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Starke gelebte Integration

Gelebte Integration steht im Programm „Mentoring für MigrantInnen“ für Mentoren und Mentees an der Tagesordnung.

Mentoring für MigrantInnen Miha Kampuš Nikolina Belovari
© WKK/Peter Just Sie sind das „Best Practice“-Beispiel des fünften „Mentoring für MigrantInnen“: Unternehmer Miha Kampuš und Nikolina Belovari.

Neu in einem Land zu sein, keinen zu kennen und vielleicht auch noch begrenzte Sprachkenntnisse zu haben, ist für viele Men­schen eine Herausforderung, vor der sie jeden Tag stehen. 21 von ihnen bekommen nun im Programm „Mentoring für Migrant­Innen“ die Chance, ihre ersten Schritte in der Kärntner Wirtschaftslandschaft mithilfe etablierter Unternehmer und Personen aus der Wirtschaft zu machen. Bereits zum sechsten Mal startet damit das „Mentoring für MigrantInnen“ in Kärnten, das 2008 auf Initiative der Wirtschaftskammer Kärnten gemeinsam mit dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und dem Arbeitsmarktservice (AMS) begonnen wurde.

Sechs Monate Projektzeit, zahlreiche Schulungsangebote und Weiterbildungen sowie eine hoffentlich erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem Mentoren stehen den qualifizierten Personen mit Migrationshintergrund jetzt bevor.

Ich war in Syrien Sys­tem­analytiker und möchte mich in Österreich weiterentwickeln“, erzählt Yanal Kat, der wie die meis­ten Mentees seit einigen Jahren in Kärnten lebt und in der Wirtschaft Fuß fassen möchte. Ausbildungen haben viele in ihren Heimat­ländern absolviert, oft bringen
sie auch viel Berufserfahrung mit, so wie Nikolina Belovari, die im vergangenen Jahr Mentee im Programm war. „In meiner Heimat war ich Produktionsassistentin beim Fernsehen, hier wollte ich zuerst als Juristin arbeiten. Durch das Programm ist es anders gekommen“, erzählt die gebürtige Kroatin. Mit der Unterstützung von Mentor und Unternehmer Miha Kampuš hat sie sich beworben, Fortschritte in der deutschen Sprache gemacht und arbeitet mittlerweile bei einer Produk­tionsfirma. „An erster Stelle steht das Wollen“, betont Kampuš. Er ist auch heuer wieder als Mentor aktiv und bildet mit der russischen Juristin Marina Maier ein Tandem. Kampuš: „Ich bin gespannt!“

Die in der Wirtschaftswelt etablierten Mentoren geben den ihnen zugeteilten Mentees Tipps und Tricks, stellen ihr Netzwerk zur Verfügung und helfen ihnen bei der Orientierung am österreichischen Arbeitsmarkt. Die Struktur entscheiden Mentor und Mentee selbst. Ziel ist vor allem eines: gelebte Integration und die Eingliederung in den österreichischen Arbeitsmarkt.


Interview mit dem Migrationsbeauftragen der WK, Murat Selimagić

Murat_Selimagic_Mentoring für MigrantInnen_Wirtschaftskammer_Österreichischer Integrationsfonds_AMS Kärnten_von Peter Just
© WKK/Peter Just Murat Selimagić ist WKK- Migrationsbeauftragter.

Wie sieht Ihr Werdegang in Kärnten aus?

Ich bin 1991 aus Bosnien nach Kärnten gekommen, habe hier meine Lehre zum Zimmermann absolviert, dann lange am Bau gearbeitet und bin irgendwann Polier geworden. Nebenbei habe ich die Abend-HTL im Bereich Hochbau absolviert und heute habe ich mein eigenes Baumanagement-Unternehmen in Villach.

Welche Funktion haben Sie als Migrationsbeauftragter? 

Ich denke, dass ich eine Vorbildwirkung für viele habe – das höre ich jedenfalls öfter. Ich möchte vermitteln, dass ein „normaler Werdegang“ wie meiner für jeden in Kärnten möglich ist. Heute schaffe ich Arbeitsplätze und betreue viele Bauprojekte im In- und Ausland. Ich spreche fünf Sprachen, das kommt mir da selbstverständlich entgegen. Die Basis in Österreich ist aber sicherlich die deutsche Sprache – ohne sie wird es schwierig, in der Wirtschaft Fuß zu fassen.

Im „Mentoring für MigrantInnen“ sind Sie heuer auch erstmals als Mentor aktiv?

Ja, ich freue mich besonders auf die Zusammenarbeit und hoffe, dass ich für meinen Mentee viele Tipps und Tricks auf Lager habe.

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