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Thomas Cook: WKK kämpft für betroffene Hotelbetriebe

„Rasche Klärung der Rechtslage und monetäre Unterstützung für geschädigte Hotelleriebetriebe haben oberste Priorität“, fordert Hotelleriesprecher Sigismund E. Moerisch im Zuge der Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook.

Insolvenz Thomas Cook
© KK Insolvenz Thomas Cook
Als äußerst prekäre Situation für die heimische Hotellerie beschreibt Fachgruppenobmann Sigismund E. Moerisch die aktuelle Situation um die Pleite des britischen Reiseveranstalters Thomas Cook. Nach Sichtung der bestehenden Verträge zwischen den heimischen Hotelleriebetrieben und dem insolventen Reiseveranstalter hat sich herausgestellt, dass Vertragspartner ausschließlich die in der Schweiz ansässige Thomas Cook Tochtergesellschaft (Thomas Cook International AG) ist, welche bis dato keinen Insolvenzantrag gestellt hat. Seitens der Wirtschaftskammer werden laufend Gespräche mit dem Unternehmen sowie dem Außenhandelscenter der Wirtschaftskammer in der Schweiz geführt.

„Bei unseren Experten in der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft sind aktuell ca. zwanzig Betriebe bekannt, die sich über die rechtliche Situation erkundigen“, erklärt Moerisch: „Aufgrund des Umstandes, dass die schweizerische Tochtergesellschaft bis dato nicht insolvent ist, herrscht bei den heimischen Betrieben derzeit verständlicherweise große Unsicherheit.“

Aktuell ergeben sich primär zwei Fragestellungen, sollte ein Insolvenzfall der schweizerischen Tochtergesellschaft eintreten: Ein allfälliger Rechtsanspruch im Zusammenhang mit bestehenden Gästen bzw. eine eventuelle Verpflichtung der Unterbringung für anstehende Buchungen. Die heimischen Beherbergungsbetriebe werden über die aktuelle Entwicklung durch die Fachgruppe Hotellerie auf dem Laufenden gehalten. Betroffene Betriebe können sich bei etwaigen Fragen an die zuständige Fachgruppe Hotellerie der Wirtschaftskammer Kärnten (05 90 904 - 620/630) wenden.

„Nachdem wir aus den vielen Einzelgesprächen von unseren Mitgliedsbetrieben über hohe ausstehende Summen informiert wurden, muss auch überlegt werden, die Betriebe monetär zu unterstützen, sollte der Insolvenzfall eintreten. In der Landwirtschaft werden Ernteausfälle durch die öffentliche Hand teilweise entschädigt. Es ist also mehr als legitim, auch darüber nachzudenken“, so Moerisch abschließend.

Rückfragen:
Wirtschaftskammer Kärnten
Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Wolfgang Kuttnig, M.A.S.
T 05 90 90 4-600
Ewolfgang.kuttnig@wkk.or.at

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