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Strukturen aufbrechen: Menschen und Organisationen fit machen

Viel mehr als von Auftragsschwankungen oder unvorhersehbare Entwicklungen auf den Märkten sind Österreichs Unternehmen von verkrusteten Strukturen und ineffizienten Hierarchien bedroht. An dieser Stelle setzt die Arbeit des Wahlkärntners Oliver Kritzler an, der Firmen auf dem Weg der Veränderungen begleitet. Sein AVL-Institut wurde vom Industriemagazin jüngst auf Platz 5 der besten Beratungs- und Schulungsanbieter Österreichs gereiht.

Oliver Kritzler, geschäftsführender Gesellschafter des AVL-Institut
© AVL-Institut

„Entwicklungsmanufaktur“ nennt Oliver Kritzler, beim AVL-Institut unter anderem für die Bereiche Organisations- und Personalentwicklung zuständig, sein Unternehmen und nimmt diese Bezeichnung durchaus wörtlich. In seinen Augen ist seine Tätigkeit professionelle Handarbeit. „Wir bieten nie Lösungen von der Stange an. Das ist bei mannigfaltigen Problemen, mit denen Unternehmen an uns herantreten, auch gar nicht möglich. Deshalb gestalten wir maßgeschneiderte Lösungen“, umreißt der in Klagenfurt lebende Kritzler das Arbeitsethos des Unternehmens, dass sich der Prozess- und Strukturentwicklung im Bereich Organisation, Führungskräfte- und Vertrieb-Entwicklung genauso verschrieben hat, wie dem Coaching von Teams und Führungskräften. Der Kundenkreis rekrutiert sich dabei aus allen Branchen, von Klein- und Mittelunternehmen bis hin zum Konzern. Die meisten kommen bereits mit einer konkreten Vorstellung, wo der Hund im eigenen Betrieb begraben liegen könnte. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass die schwersten Fehler im Unternehmen immer dann gemacht werden, wenn es der Firma gut geht. Erfolg verleitet mitunter zur Bequemlichkeit, zum Zurücklehnen und damit zur Ineffizienz. Strukturen und Prozesse, aber auch die Art und Weise des Miteinanders werden nicht mehr ständig auf den Prüfstand gestellt und Abläufe als gegeben angesehen“, fasst Kritzler zusammen. An dieser Stelle sehen sich Unternehmen dann nach externer Hilfe um, da eine interne Entwicklung aus eigener Kraft oft nicht mehr so leicht möglich ist. Kritzler: „Die meisten Unternehmen kommen mit einer konkreten Vorstellung, was geändert werden muss. Wir erstellen daraus einen Anforderungskatalog und definieren zusammen mit dem Kunden die Ziele. Die Herausforderung für uns besteht dann darin, einen geeigneten, individuellen Weg zum Ziel zu finden.“

Dabei gilt für den Pragmatiker Kritzler die alte Weisheit „Keine Therapie ohne Diagnose“: „Wir haben mit unserer Mischung aus Beratung, Coaching und Trainingsmaßnahmen ein gutes Rezept gefunden, um Unternehmen bei Veränderungen zu helfen. Auch das Lernen aus Erfahrung ist für uns wichtig. Veränderungen setzen sich nicht über Nacht in den Köpfen und Herzen fest, sondern müssen trainiert und durch geeignete Rahmenveränderungen unterstützt werden."

Traditionen und Kultur zu verändern ist oft auch schmerzhaft

Die Projekte sind so vielfältig wie die Kundenanforderungen. „2011 bis 2014 haben wir einem größeren Energieversorger dabei geholfen, sich vom Versorger zum modernen Dienstleister weiter zu wandeln. Das ist nicht nur ein Imagewandel nach außen, sondern eine Wandlung der kompletten Unternehmenskultur-, Struktur, sowie der Philosophie. Das ist nicht nur bei großen Konzernen notwendig, um sich am Markt besser positionieren zu können, sondern betrifft auch kleinere Unternehmen, denen wir beim Wandel von einem zum Beispiel patriarchisch geführten zu einem Management-geführten Betrieb helfen. Wir brechen alte Strukturen und Hierarchien komplett auf und entwickeln eine neue gemeinsame Basis. Das setzt allerdings die unbedingte Bereitschaft zum Wandel voraus, auch wenn dieser Weg schmerzhaft ist und viele liebgewonnenen Befindlichkeiten und Abläufe auf der Strecke bleiben“, gibt der AVL-Geschäftsführer Einblicke in seine Arbeit, die schon seit einigen Jahren immer wieder von externer Seite aus mit exzellenten Kritiken bedacht wird. In diesem Jahr nahm das AVL-Institut im Ranking der besten Beratungs- und Schulungsanbieter Österreichs im Industriemagazin den fünften Platz ein. „Als kleine „Entwicklungsmanufaktur“ sind wir sehr stolz, im Konzert der Großen eine qualitative Rolle spielen zu können. Die Entwicklung von Seminaranbieter hin zum Strategie-und Organisationsentwickler hat sich gelohnt. Ein solches Ranking stärkt selbstverständlich das Vertrauen in unsere Arbeit und vermittelt Kunden ein hohes Maß an Kompetenz“, freut sich Oliver Kritzler über die Auszeichnung des österreichischeren Magazins. Die hervorragende Bewertung ist auch deshalb wichtig, weil die heimische Beraterbranche nicht unbedingt klein und die Konkurrenz groß ist. „In Österreich wird eine Fülle der verschiedensten Themen abgedeckt und behandelt. Allerdings definiere ich meinen Beruf als Berufung, zu der Talent und Lebenserfahrung gehört. Viele drängen sich auf den Markt und nennen sich Berater, ohne eine entsprechende Ausbildung und ohne Erfahrung. Das hat für Kunden mitunter fatale Konsequenzen.“ 

Digitalisierung: Die nächste Sau wird durchs Dorf getrieben

Der passionierte Berater, der ursprünglich aus der Handballstadt Gummersbach nach Österreich gezogen ist und bereits seit 1994 im AVL-Institut arbeitet, wundert sich oft über die Aufgeregtheit der Branche. Aktuelles Beispiel ist die Digitalisierung, um die ein extremer und für Kritzler oft auch ungesunder Hype entstanden ist: „Auch zu uns kommen Kunden mit Problemen rund um die Digitalisierung ihres Unternehmens. Allerdings ist dieses Thema ein normales Entwicklungsthema und sicher kein neues. Unternehmen, die ihre Weiterentwicklung regelmäßig ernsthaft betreiben, digitalisieren schon seit vielen Jahren im laufenden Betrieb. Das die Digitalisierung jetzt diskutiert wird, ist für mich wie die berühmte Sau durchs Dorf zu treiben.“ Für Kritzler zählt der Digitalisierungsgrad eines Unternehmens zu einem der Erfolgsfaktoren eines Unternehmens: „BigData – und das ist u.a. auch mit Digitalisierung gemeint – ist das Vehikel für eine schnellere, einfachere und vernetztere Steuerung und Analyse des eigenen Unternehmens. Triebfeder war, ist und bleibt aber die Innovationskraft des Menschen und die Fähigkeit im Team gemeinsam optimale Lösungen zu erarbeiten und Entscheidungen vorzubereiten.

Was Deutsche von Österreichern lernen können

Oliver Kritzler sieht die eigentlichen Herausforderungen in der Unternehmensstruktur selbst. Für den Deutschen sind Hierarchien nach wie vor essenziell und nützlich. Allerdings sieht er aufgrund der Informationsschwemme und der Geschwindigkeit der heutigen Welt andere Ansätze in der Kommunikation und Entscheidungsfindung: „Früher war es üblich, dass der jeweilige Chef alle Entscheidungen allein getroffen hat. Im Grunde ist heute immer noch so, allerdings sind in die Entscheidungsfindung notwendigerweise weitaus mehr Menschen eingebunden. Andere Meinungen finden häufiger Berücksichtigung und führen dazu, dass Entscheidungen heute sehr viel ausgewogener und qualitativ hochwertiger getroffen werden können.“ Wichtig ist für den Berater auch, dass Strukturen Raum für Veränderungen lassen und nicht mehr starr sind. Organisationen werden „hybrid“! Das bringt Raum zum Nachdenken. „Vielen Entscheidern müssen wir einen sehr wesentlichen Skill wieder beibringen: Das Innehalten, Entschleunigen und vom Gas gehen. Nur so lassen sich wichtige Entscheidungen richtig und mit allen Konsequenzen im Hinterkopf abwägen“, erklärt Kritzler, der in seinem Leben in Österreich viele heimische Qualitäten kennen- und schätzen gelernt hat. „Was ich an Österreich gleichzeitig liebe, mich aber oft auch nervt ist die Fähigkeit, immer einen Weg zu finden, sich auch oft dorthin zu wursteln.  Das wäre eine Sache, die Deutsche auf jeden Fall lernen sollten. In Deutschland macht man sehr oft entweder alles komplett richtig oder komplett falsch. Ein Mittelding gibt es da oft nicht.“ Als Kenner beider Länder sieht Oliver Kritzler Austauschpotenzial. „Beide Länder können viel voneinander lernen. Deutschen würde eine gute Portion der Empathie und Eloquenz der Österreicher guttun und Österreich könnte ein wenig deutsches Selbstvertrauen und den ehrgeizigen Zug zum Tor gebrauchen“, zieht er Resümee. 

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Winter

Rückfragen:
AVL-Institut Beratung. Training. Kommunikation GmbH
Oliver Kritzler MSc

Büro Süd
Schwalbengasse 10/EG
9020 Klagenfurt am Wörthersee
M 0664 10 44 999
E o.kritzler@avl-institut.at
W avl-institut.at

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