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Stuhlmiller: "Sich vom äußeren Druck bewegen lassen"

Clown und Unternehmer Michael Stuhlmiller gibt Tipps zum Umgang mit Stress, Konflikten und Scheitern.

© KK/Gaby Gerstner Michael Stuhlmiller ist Clown und weiß, wie man körperliches und emotionales Gleichgewicht im unternehmerischen Alltag einsetzen sollte.

Rote Nasen und Geschäftsmeetings sind gar nicht so weit voneinander entfernt. Was einen Clown mit der Wirtschaft verbindet, erklärt Michael Stuhlmiller

Bei einem Clown denkt man an einen Tollpatsch mit roter Nase. Sie sind aber Unternehmer, Gründer einer Clownschule und selbst seit über 30 Jahren als Clown tätig. Welche Tipps können gerade Sie geben?

Clowns können improvisieren. Sie nutzen jede Situation, um neue Wege auszuprobieren oder Varianten zu erfinden. Ebenso stehen Unternehmer mit Erfindergeist und Mut, Neues zu wagen, immer an erster Stelle. Gleichzeitig sind Clowns detailversessen. Sie beschäftigen sich oft ein Leben lang mit einer Nummer, bis sie perfekt ist. Auch gute Unternehmer sind beharrlich und halten durch, wo anderen die Luft ausgeht

Ihr Ansatz nennt sich „5 Räume des Lachens“?

Die fünf Räume sind Spielräume. Jeder Raum hat eine eigene spielerische Herausforderung und wird durch eine Pointe am Schluss abgeschlossen. Im Anschluss sind Sie bereit für den nächsten Raum. Im ersten Raum geht es um Selbstvertrauen, mit dessen Hilfe Sie dann Ihren eigenen Ausdruck finden und dazu stehen können. Genauso muss ein Unternehmer seinem Projekt vertrauen. Mit anderen Worten: Er muss zu sich stehen und zu dem, was er tut. Der zweite Raum trainiert die Kreativität und Fähigkeit, sich und andere zu inspirieren. Den spielerischen Umgang mit äußerem Druck und die Fähigkeit, im Bedarfsfall die Position zu wechseln, schult der dritte Raum. Im vierten Raum geht es darum, Probleme und Konflikte positiv zu nutzen. Im fünften Raum sollte der eigene spielerische Ansatz so perfektioniert werden, dass ein Unter-nehmer Er-folg erzielt, indem er sich beruflich und menschlich maximal lebt und realisiert. Das bedeutet nicht, dass man sich darauf konzentriert, andere auszustechen. Im Gegenteil: Es geht um das Spiel der Verbundenheit. Wie erschaffe ich Erfolg, von dem alle profitieren?

Kann kein Problem auch ein Problem sein?

Sobald Dinge festzufahren drohen, kann man sie leicht wieder anstoßen: Man muss Varianten in den Prozess einbauen. So stellen sich automatisch neue Fragen und man bekommt Lust am Tun. In allen Arbeitsprozessen spielt Freude und Neugierde eine große Rolle.

Scheitern kann oft auch gut sein?

Machen wir uns nichts vor. Kein Mensch will scheitern. Auch ein Clown nicht. Der Unterschied ist, er hat Humor. Statt sich anzustrengen, am Alten festzuhalten, hat er Spaß am Kippen. Scheitern bedeutet, dass die Dinge nicht mehr so bleiben können, wie sie waren. Wer scheitern kann, konzentriert sich auf das Aufstehen. Je öfter er scheitert, umso mehr sieht man, welche Impulse das hervorbringt.

Wie kann mich das in der Wirtschaft weiterbringen?

Richtig Scheitern bedeutet, den Moment zu erkennen, wenn Dinge kippen. Dann sollten Sie das Selbstvertrauen in die eigene Kraft und Beständigkeit, die Kreativität und den spielerischen Umgang mit Druck einsetzen. So können Sie sich auf Veränderungen einlassen und sie lenken.

Maximales Selbstinteresse führt Ihrer Meinung nach zu Erfolg – auch als Unternehmer? 

Jeder kreative und schöpferische Vorgang beginnt innen. Anders ausgedrückt: Beginnt, weil man es will und sich davon etwas verspricht. Künstler machen nicht, was man ihnen sagt. Gründer und Unternehmer auch nicht. Wer führen will, muss in der Lage sein, sich selber zu vertrauen. Gleichzeitig ist es wichtig, nicht so zu tun, als ob es keine Fehler gibt. Führungskräfte werden zum Vorbild, wenn sie zu Fehlern stehen.

Wie gehe ich in der Wirtschaft mit Druck um?

Druck schafft Stabilität und Sicherheit. Druck entsteht durch Grenzen und durch Widerstand. Er bewegt Menschen und Maschinen. Das ist nicht negativ und fördert das berufliche und persönliche Fortkommen. Druck ist dann negativ, wenn er erdrückt. Das passiert, wenn die innere Kraft schwächer ist als die äußere. In der Wirtschaft muss der äußere Druck gesteuert werden, indem man eine eigene stabile Position einnimmt. Sie dürfen nicht dagegenhalten, bremsen oder wegdrücken. Nutzen Sie den äußeren Druck, um sich davon bewegen zu lassen.

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