichung der Registrierkassenpflicht würde die Konkurrenzsituation besonders im ländlichen Raum weiter verschärfen und für viele Gastronomiebetriebe den Todesstoß bedeuten."

Dem pflichtet Adolf Kulterer, Projektleiter der Aktion "Fair Play" der Fachgruppe Gastronomie, zu: "Die Kärntner Wirte sind Freunde der Vereine. Aber es kann nicht das Ziel sein, noch mehr Privilegien und Ausnahmen für Vereine zu schaffen." Damit würde eine wichtige Branche völlig unnötig noch weiter unter Druck gesetzt werden: "Wirte schaffen Arbeitsplätze, zahlen Steuern und sind die Kommunikationszentren in den Gemeinden. Dafür erwarten wir uns zumindest dieselben Rahmenbedingungen wie Vereine. Sonst können wir unsere Betriebe gleich schließen und gründen stattdessen einen Verein, um von den gesetzlichen Bevorzugungen zu profitieren."

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