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Tipp an Wirte: Stornoregelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen!

Stornoregelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind in vielen Branchen gang und gäbe. Die Fachgruppe Gastronomie rät ihren Mitgliedern ebenfalls zu klaren Vereinbarungen mit ihren Gästen.

Tipp an Wirte: Stornoregelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen!
© KK
Die Fachgruppe Gastronomie rät ihren Mitgliedern, Stornoregelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen niederzuschreiben. Dies ist in vielen anderen Branchen eine Selbstverständlichkeit - und auch in der Gastronomie geht es kaum noch ohne Stornoregelung. Hintergrund ist das Nichteinhalten von Reservierungen: Gäste reservieren Tische und sagen nicht ab, wenn sie diese nicht benötigen. Manche sollen laut Berichten von Wirten sogar auf Mehrfachreservierungen setzen, indem sie in mehreren Betrieben für denselben Zeitpunkt reservieren und sich kurzfristig entscheiden, wohin sie gehen wollen. Gerade in der Weihnachtszeit kommt es dadurch immer wieder vor, dass Tische für größere Gruppen oder Weihnachtsfeiern bestellt werden, die Gäste aber weder absagen noch erscheinen.

"Die meisten Weihnachtsfeiern finden in der Vorweihnachtszeit, an den Abenden von Donnerstag bis Samstag, statt. An diesen Tagen würden viele meiner Kollegen oft die doppelte Anzahl an Sitzplätzen und Mitarbeitern benötigen. Umso ärgerlicher ist es, wenn Gäste nicht kommen: Nicht nur für den Wirt, der damit Umsatz verliert, sondern auch für die Gäste, die abgewiesen werden müssen. Es geht hier um Fair Play: Jede Reservierung, die nicht eingehalten wird, bedeutet für einen Gastronomiebetrieb mehrfachen Schaden", sagt Adolf Kulterer, Sprecher der Klagenfurter Gastronomen in der Wirtschaftskammer Kärnten.

Ein häufiges Problem ist auch, dass wesentlich weniger Personen erscheinen als ursprünglich geplant. Nicht selten wird die reservierte Personenanzahl um bis zu 30 bis 40 Prozent unterschritten. "Für einen Gastronomen ist dies mit einem Verdienstentgang gleichzusetzen. 30 bis 40 Prozent weniger Gäste bedeuten 30 bis 40 Prozent weniger Umsatz. Die Sitzplätze dann kurzfristig an demselben Abend noch mit anderen Gästen füllen zu können, ist kaum möglich", betont Stefan Sternad, Obmann der WK-Fachgruppe Gastronomie.
Leider nehme die Tendenz zur Nichteinhaltung von Reservierungen immer mehr zu. Die Fachgruppe Gastronomie rät den Gastronomen daher, die Festlegung einer Stornogebühr anzudenken. Wichtig ist es, den Gast vor seiner Reservierung darüber zu informieren. "Damit schafft man einerseits Klarheit, andererseits sensibilisiert man den Gast für das Thema. Wir müssen den Gästen wieder mehr ins Bewusstsein rufen, dass eine Reservierung einem Vertragsabschluss gleichzusetzen ist. Das gilt übrigens sowohl für schriftliche als auch mündliche Vereinbarungen", so Kulterer. Außerdem sollten die Reservierungen größerer Gästegruppen schriftlich abgewickelt werden. Tipp: Wirte können online kostenlose Muster für ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen inklusive Stornogebühr abrufen: https://www.wko.at/service/agb.html

"Es ist wichtig, klare Regelungen zu treffen und diese an die Gäste zu kommunizieren. Nur so können wir den Trend hin zu nicht eingehaltenen Reservierungen wieder umkehren", so Sternad. So könne man auch einen sorgsameren Umgang der Gäste mit ihren Reservierungen erreichen. "Die meisten Gäste haben dafür Verständnis. Es geht dabei auch um eine Bewusstseinsbildung: Die Menschen müssen verstehen, dass ein unbesetzter Tisch für jeden Wirt ein enormer Kostenfaktor ist. Schließlich sind alle Personal- und Fixkosten vom Unternehmer trotzdem zu bezahlen, auch wenn dieser Tisch wegen einer nicht eingehaltenen Reservierung leer bleibt", erklärt Kulterer.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Fachgruppe Gastronomie
Mag. Guntram Jilka
T 05 90 90 4 DW 610
Eguntram.jilka@wkk.or.at

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