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Sind autofreie Innenstädte die Zukunft?

Ein gänzliches Verschwinden von Autos aus den Innenstädten ist aus meiner Sicht nicht denkbar. Vielmehr braucht es ganzheitliche Lösungen, die allen etwas bringen!

Bezirksstellenobmann Max Habenicht
© WKK

Alle Jahre wieder poppt sie auf, die Diskussion um autofreie Innenstädte. Klar, dass mit dem Wiener Modell nun auch in anderen Landeshauptstädten hitzige Debatten rund um die Mobilität der Zukunft entfacht werden. Und das ist gut so, denn in nur wenigen Städten sind die Konzepte wohl durchdacht. Schon gar nicht in Klagenfurt. Viel zu oft werden bei uns Themen und diverse Verkehrsteilnehmer abgekapselt betrachtet. Somit sind bis dato substanzielle Bestandteile wie ein professionelles Leitsystem oder ein ganzheitliches Radwegnetz unbearbeitet geblieben. 

Planungssicherheit fehlt

Dabei sind Verkehr und Mobilität ausschlaggebende Schlüsselthemen für ein modernes Klagenfurt. Begegnungszonen, Parkplatzauflösungen oder autofreie Abschnitte – all diese Punkte sind Insellösungen, die weder der Bevölkerung noch den ansässigen Unternehmen helfen. Es fehlt seit Jahren ein schlüssiges Vorhaben und somit auch die nötige Planungssicherheit für die Betriebe. Eines ist klar: Eine Verbannung der Autos aus der Innenstadt ist definitiv nicht der Weisheit letzter Schluss. Nachhaltige Citylogistik darf nicht aus erhobenen Zeigefingern und Verboten bestehen, sondern muss ganzheitlich funktionieren. Öffentlicher, Individual-, Fußgänger-, Rad-, Wirtschafts-, Zulieferer- und Busverkehr wirken unmittelbar aufeinander. 

Wenn wir uns schon fragen, ob Autos in Innenstädten eine Zukunft haben, müssen wir uns auch fragen, wie der Handel der Zukunft aussieht und welche Mobilitätsformen von den nächsten Generationen genutzt werden. In größeren Städten setzen viele Firmen bereits auf Showrooms und speziell das Thema „click and collect“ wird immer präsenter: Der Kunde bestellt ein Produkt online und holt es direkt im Geschäft ab. Da sind Parkplätze vor der Tür ein Muss. Eine kürzlich veröffentliche Studie von Standort+Markt bestätigt das und besagt, dass das Auto vor der Tür bis zu zwei Drittel mehr Umsatz bringt.

Habenicht fordert "fittes Verkehrskonzept"

Ein fittes Verkehrskonzept benötigt Hubs, Parkplatzmanagement und smarte Lösungen. Dazu zählen auch die Etablierung eines Parkleitsystems, die Vereinfachung des Busnetzes sowie die deutliche Erhöhung der Frequenz und der Ausbau der Anbindungen. Den was keinesfalls passieren darf, ist, dass die Menschen die Innenstadt meiden, weil sie keine bequeme Möglichkeit haben, dorthin zu kommen! 

Und damit sind wir bei einem weiteren wichtigen Punkt, der für die Belebung der City notwendig sein wird: Wohnraumschaffung. Mit leistbaren urbanen Wohnungen hätten wir einen starken Frequenzbringer, der Klagenfurt belebt. Wir sollten nicht nur über die Verkehrsflächen und Erdgeschoße reden, sondern eben auch über die Stockwerke darüber. Im Sinne einer ganzheitlichen Stadtplanung und –entwicklung müssen wir uns der Komplexität bewusstwerden und einen Masterplan entwickeln, der alle Blickwinkel beinhaltet. So darf auch nicht der Wirtschaftsverkehr mit dem motorisierten Individualverkehr gleichgestellt werden. Es sind nämlich die Unternehmen, die in Klagenfurt Arbeitsplätze schaffen und über Klagenfurt als attraktiven Lebensstandort entscheiden.

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