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Sie verkaufen mit "elky" ein Naturschlaferlebnis

Wie man sich richtig bettet – das wissen Elke und Ariane Obertautsch. Gemeinsam führen sie den Matratzenproduzenten „elky“ aus St. Michael ob Bleiburg in dritter und vierter Generation. Seit 1927 wird dort jede Matratze sorgfältig angefertigt.

© Peter Just Elke und Ariane Obertautsch führen gemeinsam den Familienbetrieb. Ihre himmlische Ruhe genießen sie auf einer Strohmatratze.

Entweder man schläft im Wald oder auf einer „elky“ – das meinte Elke Obertautsch einmal zu ihrer Tochter Ariane. „Im Wald ist man total geerdet, läuft barfuß herum und berührt die Natur.“ Genauso fühlt es sich für die Unternehmerin aus St. Michael ob Bleiburg an, wenn sie auf einer Naturmatratze schläft. „Man kann sie umarmen, man riecht die Materialien. Es ist wichtig, dass man sich in der heutigen Zeit mit Natur umgibt. Man kommt abends von der Arbeit nachhause und ist oft angespannt. In der Nacht sollte man sich von diesen Belastungen befreien und entladen können.“ Damit das auch funktioniert, braucht es die richtige Schlafumgebung samt richtiger „Unterlage“, sprich die richtige Matratze.

Gemeinsam mit ihrer Tochter Ariane stellt Elke Obertautsch in bereits vierter Generation im nach ihr benannten Unternehmen „elky“ hochwertige Matratzen her. Dabei wollte sie nie in das elterliche Unternehmen eintreten. Doch als ihr Vater 1994 plötzlich verstarb, übernahm sie das Ruder. „Ich bin ins kalte Wasser gesprungen, es hat mir aber bald viel Spaß gemacht. Auch weil ich gemerkt habe, dass wir trotz unserer Größe sehr gut am Markt positioniert waren.“ Für ihre Tochter Ariane hingegen war es immer klar, dass sie einmal im Familienbetrieb tätig sein möchte.

Bei der Produktion der Matratzen setzen die beiden auf beste Naturmaterialien und versuchen so gut es geht die Werkstoffe dafür aus der näheren Umgebung zu beziehen. Was verarbeitet wird,
ist zu 100 Prozent ökologisch abbaubar. Materialien wie Stroh, Schafschurwolle, Ross- oder Kamelhaare bis hin zu Torf werden in die Schlafunterlagen verar­beitet. „Man könnte theoretisch eine Matratze nur aus Schaf­schurwolle machen, aber von der Stützkraft her braucht man auch Trägermaterial“, erklärt Elke Obertautsch. Die Produktion erfolgt ausschließlich in St. Michael ob Bleiburg.

Wie eine gute Matratze aussieht? „Diese muss auf den jeweiligen Schläfer angepasst werden. Heutzutage ist nichts individueller als der Schlaf selbst. So hängt etwa der Härtegrad nicht nur vom Gewicht, sondern auch vom Alter, den Muskeln und Knochen ab“, so die Juniorchefin. Wobei das harte Liegen generell gut und wichtig ist – man sollte sich in der Nacht oft wenden, denn so werden die Bandscheiben befeuchtet. Das Material, aus dem eine Matratze besteht, und die Auflage, auch Topper genannt, sollte dem, der darauf liegt, angepasst werden. Wenn die Materialien nicht passen, kommt man in der Nacht nicht zur Ruhe. Ihre Kunden variieren gerne saisonal. „Jene mit Rosshaar sind temperaturaus­gleichend, eine natürliche Klimaanlage. Bestehen diese hingegen aus Schafschurwolle, so sind diese temperaturregulierend und tendenziell für Menschen geeignet, die ein Kältegefühl haben.“

Mit Besonderem überzeugen

Generell ist es schwierig, Produkte auf den Markt zu bringen, die andere noch nicht haben. Gelungen ist es den beiden dennoch, nämlich mit der Markteinführung ihres „Ruhepool-Naturbettes“, eines Naturboxspringbettes, das zu hundert Prozent metall- und plas­tikfrei ist. „Wir sind die Einzigen, die ein Bett in dieser Form anbieten. Wir treffen damit den modernen Anspruch der Kunden, richten den Fokus aber auch auf Nach­haltigkeit und das Liegegefühl. Das Vollholzbett, das es in Nuss, Eiche oder Zirbe gibt und von einem regionalen Tischler produziert wird, ist veränderbar. „Man kann über das Holzteil des Bettes Hussen aus Naturstoff und ohne synthetischen Anteil geben.“

Die wichtigsten Abnehmer waren und sind auch heute noch zwei große Möbelhäuser. Sie halten aber auch Ausschau nach kleinen, feinen Partnern. „Wir kalkulieren unsere Produkte gut und ehrlich, die Rabatte sollen im Rahmen sein. Denn wenn wir als Produzenten nichts mehr verdienen, dann können wir nicht überleben. Wir sehen unsere Kunden und unsere Lieferanten auf Augenhöhe. Es geht nicht, dass wir gewinnen und die anderen verlieren, sonst verlieren am Ende alle. Wir sitzen gemeinsam in einem Boot und müssen zukunftsweisend agieren“, meinen die beiden unisono.


Interview mit mit den Inhaberinnen Elke und Ariane Obertautsch

Elky
© Peter Just Elke Obertautsch führt den Familienbetrieb seit 1994 gemeinsam mit ihrer Tochter Ariane Ober­tautsch am Standort in St. Michael ob Bleiburg.

Was macht erfolgreich gelebtes Unternehmertum aus?

Elke Obertautsch: Erfolgreiches Unternehmertum zeigt sich dadurch, dass die Begeisterung niemals erlischt und dass man seinen Visionen treu bleibt. Und dass man etwas produziert, das einen Wert hat, das nicht nur
dem Produzenten, sondern auch dem Konsumenten etwas bringt. 

Ariane Obertautsch: Jeder, der beteiligt ist, sollte etwas davon haben.

Warum sind Unternehmerpersönlichkeiten wichtig für eine Region?

Elke Obertautsch: Unternehmer sind Vorbilder und es ist wichtig, dass man sich in einem Betrieb  gegenseitig anspornt. Zu uns kommen auch immer wieder Schulen und Kindergärten und schauen sich den Betrieb an. Es ist schön mitanzusehen, wie begeis­tert die Kinder von unserer Arbeit sind. Wenn man etwas Gutes macht, dann tut es nicht nur einem selber gut, sondern oft auch einer ganzen Region.

Ariane Obertautsch: Die Motivation, etwas zu tun und auch daran zu glauben, ist wichtig. Man muss anpacken, damit etwas passiert. Es wird einem nichts in den Schoß gelegt und nichts kommt als Geschenk. Man muss aufstehen und handeln. Wenn man dann dahintersteht, fängt es irgendwann auch an zu fließen.

Was sind die größten Gefahren für einen Familien­betrieb?

Elke Obertautsch: Ich finde einen Familienbetrieb einfach grenz­genial, wenn man sich versteht und sich gegenseitig befruchtet. Wichtig ist, dem anderen die Freiheit zu lassen, die er braucht. Die Gefahr ist vielleicht, dass sich die Alten nicht rechtzeitig zurückziehen. Man muss den anderen achten, sich gegenseitig schätzen und jedem den Raum geben, den er braucht.

Ariane Obertautsch: Es macht uns  unendlich viel Spaß, sinnvolle und nachhaltige Produkte in Umlauf zu bringen. Und das nicht nur des Verkaufens willen, sondern weil es für die Gesellschaft wichtig ist.

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