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Tempo 100 auf A2: „Häkelei der Kärntner“

"Regierungsbüros scheinen die 'saure Gurkenzeit' für abstruse Verkehrsideen zu nutzen", vermutet WK-Spartenobfrau Elisabeth Rothmüller-Jannach.

Tempolimit 100 auf der A2
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Nach dem angekündigten Rückbau der B70, soll es nun auch der A2, einer der wahrscheinlich meistbefahrenen Strecken, an den Kragen, oder besser gesagt ans Tempo, gehen. Verkehrsreferent Rolf Holub (Grüne) präsentierte gestern ein lärmtechnisches Gutachten, auf dessen Grundlage ein Tempolimit beim Verkehrsministerium beantragt wird. In Zahlen ausgedrückt: In Zukunft soll für Pkw Tempo 100 und für Lkw gar nur Tempo 60 gelten. "Da fragt man sich schon, ob die Hitze dem Urteilsvermögen etwas zugesetzt hat", wundert sich Elisabeth Rothmüller-Jannach, Obfrau der Sparte Transport und Verkehr, und warnt vor neuen Gefahrenpotenzialen durch verkehrsbehindernde "Schnecken-Lkw". 

60er auf der Autobahn ein schlechter Scherz

Von der Verringerung der Geschwindigkeit würden laut Holub 3.000 Objekte und 6.000 Personen profitieren. Im Gegenzug hätten aber tausende Pendler und Berufskraftfahrer Tag für Tag mit der Reduktion zu kämpfen. "Ein 60er auf einer Autobahn kann doch nur ein schlechter Scherz sein. Man sollte einmal einen Transporteur fragen, was das für seinen Fahrfluss bedeutet", so Rothmüller-Jannach und weiter: "Vermutlich sind 90 Prozent der erwähnten Objekte, die vom Autobahnlärm betroffen sind, jünger als dieser Abschnitt. Da darf man sich schon mal fragen, wo denn da die Raumordnungspolitik geblieben ist? Sollte man nicht davon ausgehen, dass sich bei der Umwidmung alle Beteiligten darüber bewusst waren, dass es neben einer Autobahn lauter als auf einer Almwiese am Dobratsch ist?".   

Transporteure rüsten gegen Lärm und Abgase auf

Die Spartenobfrau ortet eine Alibidebatte, um von den internen Schwierigkeiten bei den Grünen abzulenken und gibt zu bedenken: „Man sollte nicht immer alles verhindern und schlechter machen, sondern den Fortschritt der wirtschaftstreibenden Kärntner unterstützen. So hat die Kärntner Transportwirtschaft in den letzten Jahren rund sieben Milliarden Euro in neue Fahrzeuge gesteckt, um dem Umwelt- und Lärmschutz gerecht zu werden. Die Schadstoffemissionen unserer Lkw haben sich um bis zu 98 Prozent reduziert und die Lärmbelastung ist durch die neuen High-Tech-Fahrzeuge deutlich weniger geworden. Die Politik soll endlich aufhören unsere Unternehmer zu häkeln.“

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