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Stets kompetent, wenn es um Lackierung geht

Ob ein klassischer Auffahrunfall, ein Totalschaden oder jede Menge Dellen nach einem Hagel: Das Klagenfurter­ Unternehmen von Caroline Aspernig sorgt dafür, dass jedes Fahrzeug wieder in neuem Glanz erstrahlt

Birgit Sacherer
Eva Asaad/NOTSCH.COM
© Eva Asaad Caroline Aspernig und ihr Team. Die Lackierpistole ist ein wichtiges Werkzeug in ihrem Beruf.
Farbe ist nicht gleich Farbe. Denn jede noch so kleine Schattierung hat ihr Rezept. „Für jede Farb­nuance gibt es ein eigenes Rezept, wie bei einem Kuchen muss man sich auch beim Zusammenmischen einer Farbe an die genauen Mengenangaben halten“, erzählt Caroline Aspernig, die im Jahr 2004 die „Aspernig Karosserietechnik“ von ihrem Vater übernommen hat. Dabei war es für sie gar nicht einfach, den „Senior“ davon zu überzeugen, in seine Fußstapfen zu treten. Nach der HAK-Matura arbeitete die Mutter einer erwachsenen Tochter im Büro einer Autofirma in Wien. Doch schon nach einem Jahr kehrte die smarte Unternehmerin der Großstadt den Rücken, schlug ihre Zelte wieder in Klagenfurt auf und begann in der Firma ihres Vaters zu arbeiten. „Mein Vater war felsenfest davon überzeugt, dass ich spätestens nach zwei Wochen das Handtuch werfen würde. Er glaubte vor allem, dass ich den Gestank und den Schmutz nicht aushalten werde“, erzählt sie rückblickend. Doch Aspernig gab nicht auf, arbeitete hart und absolvierte die Ausbildung zur Karosseriespengler-, Karosseriebautechniker- und Autolackiermeisterin. Als sie dann den Meis­terbrief mit Auszeichnung in Händen hielt, da war nicht nur sie, sondern auch ihre Eltern waren sehr stolz. 

Längst hat sie sich durch Ehrgeiz, Fleiß und Einsatzbereitschaft als eine der führenden Unternehmerinnen im Bereich Karosseriearbeiten etabliert und ist weit über Kärntens Grenzen hi­naus bekannt. „Ich bin von meinen Kollegen immer unterstützt worden, konnte mir stets Tipps holen. Wie in jeder anderen Branche ist es sehr wichtig, sich weiterzubilden, um immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein.“ Als Spezialwerkstätte für alle Automarken kümmern sich Aspernig und ihr Team um Fahrzeuge jeden Alters. Ob es sich um eine kleine Delle beim Seitenspiegel handelt oder das Auto mit einem Totalschaden in die Werkstatt gebracht wird – „wir wissen, was wir tun müssen und stellen den perfekten Vorher-Zustand wieder her. Wir kümmern uns nach einem Unfall auch um das Abschleppen des Fahrzeuges und um die Schadensabwicklung mit der Versicherung.“ Natürlich bleiben ihre Kunden auch während der Reparatur mobil – „auf Wunsch bekommt jeder Kunde von uns kostenfrei einen Leihwagen.“ 
Und egal um welche Arbeit es sich handelt, sie muss sorgfältig und mit viel Fingerspitzengefühl gemacht werden. Die Wahl der korrekten Farbe ist dabei das Um und Auf. Damit jedes beschädigte Fahrzeug wieder in der ursprünglichen Farbe die Werkstatt verlassen kann, wird die Rezeptur des Originallacks gemixt. Ein Computerprogramm berechnet anhand des Fahrzeugtyps und Farbcodes die nötigen Zutaten, die mit destilliertem Wasser in einem Behälter vermischt werden. „Der Behälter wird dann auf eine La­ckierpistole geschraubt, die Farbe mit einem Spritzlackiergerät aufgesprüht. Damit die Schicht gleichmäßig und rasch einzieht, kommt das Auto in einen auf 70 Grad vorgeheizten Backofen.“
Ob ihr der Beruf in die Wiege gelegt wurde? „Ich denke schon, denn bereits als Kind verbrachte ich viel Zeit in der Werkstatt, typische Mädchenspielsachen interessierten mich nur am Rande.“

Dieser Artikel erschien in Ausgabe 24 der "Kärntner Wirtschaft".

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