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Todesstoß für ÖPNV im ländlichen Raum?

Geplante Einsparungen im öffentlichen Nahverkehr lassen den ländlichen Wirtschaftsraum sterben, warnt die Wirtschaftskammer Kärnten.

Die Ankündigung von Millioneneinsparungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) löst heftige Kritik der Wirtschaft aus: Kurse und komplette Buslinien stünden vor dem Aus, die Wirtschaftskammer Kärnten zeigt die weitreichenden Folgen auf und fordert von der Politik ein klares Bekenntnis zum ländlichen Raum.

Im öffentlichen Personenverkehr gibt es in Kärnten ein starkes Stadt-Land-Gefälle: Während Eisenbahn, Stadtverkehr, S-Bahn und Regionalbuslinien im Zentralraum ständig Fahrgastzahlen und Wirtschaftlichkeit verbessern, wird die Situation in den ländlichen Gebieten immer prekärer. Die Kürzung der Bundes-Bestsellerförderung, verschärfte Förderbestimmungen (die Mittel wurden eingefroren, allein dadurch entgehen dem öffentlichen Nahverkehr bereits 3,2 Millionen Euro), der Rückgang der Schülerzahlen, steigende Kosten, die in den nächsten Jahren in Millionenhöhe gehen, und ausgereizte Effizienzverbesserungen stellen den öffentlichen Nahverkehr im ländlichen Raum vor immer größer werdende Probleme. Jetzt stehen weitere Kürzungen bevor: "Das Land Kärnten plant in den nächsten Tagen, weitere Mittelkürzungen um 2,2 Millionen Euro zu beschließen - 1,2 Millionen bei den ÖBB und eine Million im Busbereich. Das ist eine Signalwirkung in die komplett falsche Richtung", warnen Elisabeth Rothmüller-Jannach, Obfrau der Sparte Transport und Verkehr, und Alfred Springer, Obmann der Fachgruppe Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtsunternehmen.

Sparen am falschen Ort

Die geplanten Einsparungen würden auf lange Sicht mehr Kosten als Nutzen verursachen: Der ländliche Wirtschaftsraum werde noch stärker benachteiligt. Kurse und sogar komplette Buslinien stünden damit vor dem Aus. Nicht nur Schüler, Lehrlinge, Pendler und ältere Menschen seien davon betroffen, sondern auch die Betriebe und damit wertvolle Arbeitsplätze direkt in den Tälern. "In den vergangenen Jahren haben die Kärntner Betriebe viele Millionen Euro in moderne Beförderungsmittel investiert. Leider werden die effizienten, umwelt- und benutzerfreundlichen Leistungen der heimischen Verkehrsbetriebe weder wahrgenommen noch wertgeschätzt", mahnt Springer.

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