th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Technologieführer seit ­einem Vierteljahrhundert

Innovationen in der Halbleitermesstechnik kommen seit 25 Jahren aus Villach. T.I.P.S. Messtechnik setzt ­damit international technologische Maßstäbe. Im ­kommenden Jahr soll der Standort erweitert werden.

Ines Tebenszky
T.I.P.S. Messtechnik mit seinem Standort im Villacher Technologiepark wird von einem ­Geschäftsführer-Trio geleitet: Michael Hrobath, Rainer Gaggl und Martin Eberhart.
© Peter Just T.I.P.S. Messtechnik mit seinem Standort im Villacher Technologiepark wird von einem ­Geschäftsführer-Trio geleitet: Michael Hrobath, Rainer Gaggl und Martin Eberhart.
Eine ruhige Hand, ein genaues Auge und Geduld – das braucht man, wenn man allerfeinste Kontaktnadeln platziert oder feinjus­tiert. Die Produktionsmitarbeiter von T.I.P.S. Messtechnik in Villach bringen diese Fähigkeiten mit – viele von ihnen sind ausgebildete Goldschmiede oder Feinmechaniker. Aber auch eine Vielzahl anderer Berufsgruppen findet sich im Unternehmen, etwa Ingenieure, Techniker, Elektroniker oder Bürofachkräfte. Diese braucht T.I.P.S. Messtechnik auch, schließlich gilt man in der Branche, der Halbleitermesstechnik, als Technologieführer, der rund 2500 kundenspezifische Projekte pro Jahr abwickelt. Hinzu kommen noch rund 3000 Instandhaltungsarbeiten, die jedes Jahr durchgeführt werden. 

Mit den in Villach gefertigten Nadelkarten, die durchschnittlich eine Million Kontaktierungen überstehen, werden Mikrochips getestet, die in der Automobil­industrie oder in der Leistungselektronik zum Einsatz kommen, erklärt Rainer Gaggl, der das Unternehmen 1997 als „Spin-off“ der Siemens Bauelemente gründete. „Damit haben wir eine Nische gefunden, die ursprünglich keiner angehen wollte. Mittlerweile ist sie allerdings nicht mehr so klein“, erzählt er. In der Fertigung wird auf Handarbeit gesetzt, eine Automatisierung sei in diesem Bereich sehr schwierig. „Das haben schon viele probiert, es ist aber noch keinem gelungen“, so Gaggl. 

Der Digitalisierungsgrad im Unternehmen sei dennoch sehr hoch, wie Geschäftsführer-Kollege Martin Eberhart betont. „So ist für uns jederzeit nachvollziehbar, wie der aktuelle Produkt­status aussieht.“ Früher habe man dies noch mit Excel-Listen kontrolliert, was heute nicht mehr denkbar sei. „Die Digitalisierung war aus organisatorischer Sicht ein wichtiger Meilenstein“, unterstreicht auch Gaggl.

Innovationen beflügeln Wachstum

Innovationen spielen im Unternehmen überhaupt eine wichtige Rolle. So hat T.I.P.S. Messtechnik unter anderem Luftpolster-Druckkammer-Nadelkarten sowie Sensor-Prüfkarten entwickelt, mit denen physikalische Größen direkt am Wafer messbar gemacht werden. Davon profitieren neue Entwicklungen im Leistungshalbleiterbereich, wie Bauteile auf ­Silizium-Carbid-Basis, die so kos­tengünstig getestet werden können. „Wir haben es auch vor Jahren schon geschafft, eine umweltfreundliche Testmethode zu entwickeln, die statt mit Schwefel­hexafluorid mit trockener Druckluft funktioniert – eine patentierte Technologie“, ist Eberhart stolz.

Die ständigen Neuerungen und der hohe Qualitätsanspruch, der immer über der Lieferspezifikation liegt, haben das Unternehmen kontinuierlich wachsen lassen und ihm auch stets neue Kunden beschert. In Österreich hat T.I.P.S. Messtechnik zwei große Kunden: Infineon in Villach und AMS in Unterpremstätten. „Rund 70 Prozent unserer Produkte gehen ins Ausland, vorwiegend in den amerikanischen, japanischen, chinesischen oder taiwanesischen Markt“, wie Eberhart erzählt. Eine Zeit lang habe man auch einen Standort in Singapur betrieben, weil man Infineon dort Kundenservice vor Ort geboten habe. Mittlerweile ist das Unternehmen aber wieder ganz auf den Villacher Standort fokussiert. Dieser soll im nächsten Jahr ausgebaut werden. 


Dieser Artikel erschien in Ausgabe 15 der "Kärntner Wirtschaft". 

Das könnte Sie auch interessieren

Die Geschäftsführer Susanne Palli und Vincent Marbé mit ihrem go-e-Charger, der zur Gänze selbst entwickelt wurde. Für die E-Mobil-Ladestationen bekommen regionale Zulieferer den Vorzug.

Nachhaltig auf Erfolgskurs

Das Feldkirchner Unternehmen go-e sieht sich mit ­seinen Ladeboxen für Elektro-Autos als Ermöglicher der Zukunft. Ziel ist, nachhaltig zu wachsen, um somit auch die Region zu stärken. mehr

Ines Fritz

Bloggen als Lebensaufgabe

Ines Fritz hat ihre Berufung zum Beruf gemacht. Sie begleitet UnternehmerInnen und BloggerInnen auf ihrem Weg zum Erfolg. Im Interview spricht sie über ihre ersten Schritte, den Umgang mit Rückschlägen und ihre Zukunftspläne. mehr

Sie stehen hinter Metallbau Wilhelmer: Andreas und Heidemarie Wilhelmer, seit 26 Jahren ein eingespieltes Team mit vielen Zukunftsplänen.

Altes Handwerk, gepaart mit neuer Technologie

Aus der Not heraus gründete Arnold Wilhelmer 1994 die Firma Metallbau Wilhelmer. Vom Ein-Mann-Betrieb wuchs das Mölltaler Unternehmen bis heute auf 100 Mitarbeiter und wickelt mittlerweile zahlreiche Projekte in Millionenhöhe ab.   mehr