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Tax Freedom Day gehört in die erste Jahreshälfte

Junge Wirtschaft und Junge Industrie fordern anlässlich des Tax Freedom Days am 4. August ein Ende mit neuen Steuern! Erst ab diesem Tag hat der durchschnittliche österreichische Steuerzahler genug Geld verdient, um die jährlichen Steuern und Abgaben zu bezahlen. Das Ziel: Der Tax Freedom Day soll bis zum Jahr 2020 wieder in der ersten Jahreshälfte stattfinden, der Halbe-Halbe-Gedanke (30. Juni) muss sich durchsetzen, die Belastungen müssen gesenkt werden.

Bis zum 4. August werden Herr und Frau Österreicher in diesem Jahr ausschließlich für den Staat gearbeitet haben. Die „Belastungen müssen gesenkt werden“, fordern Marc Gfrerer (Junge Wirtschaft) und Paul Sommeregger (Junge Industrie).
© WKK/mediapool Bis zum 4. August werden Herr und Frau Österreicher in diesem Jahr ausschließlich für den Staat gearbeitet haben. "Die „Belastungen müssen gesenkt werden“, fordern Marc Gfrerer (Junge Wirtschaft) und Paul Sommeregger (Junge Industrie).

Bis zum 4. August werden Herr und Frau Österreicher in diesem Jahr ausschließlich für den Staat gearbeitet haben. Das geht aus einer aktuellen Studie des Austrian Economics Centers hervor, das einmal jährlich den sogenannten „Tax Freedom Day“ berechnet. Dabei werden sämtliche Steuern und Sozialabgaben durch das Einkommen der Haushalte und Betriebe geteilt und dieser Prozentsatz dann auf das Jahr umgerechnet. 

Im Jahr 2017 fiel der Österreichische Tax Freedom Day auf den 15. August und damit auf einen beunruhigend späten Termin. Es wäre zwar erfreulich, dass man dieses Jahr dank der Steuerreform bereits 11 Tage früher am Ziel ist, dennoch sei Österreich im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA (19. April) oder dem Nachbarland Deutschland (18. Juli) reichlich spät dran. Das zeige den dringenden Bedarf von Entlastungen. „Den (Jung-)Unternehmern muss mehr vom Kuchen bleiben!“ so die beiden Vorsitzenden Marc Gfrerer (Junge Wirtschaft) und Paul Sommeregger (Junge Industrie). Jede Entlastung erlaube es den jungen Selbstständigen, sich mehr auf den Aufbau ihres Unternehmens, die Schaffung von Arbeitsplätzen und damit auf den Beitrag zum Wirtschaftsstandort und Wohlstand in Österreich zu konzentrieren. 

Faktenbox

Österreich liegt mit einer Abgabenquote von 42,4% im EU-Vergleich weiterhin auf dem fünftschlechtesten Platz. Mehr Abgaben bezahlt man derzeit nur in Frankreich, Italien, Deutschland und Belgien. Laut OECD gehen in Österreich 47,4% der gesamten Lohnkosten bei einem alleinstehenden Durchschnittsverdiener an die Finanz und die Sozialversicherung.

Junge Wirtschaft und Junge Industrie sehen die Belastungen für die nächste Generation am Zenit. „Die hohen Steuern und Abgaben sind ein Hemmschuh für die Wirtschaft in Österreich. Unser Staat kann locker eine gewisse Verschlankung erfahren - ohne, dass dabei die Leistungen für die Bürger drastisch beschnitten werden müssten. Transparenz, Effizienz und die Beseitigung von Doppelgleisigkeiten sind Gebote der Stunde, so Gfrerer und Sommeregger. 

Beide Jungunternehmerorganisationen fordern, die Summe der Belastungen auf ein halbes Jahr zu reduzieren. Das konkrete Ziel hieße somit: Tax Freedom Day am 30. Juni: „Halbe-Halbe ist genug, nehmen wir uns ein Beispiel an anderen Ländern“, so das Duo. Um das möglich zu machen, müsse aber zuerst an der Ausgaben-Schraube im Budget gedreht werden. Wesentlicher Handlungsbedarf bestehe laut Gfrerer und Sommeregger dabei vor allem auch im Bereich der Bürokratie und in der überbordenden Verwaltung, die sich Österreich leistet. Dies hätte direkte Konsequenzen für die Unternehmer. Bei vielen Unternehmen würden 15 Prozent und mehr des Umsatzes für Verwaltungsaufwand ausgegeben - eine enorme Belastung, besonders für Kleinstunternehmer. 

Österreich habe kein einnahmenseitiges, sondern ein ausgabenseitiges Problem. Deshalb formulieren sie auch ein klares „Nein“ zu neuen Belastungen und Steuern. „Ziel muss es sein, die Abgabenquote auf unter 40% zu reduzieren. Es wird den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern laufend abverlangt, effizienter zu wirtschaften - das kann man auch vom staatlichen System verlangen. An der Frage der Abgabenquote entscheidet sich die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und damit der Wohlstand der kommenden Generationen“ fordern Gfrerer und Sommeregger. 

Um den Tax Freedom Day auch symbolisch zu unterstreichen, wurden in den vergangenen Tagen zahlreiche Kuchen an die Politiker und Entscheidungsträger in Kärnten überreicht – zumindest ein kleines Stück vom Kuchen, jenes Stück dass auch den (Jung-) Unternehmern bleibt.

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