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Startschuss für Abu Dhabi

Im Oktober finden die 44. WorldSkills Berufsweltmeisterschaften in Abu Dhabi statt. Der Kärntner Produktionstechniker Julian Krug tritt im CNC-Fräsen für das Team Austria an und ist für seinen Trainer und Mentor Marco Riepl ein "ganz heißer Tipp".

Julian Krug geht bei den 44. WorldSkills Berufsweltmeisterschaften in Abu Dhabi für Österreich an den Start.
© Lobitzer Julian Krug geht bei den 44. WorldSkills Berufsweltmeisterschaften in Abu Dhabi für Österreich an den Start.

Mit dem kürzlich durchgeführten Teamseminar im voestalpine Ausbildungszentrum in Linz fiel der Startschuss zur Vorbereitung auf die 44. WorldSkills Berufsmeisterschaften. Österreich tritt mit 40 Fachkräften aus 36 Berufen an. Insgesamt kämpfen mehr als 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 76 Ländern in rund 50 Wettbewerben um Gold, Silber und Bronze. Mittendrin findet sich der Feldkirchner Julian Krug wieder. Der 20-jährige Produktionstechniker bei Kostwein ist amtierender Staatsmeister im CNC-Fräsen und gilt als engagiert, äußerst professionell und nervenstark. Mit seinem Trainer Marco Riepl bereitet er sich bereits seit Jahresbeginn auf die WorldSkills im Herbst vor. "Mit dem Jahreswechsel begann für uns die Vorbereitungszeit. Wir dürfen keine Zeit verlieren, denn die Anforderungen bei der Weltmeisterschaft sind hoch und vor uns liegt noch einiges an Arbeit", erklärt Marco Riepl. Für ihn haben solche Veranstaltungen eigene Regeln: "Bundeslehrlingswettbewerbe oder Staatsmeisterschaften sind eine gute Gelegenheit um die eigene Nervenstärke zu testen, aber bei den WorldSkills ist alles größer, lauter und vor allem ist der Druck höher. Allein im CNC-Fräsen treten 25 Nationen an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen Konkurrenz und Prüfer ausblenden können und sich voll auf ihre Arbeit konzentrieren. Daher ist es wichtig, dass alle Handgriffe sitzen."

Reine Übungssache

Damit alle Handgriffe sitzen hat Marco Riepl mit Julian Krug bereits das Training begonnen. Um bei den WorldSkills vorne dabei sein zu können, warten einige Herausforderungen auf Krug: "Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Messen. Beim Wettbewerb muss Julian mit einem Handmessmittel arbeiten, überprüft wird seine Leistung dann von einer Messmaschine. Wir sprechen hier von Tausendstel Millimeter, die übereinstimmen müssen", meint Trainer Riepl. Auch beim Ausrichten des Schraubstocks, also der Grundlage der gesamten Arbeit, ist Fingerspitzengefühl und Schnelligkeit gefragt. "Normalerweise braucht man, wenn man gewissenhaft arbeitet und sich Zeit lässt, vier bis fünf Minuten für das Ausrichten des Schraubstocks. Bei den WorldSkills sollte das in unter zwei Minuten klappen. Und Fehler sind dabei nicht erlaubt, denn sonst trägt man sie bei jeder weiteren Tätigkeit mit. Das ist aber reine Übungssache", ist der Coach überzeugt. Eingewöhnungszeit sollte in der Vorbereitungszeit ebenfalls für die Maschinen eingerechnet werden. Marco Riepl erläutert warum: "Bei der Weltmeisterschaft arbeiten alle Teilnehmer mit dem gleichen System, das extern programmiert wurde. Damit wir mit dieser Software trainieren können spielen wir sie über einen USB-Stick extra auf unsere Maschinen ein." Julian Krug profitiert dabei vom Wissen seines Arbeitskollegen Sandro Zupan. Er war bereits Teilnehmer der EuroSkills und sammelte genügend Erfahrung mit dem System. "Sandro hat einige Tipps für Julian parat", hört man vom Trainer.

Meilensteine und Probeläufe

Marco Riepl, der übrigens vor einigen Tagen als Mentor des Jahres 2016 ausgezeichnet wurde, hat für die Monate bis zu den WorldSkills einen genauen Projektplan erstellt. „Julian ist ehrgeizig und ein heißer Tipp für die Weltmeisterschaft. Er soll eine ideale Vorbereitung genießen, daher habe ich Meilensteine notiert, die wir erreichen möchten. In drei Wochen werden wir beispielsweise erstmals unter Wettbewerbsbedingungen trainieren. Das heißt ich schaffe ähnliche Rahmenbedingungen - Werkzeuge, Zeitvorgaben etc. Dann haben wir einmal den Status quo und können weitertrainieren“, führt Riepl aus. Dass sich das in die tägliche Arbeit integrieren lässt mag man kaum glauben, aber Marco Riepl versichert: "Wir können uns überaus glücklich schätzen, dass solche Wettbewerbe und die Erfolge der Mitarbeiter für unseren Arbeitgeber Kostwein einen so hohen Stellenwert haben. Julian hat andere Teilnehmer, speziell aus anderen Ländern, kennengelernt, die nur in der Freizeit üben können. Da ist die Unterstützung unseres Betriebes gleich noch mehr wert. Im Moment trainieren wir ein bis zwei Tage in der Woche. Je näher der Oktober rückt, desto intensiver wird das Training und da wird sicher auch die Freizeit dafür geopfert. Aber das macht nichts, denn auf so einen wichtigen Event hinzuarbeiten macht nicht nur mir, sondern auch Julian enorm viel Spaß!"

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