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Spittaler Käufer kommen um More nicht herum

Von der Kaffeemaschine über das neue E-Bike bis zum Rasenmäher mit Akkubetrieb – bei More in Spittal ist man jederzeit gut bedient.

© Patrick Sommeregger-Baurecht Senior- und Juniorchef eines der ältes­ten Familienbetriebe in Spittal: Hans und Chris­toph More stehen mittlerweile gemeinsam an der Spitze des Unternehmens.

Ein Abendessen mit Freunden, das Menü ist gekocht, der passende Wein dekantiert – was jetzt noch fehlt, wäre die feine Trüffel auf dem Hauptgang. Aber was tun, wenn beim Trüffelschneider eine Schraube fehlt? „Kein Problem. Beim More gibt es alles“, erzählt Geschäftsführer Hans More die Geschichte eines verzweifelten Kunden auf der Suche nach einer speziellen Schraube für sein Haushaltsgerät. „Genau das macht unser Service aus – wir sind nicht nur ein Handelsunternehmen, sondern sehen uns als Dienstleis­ter.“

Der Spittaler Kaufmann leitet seit den 1980er Jahren den Familienbetrieb, der 1918 von seinem Großvater in Lieserhofen gegründet wurde. 1925 übersiedelte sein Schuh- und Landmaschinenhandel in die Bezirkshauptstadt und war damals eines der ersten Geschäfte der Spittaler Bahnhofstraße. Die Grundmauern des einst 20 Quadratmeter großen Geschäfts sieht man auch heute noch, allerdings wurde die Fläche auf über 2000 Quadratmeter erweitert.

Komplett-Dienstleister in Spittal

Drei Abteilungen mit 22 Mitarbeitern haben heute Platz im Unternehmen: Motoris­tik, Haushaltsgeräte sowie Rad. More: „Unsere lange Tradition verschafft uns einen gewissen Stellenwert in der Region. Darauf darf man sich aber nicht ausruhen. Es hat sich gezeigt, dass man nur mit einer Spezialisierung erfolgreich überleben kann.“ Wie in einem Fami­lienunternehmen üblich, packen alle mit an. Auch Sprengmittel hat More noch im Sortiment, allerdings an einem weiteren Standort.Diesen Bereich hat Bruder Peter More über. Sohn Christoph More kümmert sich um das Marketing und die Rad-Abteilung, seine Frau um die Haushaltsgeräte und der Chef selbst ist in der Motoristik zuhause. „Wir arbeiten alle sehr gut zusammen, unsere Mitarbeiter gehören zur Familie. Viele sind immerhin schon Jahrzehnte im Betrieb“, erzählt More. Die Wertschätzung und die Ausbildung der Mitarbeiter sind More ein wichtiges Anliegen. „Wir haben über die Jahre sicher 100 Lehrlinge ausgebildet.“

Zusammenarbeit wird groß geschrieben

In Zukunft soll Sohn Christoph den Familienbetrieb führen. „So wie ich, ist er auch im Betrieb aufgewachsen. Wir unterstützen ihn, solange er uns braucht. Dass er jetzt bereit ist zu übernehmen, freut uns natürlich“, erzählt More. Mit saisonalen Aktionen arbeitet More an der Kundenbindung. Vom Reindling ba­cken, über einen gratis Motorsägen-Check ist für fast jeden etwas dabei. Im Verkauf will man weiterhin auf Tradition setzen. Christoph More: „Wir vermarkten viele Kärntner und österreichische Produkte – darauf sind wir stolz. Die Kunden schätzen die Qualität.“


Interview mit den beiden Chefs Hans und Christoph More

More Spittal Familienunternehmen
© Patrick Sommeregger-Baurecht Hans More leitet das Familienunternehmen.
More Spittal Familienunternehmen
© Patrick Sommeregger-Baurecht Sohn Christoph More wird das Unternehmen bald übernehmen.

Was macht gelebtes Unternehmertum aus?

Christoph More: Die persönliche Zu­friedenheit als Unternehmer ist wichtig. Man muss hinter dem stehen, was man macht und verkauft. Dann macht man es nicht nur gerne, sondern auch viel besser.

Warum sind Unternehmer wichtig für das Land?

Hans More: Jede Stadt lebt durch ihre Betriebe. Eine reine Wohnstadt kann nie funktionieren, genauso wie es Betriebe schwer haben in einer Stadt, in der niemand wohnt. Spittal hat sehr viel Potenzial und wenn man will, wird es auch positiv weitergehen.
Christoph More: Es ist ein Kreislauf. Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und bringen Frequenz in die Stadt. Im Gegenzug sehen wir uns als Komplett-Dienstleister für die Kunden.

Welche Werte sind Ihnen als Unternehmer wichtig?

Hans More: Zufriedenheit! Das Vertrauen eines Kunden zu gewinnen dauert Jahre, es zu verlieren hingegen nur Sekunden.

Welche Gefahren birgt ein Familienunternehmen?

Hans More: Wir haben das Glück, dass
bei uns die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Gemeinsam mit einem externen Berater hat sich die ganze Familie dann auf neutralem Boden zusammengesetzt und wir haben jeweils unsere Wünsche für die Zusammenarbeit und Nachfolge besprochen – das würde ich jedem empfehlen.

Haben Sie einen Wunsch an die politischen Entscheidungsträger?

Christoph More: Ich würde mir mehr Gespür für die Anliegen der Unternehmer wünschen und mehr Entscheidungen aus der Praxis.
Hans More: Löhne sollten Brutto für Netto ausgezahlt werden, damit jedem Arbeitnehmer die tatsächlichen Lohnkosten bewusst sind.
Ausländische Onlinehändler sollen separate Steuern in Österreich abliefern, wenn sie nach Österreich versenden.

Würden Sie wieder ein Unternehmen gründen?

Hans More: Immer wieder – ich genieße die Möglichkeit, selbst etwas zu gestalten. Deswegen war ich auch in der Berufsgruppe immer sehr engagiert.
Christoph More: Ich wollte meine Ideen immer selbst umsetzen können. Eigenständiges und kreatives Arbeiten war mir immer wichtig. Selbstständig zu sein, ist nicht immer der leichteste Weg, aber die zufriedenen Kunden sind ein Lohn dafür.

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