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Tischler Manuel Keuschnig aus Trebesing holte Silber beim 60. Bundeslehrlingswettbewerb

Die besten Tischlerlehrlinge Österreichs trafen sich in Rust, um sich einer Challenge der besonderen Art zu stellen: dem Bundeslehrlingswettbewerb. Der Kärntner Manuel Keuschnig schaffte es bei diesem Kräftemessen auf Platz zwei!

Die drei besten Tischler im 3. Lehrjahr: Manuel Keuschnig (Kärnten), Wolfgang Ramminger (Steiermark) und Andreas Jestl (Tirol).
© KK/frischblut Die drei besten Tischler im 3. Lehrjahr: Manuel Keuschnig (Kärnten), Wolfgang Ramminger (Steiermark) und Andreas Jestl (Tirol).
Mit höchster Präzision und Sorgfalt ging der österreichische Tischlernachwuchs an seine Aufgaben heran und kämpfte um den Bundestitel. Alle drei Lehrjahre der klassischen Lehre und die zwei Ausrichtungen der Tischlereitechnik Produktion und Planung sowie eine Teamwertung kürten in einem feierlichen Rahmen ihre Sieger. Nachdem im Vorjahr in Tirol fast alle Titel an die Steiermark gingen, konnte heuer ein wenig Raum gut gemacht werden. So ging Gold drei Mal an die Steiermark, ein Mal an Oberösterreich, ein Mal an Salzburg und ein Mal an die Tiroler. Unter den goldenen der Steirer befindet sich auch der Teampokal.

5036 Punkte und damit Platz zwei erreichte der Kärntner Manuel Keuschnig beim Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler in der Freistadt Rust im dritten Lehrjahr. Ein anspruchsvolles Stück verlangte dem jungen Talent einiges ab, umso glücklicher war Manuel Keuschnig dann über seine Silbermedaille.

Besonders hervorzuheben ist die Frauenpower im vierten Lehrjahr Ausrichtung Planung. Hier ging Platz eins an Tamara Deuschle aus Tirol gefolgt von Juliane Kerber aus der Steiermark. „Es war ein spannender Bewerb, das Knistern in der Großwetterlage transferierte sich 1:1 in die Halle weiter. Es waren Arbeiten auf hohem Niveau und wir sind stolz auf unseren Nachwuchs und zusätzlich freut mich das Abschneiden meiner Lehrlinge aus Kärnten ganz besonders“,zeigte sich Bundeslehrlingswart und Landeslehrlingswart für Kärnten Josef Pichler über die gelungene Veranstaltung und die überragenden Leistungen der jungen Talente begeistert.

Die Ergebnisse des Bundeslehrlingswettbewerbs der Tischler im Überblick

Im 1. Lehrjahr gewann Matthias Pichler aus der Steiermark (Lehrbetrieb: Luxhome GmbH), vor Christoph Siller aus Salzburg (Lehrbetrieb: Seidl Johann) und Julian Weitlaner aus Tirol (Lehrbetrieb: Franz Walder Ges.m.b.H.).

Im 2. Lehrjahr ging der Sieg an Salzburg: Es gewann Bernhard Eppenschwandtner (Lehrbetrieb: Fercher Stockinger Holzhandwerk GmbH) vor Marcel Dauwalter (Lehrbetrieb: Traumtischler Leo Metzler) aus der Steiermark und Tobias Studnicka (Lehrbetrieb: Anton Hofmann und Sohn e. U. Bau- u. Möbeltischlerei) aus Wien.

Die Goldmedaille im 3. Lehrjahr gewann Wolfgang Ramminger (Lehrbetrieb: Wolfgang Hasenburger) aus der Steiermark vor Manuel Keuschnig (Lehrbetrieb: Lagger-Graf Tischlerei) aus Kärnten und Andreas Jestl aus Tirol (Lehrbetrieb: Gabriel Forcher Tischlerei GmbH).

Im 4. Lehrjahr/Planung gewann Tamara Deuschle aus Tirol (Lehrbetrieb: Fa. Hermann Schweigl). Zweite wurde Juliane Kerber aus der Steiermark (Lehrbetrieb: Cserni Wohnen GmbH) und der dritte Platz ging an Marcel Türk aus Niederösterreich (Lehrbetrieb: Fürst Möbel GmbH).

Im 4. Lehrjahr/Produktion ging Gold an Sebastian Rader (Lehrbetrieb: SFK Tischler Ges.m.b.H.) aus Oberösterreich vor Lucas Bernhard aus Vorarlberg (Lehrbetrieb: Wolfgang Schmidinger Möbelbau GmbH) und Fabian Fohringer aus Tirol (Lehrbetrieb: Markus Decker Tischlerei GmbH).

Der Teambewerb ging mit 4.690 Punkten an die Steiermark, gefolgt von Salzburg mit 4.415 Punkten und auf Platz drei landete das Team aus Oberösterreich mit 4.056 Punkten.

Übergreifende Leistungsshow mit dem Stück „Schräglage“ aus Tirol
Die Lehrlinge arbeiteten bei der heurigen Leistungsshow übergreifend, die Wettbewerbsstücke der unterschiedlichen Jahrgänge waren aufeinander abgestimmt. Alle Bundesländer waren im Vorfeld aufgerufen Stücke zu entwickeln, die beim Bewerb gefertigt werden müssen. Aus diesem Pool wurde heuer das Stück aus Tirol gezogen. Es trägt den Titel „Schräglage“ und verlangte den Kandidaten so einiges ab. So fertigten die Lehrlinge aus dem 1. Lehrjahr das Grundgestell des Präsentationsständers aus Fichten- und Nussholz mit den seitlichen Friesen, der obere Korpus mit Zierzinken und Rahmentür wurde von den Lehrlingen des 2. Lehrjahres angefertigt und die Lehrlinge des 3. Lehrjahres stellten den unteren Korpus samt Holznägeln und Rahmentür her. In der abschließenden Gemeinschaftsarbeit aller drei Lehrjahre wurden schließlich die Korpusse eingesetzt. Auch die Lehrlinge des 4. Lehrjahres waren in die Wertung miteingebunden. So planten die Lehrlinge der Tischlereitechnik Planung das Werkstück in einen Raum. Die Lehrlinge im Bereich der Produktion mussten einen Teil des Werkstückes für die Herstellung auf Maschinen aufbereiten.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Gewerbe und Handwerk
Landesinnung der Tischler und Holzgestalter
Harald Dörfler
T 05 90 90 4-120
E harald.doerfler@wkk.or.at

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