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Sie rocken ihr Backwerk ohne Chemie

Ob Semmeln, Weckerln oder Plundergebäck, ob frisch oder schockgefroren: Reine Naturprodukte ohne künstliche Zusatzstoffe sind Bestandteil der Unternehmensphilosophie der Naturbäckerei Lagler.

© Lobitzer Hier wird die schockgefrorene Ware für die Auslieferung verpackt. Firmenchef Roland Lagler mit seinen Mitarbeitern Suheir Hannouch und Lukas Tagler.

Wie könnte es auch anders sein. Roland Laglers Tag beginnt mit seinem „Laibgericht“ – einer knusprigen Kaisersemmel aus der hauseigenen Naturbäckerei. Ein ausgiebiges Frühstück bringt den Unternehmer über den Vormittag.Dabei wollte Lagler, dessen Eltern eine kleine Bäckerei in Obervellach hatten, nie ins Backhandwerk einsteigen. Vor allem der Arbeitszeiten wegen. Dennoch entschied er sich nach der HAK-Matura für eine Bäcker- und Konditorlehre und hängte dann noch ein Wirtschaftsstudium an. Mittlerweile geht er voll und ganz in seinem Unternehmen, der Naturbäckerei Lagler, auf und ist stolz, seine Firma in einer hartumkämpften Branche nachhaltig zukunftsfit gemacht zu haben.

Regionale und natürliche Zutaten

Gebacken wird nach patentiertem Naturbackverfahren. „Die Ernährung spielt eine sehr wichtige Rolle in unserem Leben. Als Naturbäckerei setzen wir zu hundert Prozent auf natürliche und regionale Zutaten und verzichten aus voller Überzeugung auf jegliche synthetischen Zusatzstoffe. Wir verwenden ausschließlich natürliche Backmittel“, erklärt Lagler. Denn er weiß: Der Konsument
von heute ist ernährungsbewusst und verlangt nach Produkten ohne chemischen Zusatz. „Statt der synthetischen Zusatzstoffe mengen wir Acerolpulver, Dextrose und Lecithin bei. Mit der Marke „Rogg’n’Roll“ unterstreichen wir nochmals die Unternehmensphilosophie. Die Natur ist unser Geschmacksverstärker.“ So werden nicht nur der adelige Klassiker, die Kaisersemmel, sondern auch alle anderen Backwaren wie Brot, Weckerln, Plundergebäck oder Süßes aus der hauseigenen Back- und Konditorstube ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt.

Großen Wert wird auch auf die Herkunft der Zutaten gelegt, die von ausgewählten regionalen Bauern bezogen werden. „Die unbehandelte Biorohmilch liefert uns die landwirtschaftliche Fachhochschule Litzlhof, Mohn und Gewürze kommen aus Oberösterreich.“ Das Getreide wird in der Kärntenmühle exklusiv zu Mehl vermahlen und dort bis zur Auslieferung separat gelagert.

Von der Filiale bis vor die Haustür

Kärntenweit gibt es derzeit dreizehn Filialen. Da die Kundschaft aber nicht immer direkt ins Geschäft kommen kann, fahren ihnen – derzeit jedoch nur in Villach – die „rollenden Filialen“ nach und bieten neben der herkömmlichen Bäckerware auch gesunde Snacks an. Ein wichtiges und mittlerweile unverzichtbares Standbein im Unternehmen sind die Tiefkühlbackwaren, die im Handumdrehen ofenfrisch sind. „Bei 230 Grad wird die Ware zu 80 Prozent vorgeba­cken und dann bei Minus 31 Grad rund vierzig Minuten schockgefrostet.“ Rund 8000 Kärntner und Osttiroler decken sich mittlerweile im vierwöchigen Rhythmus mit schockgefrorenen Waren ein, die auf Wunsch auch bis vor die Haustüre zugestellt werden.

Aber auch viele Kärnten-Urlauber bekommen den ofenfrischen Genuss auf den Frühstückstisch serviert. „Wir beliefern bereits 800 Kunden aus der Hotellerie. Diese statten wir auch mit unseren Geräten aus.“ Und auch hier gilt – mit jedem einzelnen Produkt bleibt das Unternehmen zu hundert Prozent dem Naturbackverfahren treu. „Die natürlichen Backmittel sorgen dafür, dass das Gebäck beim späteren Backen im Betrieb oder zuhause aufgeht und ofenfrisch auf den Tisch kommt.“


Interview mit dem Geschäftsführer Roland Lagler 

Lagler, Naturbäckerei, Klagenfurt, Rogg'n'Roll
© Lobitzer Roland Lagler ist Geschäftsführer der Bäckerei Lagler.

Warum sind Unternehmer wichtig für die Region?

Jeder Unternehmer schafft Arbeitsplätze, wir schaffen diese nicht nur im Einzelhandel, sondern auch in der Produktion. Indem wir Rohstoffe
dafür ankaufen, schaffen wir auch Arbeitsplätze in anderen Firmen. Leider werden die Rahmenbedingungen seitens der Gesetzgeber schwieriger. Ich würde mir wünschen, dass etwa die 3,5-Tonnen-Beschränkung für Klein-Lkw überdacht wird.

Für welche Werte hat ein Unternehmen zu stehen?

Transparenz. Die Mitarbeiter sind sehr wichtig, auch die Zufriedenheit unter der Belegschaft. Und natürlich die Kundenzufriedenheit. Wir freuen uns immer sehr über die vielen positiven Rückmeldungen, die wir bekommen.

Was sind die größten Gefahren für ein mittelständisches Unternehmen?

Je größer ein Unternehmen ist, desto schwieriger ist es
für den Unternehmer selbst. In einer kleinen Firma kann man mit seiner eigenen Arbeitskraft sehr viel bewirken, in einer größeren ist das nicht mehr in diesem Ausmaß möglich. 

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