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Tax Freedom Day 2021: Bis zum 8.8. arbeiten wir nur für den Staat

JW Holzinger fordert jetzt rasche Entlastung und ein generationengerechtes Budget, damit junge Unternehmen investieren und Jobs schaffen können.

Was bleibt für die eigene Brieftasche übrig? Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft, und Martin Gundinger vom F.A. v. Hayek Institut ist es besonderes Anliegen, dass der Tax Freedom Day mittelfristig vor der Jahresmitte liegt.
© WKK/Bauer
Von 1.1. bis 7.8. arbeiten die Menschen in Österreich heuer ausschließlich, um alle Steuern und Abgaben zu bezahlen. Erst ab diesem Zeitpunkt darf über das eigene Einkommen selbst verfügt werden. Diese Steuer- und Abgabenlast hemmt und behindert einen nachhaltigen Aufschwung. Daher fordert die Junge Wirtschaft jetzt rasche Entlastung und ein generationengerechtes Budget durch Senkung der KöSt, der Einkommenssteuer und der Lohnnebenkosten sowie durch Einführung eines Beteiligungsfreibetrags.

"Der Tax Freedom Day erst am 220. Tag des Jahres ist ein Alarmsignal das zeigt, wie enorm hoch unsere Steuer- und Abgabenlast ist. Umfragen zeigen, dass die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer dennoch top motiviert und guter Dinge sind die Krise wirtschaftlich hinter sich zu lassen. Sie wollen wieder investieren und Jobs schaffen. Dafür brauchen sie jedoch Handlungsspielräume und Flexibilität durch spürbare Entlastungen bei Steuern und Abgaben, aber auch den Beteiligungsfreibetrag. Es ist jetzt höchste Zeit, zukunftsgerichtete Weichen zu stellen", fordert Christiane Holzinger, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft.

Berechnung des Austrian Economics Centers

2021 fällt der Tax Freedom Day auf den 8. August. Das zeigen die nun vorliegenden, vorläufigen Berechnungen des Austrian Economics Centers. „Der Tax Freedom Day markiert den erste Tag des Jahres, an dem ein durchschnittlicher österreichischer Steuerzahler genug Geld verdient hat, um die jährlichen Steuern und Abgaben zu bezahlen. Ab diesem Tag fließt das Einkommen wieder in die eigene Tasche“, erklärt Barbara Kolm, Direktorin des Austrian Economics Center und führt weiter aus „je früher der TFD im Jahr liegt, desto größer ist der Spielraum für Unternehmer Arbeitsplätze zu sichern und weiter zu schaffen. Eine Entlastung von Arbeitseinkommen ist ein wesentlicher Faktor für den Arbeits- und Wirtschaftsstandort“.

Für die Junge Wirtschaft zeigt der Tax Freedom Day klar, an welchen Stellschrauben es zu drehen gilt, um den Unternehmen den nötigen Handlungsspielräume zu schaffen, damit sie in Innovationen, Klimaschutz und Jobs investieren können.

Weichen Richtung echter ökosozialer Steuerreform mit nachhaltiger Entlastung und positiven Anreizen für die Zukunft stellen

Eine zentrale Maßnahme zur Entlastung ist die Senkung der Körperschaftsteuer auf 21 % oder weniger. Das rechnet sich: 2004/2005 hat Österreich die KöSt von 34 % auf 25 % gesenkt. Trotz des geringeren Satzes war das Aufkommen im Jahr 2007 bereits über jenem von 2005. Eine KöSt-Senkung führt zu mehr Wachstum und Beschäftigung und ist daher der richtige Weg.

Gerade für junge Unternehmen, die wachsen wollen, ist es wichtig, dass mehr Netto vom Brutto bleibt. Daher fordert die Junge Wirtschaft eine Senkung der Einkommenssteuer, um auch Personengesellschaften zu entlasten. Zusätzlich gilt es die Lohnnebenkosten zu senken, ohne die Leistung zu reduzieren. Hier gibt es auch großes Potenzial zur Entlastung bei der Bürokratie.

Absetzbeträge für ökologische Investitionen motivieren

Außerdem ist ein neues investitionsfreundliches, dabei aber möglichst unbürokratisches Anreizsystem für ökologische Investitionen anzudenken. Z. B. eine steuerliche Absetzbarkeit für Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Reduktion des Energieverbrauchs von Gebäuden.

Fokus beim Budget auf Generationengerechtigkeit

Österreich braucht generationengerechte, finanzpolitische Rahmenbedingungen, die junge und künftige Unternehmerinnen und Unternehmer unterstützen – und nicht behindern. Die Budgetsanierung nach der Covid-19-Krise darf nicht auf Kosten der Wirtschaft und insbesondere der jungen Betriebe erfolgen.

Mit Entlastung zu nachhaltigem Aufschwung

Die Herausforderung, Österreich wieder ganz nach vorne zu bringen ist groß. Nun darf die Politik die wirtschaftlichen Potentiale, die der Optimismus der Unternehmerinnen und Unternehmer birgt, nicht ungenutzt lassen. Christiane Holzinger bringt es auf den Punkt: „Entlastung ist aus Sicht der jungen Betriebe der richtige Weg, um für Investitionen - etwa in Wachstum und Klimaschutz – Freiräume zu eröffnen. Auch zur Stärkung der Eigenkapitalbasis brauchen die jungen Betriebe spürbare Entlastung. Wir dürfen es nicht auf später verschieben. Jetzt ist die Zeit zum Handeln! Dann schaffen wir es auch, dass der Tax Freedom Day in Zukunft schon in der ersten Jahreshälfte liegt.“

Rückfragen:
Junge Wirtschaft
Mag. Gertraud Fellner, MAS
T 05 90 900 3737
E gertraud.fellner@wko.at

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